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Das Einwanderungs-Paradox: Notwendigkeit oder Ausbeutung in Spanien?
Die Debatte über Spaniens Abhängigkeit von Einwanderern in der Altenpflege: Notwendigkeit oder Ausbeutung? Löhne von 10 Euro pro Stunde und 24-Stunden-Schichten.
Das Einwanderungs-Paradox: Notwendigkeit oder Ausbeutung in Spanien?
Die Journalistin Rosa Villacastín hat mit einer Reihe von Beiträgen in den sozialen Medien eine unbequeme Debatte neu entfacht: Was würde passieren, wenn die Einwanderer, die unsere Alten pflegen, unsere Wohnungen putzen und in den Bars servieren, in den Streik träten? Ihre Antwort, „das Land würde stillstehen“, wurde sowohl von links als auch von rechts aufgegriffen, stieß aber auch auf Kritik, weil sie als reduktionistisch und letztlich ausbeuterisch gegenüber Einwanderern gilt.
Das Abhängigkeits-Argument
Die Vorstellung, dass die spanische Wirtschaft von ausländischen Arbeitskräften abhängt, ist nicht neu. Auffällig ist jedoch, dass sowohl die Präsidentin der Comunidad de Madrid, Isabel Díaz Ayuso, als auch der Sozialist Víctor Gutiérrez ein ähnliches Argument benutzt haben: Wenn man die Einwanderer abschiebe, wer kümmere sich dann um die Großeltern? Der Verkehrsminister Óscar Puente gesellte sich mit der Frage dazu: „Auch diejenigen, die ihnen den Haushalt putzen oder die Eltern pflegen? Auch die, die ihre Ernte einbringen?“
Die andere Seite: Löhne und Arbeitsbedingungen
Doch manche halten diese Abhängigkeit in Wahrheit für eine Form moderner Sklaverei. Viele dieser Arbeiter verdienten miserabel – etwa die 10 Euro brutto pro Stunde, die in der Debatte genannt werden –, und die Arbeitsbedingungen seien hart: 24-Stunden-Schichten, sieben Tage die Woche, ohne Pause. Die Kritik lautet: Es ist nicht so, dass Spanier nicht arbeiten wollten, sondern dass niemand diese Bedingungen akzeptieren würde. Die Lösung sei nicht, mehr Arbeitskräfte ins Land zu holen, sondern Löhne und Bedingungen zu verbessern.
Die Debatte hinterlässt ein Paradox: Während die einen in der Einwanderung eine unvermeidliche Notwendigkeit sehen, halten andere sie für ein Symptom eines prekären Arbeitsmarkts. Die eigentliche Frage ist nicht, wer sich um die Alten kümmert, sondern warum diese Arbeit so schlecht bezahlt wird. Und das ist eine Frage, die allen unangenehm ist.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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