Die Heuchelei derer, die billige Migranten für die Pflege ihrer Eltern fordern

Der Fall Arancón entlarvt die Doppelmoral der spanischen Progressiven: Sie fordern billige Migranten für die Pflege ihrer Eltern, während sie für alle anderen das öffentliche System verteidigen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die Debatte darüber, wer den Alten den Hintern abwischt, entlarvt die Doppelmoral der Pogre

Fernando Arancón, ein bekannter pogre Aktivist, ist ins Zentrum einer Kontroverse geraten, nachdem bekannt geworden sein soll, dass er verlangt hat, Migranten sollten sich um seine Mutter kümmern. Eine Analyse der verfügbaren Daten zeigt, dass die Pflegewirtschaft in Spanien zunehmend von ausländischen Arbeitskräften abhängt, die bereit sind, niedrige Löhne und prekäre Bedingungen zu akzeptieren, während die Schichten mit der größten Kaufkraft den Kontakt mit einem öffentlichen System meiden, das sie selbst verteidigen.

Das Paradox der Pflegekraft: Alle wollen billige Arbeitskräfte, aber nicht im eigenen Haus

Der Fall Arancón veranschaulicht einen wiederkehrenden Widerspruch: Viele Verteidiger des Sozialstaats greifen zurück auf private Lösungen, wenn es um die eigene Familie geht. Privatschulen für die Kinder, private Pflegeheime für die Eltern und, wenn nichts anderes übrig bleibt, Migrantinnen und Migranten für 8 Euro die Stunde für Haushalt und Pflege. Währenddessen sind die Löhne in diesen Branchen seit zwei Jahrzehnten eingefroren.

Ein immer wiederkehrender Befund der Analysen: Schon 1998 wurden für diese Aufgaben ausländische Arbeitskräfte benötigt. Der Unterschied ist, dass die Nachfrage aufgrund der Überalterung der Bevölkerung heute viel größer ist. Japan oder Australien, Länder mit strengen Einwanderungsbeschränkungen, begegnen demselben Problem mit Robotern und speziellen Visa. Spanien hat eine laxere Lösung gewählt: Arbeitskräfte importieren, die bereit sind, unter Bedingungen zu leben, die Einheimische ablehnen.

Immobilienrentnertum und Braindrain: zwei Seiten derselben Münze

Die Debatte überschneidet sich mit einer anderen: der des Rentnertums. Während Immobilieneigentümer Erträge ohne nennenswerte Produktivität erzielen, sehen sich qualifizierte junge Menschen gezwungen auszuwandern, weil sie sich in den Großstädten keine menschenwürdige Wohnung leisten können. „Meine Eltern haben mein Studium bezahlt, und ich bin gegangen, weil ich in Madrid keine WG teilen wollte“, erzählt ein Ingenieur, der heute im Ausland arbeitet. Das Paradox: Dieselben Emigranten könnten die Pflegeplätze besetzen, die derzeit von schlechter qualifizierten Migranten eingenommen werden.

Die Lösung, die manche vorschlagen, ist radikal: Die Alten in Großzentren im entvölkerten Spanien zu konzentrieren und den Pflegekräften zu erlauben, dort zu wohnen, wo es bezahlbaren Wohnraum gibt. Eine Idee, die an der Realität scheitert, dass die Renten für solche Dienste nicht reichen und der Staat weder den Willen noch die Mittel hat, das umzusetzen.

Die Scheindebatte, die die wahre Agenda verbirgt

Hinter der Kontroverse darüber, wer sich um die Alten kümmert, vermuten manche Analysten weniger gestehbare staatliche Interessen. Der Bedarf an Truppen für künftige Konflikte, die schrumpfende Demografie und die Bequemlichkeit, eine billige Reservearmee zu unterhalten, wären Gründe, die das Bekenntnis zu einer massenhaften und deregulierten Einwanderung erklären würden. Die „wohlfahrtsberechtigten Stadtmenschen“ sind zu bequem, um Soldaten zu sein; es braucht verzweifteres Kanonenfutter.

Wie auch immer: Klar ist, dass die Debatte über die Pflege selten den Kern anspricht — warum diese Arbeiten so schlecht bezahlt werden, dass nur diejenigen sie ausführen, die keine andere Wahl haben. Solange die Löhne nicht steigen, bleibt es rentabel, Arbeitskräfte zu importieren, die bereit sind, unter Bedingungen zu leben, die manche als „pseudo-sklavisch“ bezeichnen. Die Frage ist, ob die spanische Gesellschaft bereit ist, den wahren Preis der Pflege ihrer Alten zu zahlen oder lieber weiter wegschaut.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (35 Antworten).

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