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Das Stigma männlicher Bisexualität: immer als schwul gesehen?
Männliche Bisexualität wird oft als verdeckte Homosexualität abgetan. Argumente, Daten von Dating-Apps und die Doppelmoral der Gesellschaft bei Etiketten.
Das Etikett "bisensbi" bei einem Mann wird meist mit Skepsis, wenn nicht gar mit offener Ungläubigkeit aufgenommen. In Foren und Alltagsgesprächen lebt eine alte Debatte wieder auf: Männliche Bisensbi wird gesellschaftlich ausgelöscht und auf verdeckte Gaiität reduziert. Die Argumente wiederholen sich: Wer Erfahrungen mit anderen Männern gemacht hat, gilt für die meisten Frauen für immer als schwul; sich in Dating-Apps als "bi" zu outen drastisch reduziert die Chancen bei Frauen; und manche behaupten, viele Schwule gäben sich als bisensbi aus, um maskuliner zu wirken.
Die Doppelmoral der Etiketten
Die Debatte spiegelt eine Spannung zwischen individueller Freiheit und gesellschaftlichem Druck wider. Während die einen finden, dass Etiketten einschränken und zu einer "Einschränkung der Freiheiten" führen, sehen andere in ihnen ein Überlebenswerkzeug auf dem Flirtmarkt. Die Daten vom Spielfeld sind hartnäckig: Auf Plattformen wie Tinder ist es für einen Mann ein Nachteil, sich als bisensbi zu erklären, wenn er Frauen kennenlernen will – diese sehen den Nutzer eher als potenziellen "schwulen Freund". Die jüngere Geschichte, etwa die Ära des Terra-Chats, nährt die Skepsis: Laut manchen Erfahrungen suchten alle, die sich als "bi" bezeichneten, Kontakte zu Männern, ohne Ausnahme.
Ein Dating-Markt, der Bis feindlich gesinnt ist
Auch ökonomische Überlegungen spielen eine Rolle: Es wird argumentiert, dass ein Mann, der wirklich auf Männer steht, weder für sens Dienstleistungen von Frauen zahlen noch sich die Mühe machen würde, Frauen zu erobern, solange der Männermarkt ihm leichter zugänglich ist. Diese materialistische Sichtweise prallt auf die Realität derjenigen, die sich zu beiden Geschlechtern hingezogen fühlen und bei der Offenbarung ihrer Orientierung auf eine Mauer des Misstrauens stoßen. Die Folge ist praktisch: Viele Bisensbi entscheiden sich, es nicht zu verraten, oder löschen es einfach aus ihrem Profil, um ihre Chancen nicht zu schmälern.
Die Debatte bleibt offen. Das Einzige, was sicher ist: Männliche Bisensbi bleibt ein gesellschaftliches Tabu, das selten ernst genommen wird, und wer damit lebt, weiß, dass er in den Augen der meisten immer "ein bisschen schwul" sein wird.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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