Das günstigste Protein für den Muskelaufbau: 1,43 Cent pro Gramm

Die Rechnung pro Gramm Protein ergibt 1,16 Cent für Eier und 1,43 Cent für Pulver. Eigenmarken gewinnen nicht immer, wenn man sie mit echter Nahrung vergleicht.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Das günstigste Protein für den Muskelaufbau: 1,43 Cent pro Gramm
Günstiges Protein: Das Gramm kostet 1,43 Cent, Eier nur 1,16

Ein Fünf-Kilo-Sack für 41 Euro, plus 13 Euro Versand. Das war der Ausgangspunkt der Suche nach dem günstigsten Protein für den Muskelaufbau – und das Ergebnis der Recherche entpuppt sich eher als Lektion in Supermarkt-Arithmetik als in Supplementierung. Denn wenn alles in Cent pro Gramm echter Proteine umgerechnet wird, sieht das Pulver der Eigenmarke plötzlich nicht mehr so unschlagbar aus.

Das Produkt, das die Diskussion auslöste, war ein 80-%-Protein zum Schleuderpreis – mit dem Haken der Versandkosten und der Unsicherheit über die Herkunft. In dem Vergleich setzte sich eine andere Online-Marke durch, mit häufigen Rabattcoupons von 20–25 % und weiteren 5 % für die Erstbestellung, wodurch der Fünf-Kilo-Sack auf **45 Euro** kam. Da wurde es interessant.

Was ein Gramm Protein wirklich kostet

Die Aufstellung, die die Diskussion beendete, ist reine Kostenrechnung pro Nährstoffeinheit. Fünf Kilo Proteinpulver für 55 Euro mit 82 % Reinheit ergeben **1,43 Cent pro Gramm**. Ein Liter Eiklar für 2,05 Euro kommt auf 2,46 Cent. Putenbrust-Aufschnitt mit 7 Euro pro Kilo liegt zwischen 3,5 und 3,89 Cent. Und ganze Eier kosten bei 1,05 Euro pro Dutzend **1,16 Cent**.

Das Paradoxon liegt auf der Hand: Das günstigste Lebensmittel pro Gramm Protein ist nicht der Becher mit der Scoop-Kelle, sondern das Ei. Ähnliches gilt für Kichererbsen – ein Kilo für 1,25 Euro liefert 190 Gramm Protein –, auch wenn niemand eine Dose Hülsenfrüchte in die Umkleidekabine mitnimmt.

Das Problem mit Milchpulver und Kohlenhydraten

Der Vorschlag, den Shake durch Magermilchpulver zu ersetzen, erhielt einen Doppelschlag: Es ist teuer und bringt eine Kohlenhydratlast mit sich, die viele nicht wollen. Laktose ist zudem ein echtes Verdauungsproblem für einen Teil der Bevölkerung. Das Argument, isoliertes Protein werde besser aufgenommen als mit Zucker gemischtes, überzeugte nicht alle – das Argument der Bequemlichkeit jedoch schon.

Da liegt der Knackpunkt: Proteinpulver gewinnt nicht beim Preis, sondern bei der Logistik. Fünf Kilo Pulver brauchen weniger Platz als fünf Kilo Eier und halten nicht so schnell schlecht.

Der Krieg um das anabole Fenster

Die andere Front war physiologischer Natur. Gegen die Orthodoxie des Shakes direkt nach dem Training häuften sich die Argumente, dass die Aufnahmegeschwindigkeit für den Gewebeaufbau nicht so entscheidend ist, dass zu viel Protein mehr schadet als nützt und dass die meisten Empfehlungen zu Insulinspitzen und dem anabolen Fenster für die gedacht sind, die mit chemischer Unterstützung antreten. Für den natürlichen Athleten ist der begrenzende Faktor meist ein anderer: Training und Erholung.

Welche Marke wählen, wenn der Preis nicht alles ist

Auch die wahrgenommene Qualität spielt eine Rolle. Manche verteidigen den höheren Preis für Marken mit günstigen unabhängigen Analysen und europäischer Herstellung gegenüber Produkten unklarer Herkunft. Andere erinnern daran, dass die Preise etablierter Marken über die Jahre gestiegen sind, was dazu treibt, nach Coupons zu suchen oder auf andere Websites auszuweichen.

Die Frage, die in der Luft bleibt, ist die ewige: Wie viel davon ist Qualität und wie viel Marketing?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (74 Antworten).

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