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Dampfgaren: Der 5-Euro-Dampfgarer, der mit dem Schnellkochtopf mithält
Ein 5-Euro-Dampfgarer kocht mit einem Glas Wasser und hält beim Tempo mit dem Schnellkochtopf mit. Die Debatte: Geschmack und Gesundheit gegen einfache Reinigung und Stauraum?
Dampfgaren: Der 5-Euro-Dampfgarer, der mit dem Schnellkochtopf mithält
Ein Glas Wasser. Das ist der gesamte Brennstoff, den ein Dampfgarer braucht, um Meeresfrüchte, Gemüse oder eine Flan zu garen. Verglichen mit dem anderthalb Litern, die zum Kochen im Topf nötig sind, ist die Energieersparnis offensichtlich, und der Geschmack, so sagen es diejenigen, die ihn täglich nutzen, gewinnt sogar: Das Wasser spült weder lösliche Mineralstoffe noch Aromen weg. Das Plädoyer, mit Begeisterung vorgetragen von jemandem, der sich vor ein paar Tagen einen gekauft hat und inzwischen fast alles damit kocht, prallt frontal auf die Fraktion auf, die Dampfgaren für eine langsame, fade und verzichtbare Kochmethode hält.
Was sich gut dämpfen lässt und was schiefgeht
Meeresfrüchte und Gemüse sind das Terrain, auf dem der Dampfgarer haushoch gewinnt. Garnelen und Muscheln kommen mit ihrer feinen Meersalznote heraus, ohne dass man etwas hinzufügt. Karotten behalten ein intensives Aroma, das beim Kochen verwässert. Zucchini werden zart, manchmal zu zart, wenn man die Zeit überschreitet. Kartoffeln dagegen spalten die Lager: Da sie ihre Stärke nicht verlieren, werden sie mehlig, mit einer Textur, die Verkoster als „anders“ beschreiben – weder besser noch schlechter.
Bei Fleisch ist das Ergebnis umstrittener. Hähnchenbrust kommt mit einer Textur und Konsistenz heraus, die an Kochschinken erinnert, mit einem Aussehen, das manche als plastikartig bezeichnen. Frankfurter Würstchen garen schnell und sauber, aber weich. Und da verläuft die rote Linie der Skeptiker: gedämpftes Hähnchen, bäh. Für sie ist Bratpfanne oder Backofen sowieso unerreicht.
Auch die Mikrowelle dämpft
Die Frage, die die ganze Diskussion durchzieht: Ist es Dampfgaren, wenn man Kartoffeln in eine Dose mit einem Schnapsglas Wasser gibt und sie 12 bis 15 Minuten in die Mikrowelle stellt? Die technische Antwort lautet: ja, zum Teil. Der Dampf, den das Lebensmittel selbst abgibt und der im Behälter eingeschlossen bleibt, gart durch Kontakt, während die Mikrowellen ins Innere eindringen. Das Ergebnis ist ein Omelett 15 bis 20 Minuten schneller und mit deutlich weniger Öl.
Silikon-Dampfgarer für die Mikrowelle, vom Typ Lekue, kosten zwischen 25 und 30 Euro und eignen sich für fast alles. Manche nutzen einfach eine Glasschale, abgedeckt mit Frischhaltefolie. Der Hinweis, der auftaucht: Abdecken hält den Dampf zurück und beschleunigt das Garen, erwärmt aber auch durch Kontakt, was manche für weniger effizient halten als das Entweichenlassen der Feuchtigkeit.
Schnellkochtopf und Dampfgarer im direkten Vergleich
Hier bricht der Konsens. Eine Fraktion hält den Schnellkochtopf in allem für überlegen: Er kocht mit höherem Druck und verkürzt so die Zeit, bewältigt komplexe Eintöpfe wie Linsen oder gewürzten Fisch und verbraucht für Kartoffelstücke in vier Minuten, grüne Bohnen in fünf und braune Linsen in sieben nur einen Deziliter Wasser. Der Dampfgarer, so ihr Argument, mache genau das Gegenteil: Er verlängere die Garzeit und verschwende Energie.
Die Antwort kommt mit Küchendaten: Grüne Bohnen brauchen 15 Minuten im Kochwasser, 6 bis 7 im Schnellkochtopf und 6 bis 7 im Dampfgarer. Die Zeiten gleichen sich aus. Wo der Schnellkochtopf nicht mithalten kann, ist bei der Reinigung: Der Dampfgarer wird kaum abgespült, während der Boden eines Eintopftopfs Schrubben verlangt. Und einen Einsatz bestreitet niemand: Essen im Dampf aufzuwärmen funktioniert besser als in der Mikrowelle.
Der Preis: von 5 bis 30 Euro
Die Preisspanne ist breit. Ein elektrischer Dampfgarer mit Timer und mehreren Ebenen kostet zwischen 20 und 30 Euro und braucht Platz, erlaubt aber, ihn zu programmieren und sich um nichts mehr zu kümmern. Die manuelle Variante, ein faltbarer Metallkorb, der in jeden Topf passt, gibt es im Baumarkt für ein paar Euro. Und die günstigste Option in der Diskussion ist ein 5-Euro-Dampfgarer aus einer deutschen Supermarktkette. Bambus, mit jahrhundertelanger Geschichte, wird als die am leichtesten zu reinigende Alternative gefeiert.
Das wiederkehrende Problem ist dasselbe wie bei jedem Küchengerät: der Platzbedarf und die Reinigung. Manche haben zwei gekauft und sie genau deshalb ungenutzt im Abstellraum liegen lassen. Die Polycarbonat-Schale wirft Fragen auf, ob sie genauso unbedenklich ist wie Bambus. Und das Plastik der Einwegtüten ist ein weiteres offenes Thema.
Zwei Wochen nach dem Kauf steht der Dampfgarer noch in der Küche, nicht im Abstellraum. Genutzt wird er vor allem für Gemüse, gelegentlich für einen Maiskolben, der eine halbe Stunde braucht. Die Bilanz: Man nimmt täglich weniger Fett zu sich. Ob sich das die zusätzliche Zeit oder den Platzbedarf lohnt, kann niemand so recht beantworten.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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