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Das Ende des Kapitalismus: 2,7 Millionen beziehen Spaniens IMV
2,7 Millionen Menschen beziehen inzwischen Spaniens Mindesteinkommen IMV, während das Ende des Kapitalismus durch KI verkündet wird. Die Leistung wächst schneller als die Apokalypse.
Das Ende des Kapitalismus, das nicht kommt: 2,7 Millionen leben vom IMV
Das Ende des Kapitalismus hat Datum und Uhrzeit. Noch 23 Tage bis zum 1. Oktober, sagen die Überzeugtesten. Der Rest der Bevölkerung stellt derweil weiter Anträge auf das IMV, investiert jeden Monat oder kauft Brot. Mitten in dieser Diskrepanz taucht die Zahl auf, die die ganze Diskussion ordnet: 2,7 Millionen Menschen in Spanien beziehen bereits das Ingreso Mínimo Vital (Spaniens Mindesteinkommen), eine Zahl, die den Apokalyptikern lächerlich vorkommt und die Skeptiker als Anfang von etwas deutlich Größerem sehen.
Von der Dampfmaschine zu einem System, das von allein arbeitet
Das technologische Argument stützt sich nicht mehr auf Versprechen. Modelle mit Agenturfähigkeiten bewältigen mehrstufige berufliche Arbeitsabläufe mit minimaler menschlicher Aufsicht, und manche behaupten, das sei nicht mehr nur eine weitere Erfindung: Man habe einen Erfinder erschaffen. Die Liste der zuerst für überflüssig erklärten Berufe ist konkret und unspektakulär: Designer, Anwälte, Programmierer, Kundendienst und technischer Support, Übersetzer.
Dagegen der klassische Einwand: Die Dampfmaschine und der Computer haben die Arbeit ebenfalls nicht abgeschafft. Das Detail, das die Symmetrie bricht, ist das Tempo. Ein technologischer Wandel, der vierzig Jahre zur Durchsetzung braucht, lässt Zeit zur Umschulung; einer, der sich in fünf Jahren entfaltet, nicht.
Das IMV funktioniert bereits als Grundeinkommen durch die Hintertür
Die Leistung hat konkrete Zahlen: rund 700 Euro monatlich für einen allein gemeldeten Antragsteller mit kaum Vermögen, dazu die Möglichkeit, Sozialgutscheine für Versorgungsleistungen zu erhalten. Die Voraussetzung des tatsächlichen legalen Wohnsitzes in Spanien gilt für mindestens ein Jahr, und ein Personalausweis allein beweist nichts. Die Leistung wird als Arbeitseinkommen deklariert und verpflichtet zur Abgabe der Steuererklärung, selbst wenn sie das einzige Einkommen ist.
Die Kontrolle ist nicht nur national. Europäische Systeme zum Austausch von Arbeits- und Steuerdaten ermöglichen es, aufzuspüren, wer hier Leistungen bezieht, während er in einem anderen Land sozialversichert ist. Der Betrugsverdacht kreuzt sich mit einer weiteren unbequemen Tatsache: Manche Anträge liegen sechs Monate unbeantwortet da, mit einem amtlich bestellten Anwalt im Schlepptau, und als Referenz gilt, dass die meisten Anträge abgelehnt werden.
Der Befehl hat, wer die Druckerpresse besitzt
Hier wird die Analyse für beide Lager unbequemer. Eine Richtung erinnert daran, dass der Staat bereits rund die Hälfte des BIP einzieht und dass ein guter Teil der Staatsschulden in der Tasche der eigenen Bürger landet: Das ist kein Kapitalismus des 19. Jahrhunderts, sondern eine Fiktion mit eingetragener Marke. Eine andere hält dagegen, dass die offizielle Inflation nie zeigte, was der Warenkorb wirklich machte, mit Schätzungen von real 15 % gegenüber veröffentlichten 1 %. Die Zahl ist von keiner Institution überprüft und sollte behandelt werden, was sie ist: ein oft wiederholter Verdacht.
Die praktische Antwort, die sich in diesem Klima aufdrängt, ist ein Lehrbuchkapitel: keine neuen Schulden, Liquidität, etwas Bargeld, weniger ausgeben als hereinkommt und Qualifikationen, die sich nicht verlagern oder durch ein Modell ersetzen lassen.
Wenn die Lohnarbeit schrumpft und die Leistung wächst, hört die Frage auf, ideologisch zu sein: Wer bezahlt die Party, wenn der Staat den Lohnzettel unterschreibt und eine Maschine die Arbeit macht?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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