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Copyshop druckt nur noch PDFs: eine Regel, die sich ausbreitet
Schilder mit der Aufschrift „Nur PDF-Dokumente werden gedruckt“ halten sich in Copyshops: Das portable Format verhindert, dass Tabellen und Bilder beim Drucken verrutschen.
Ein Schild, das man früher nicht sah und das heute am Tresen steht: „Es werden nur PDF-Dokumente gedruckt.“ Die Einschränkung ist keine Laune des Tresens und keine Marotte eines gelangweilten Angestellten. Dahinter steckt ein technischer Grund, den jeder kennt, der schon einmal eine .doc-Datei zum Drucken geschickt hat: Das Dokument verrutscht, Tabellen laufen aus dem Rand, ein Bild wandert auf die nächste Seite, und der Kunde kommt wieder zur Reklamation. Das PDF dagegen wurde genau für das entwickelt, wofür es jetzt genutzt wird: Was man auf dem Bildschirm sieht, kommt auf jedem Drucker genauso heraus.
Das portable Format wurde genau dafür geboren. Portable Document Format, so steht es in der Abkürzung. Eine unveränderliche Datei, die direkt an den Drucker geschickt wird, ohne sie überhaupt zu öffnen, ohne dass die jeweilige Software sie neu interpretiert. Die Alternative —Word, LibreOffice, OnlyOffice, welche Suite auch immer— hängt von der Version, vom Betriebssystem und sogar von den eingestellten Rändern ab. ISO-Standard oder Papierverschwendung, fasst einer der Beteiligten die Sache zusammen.
Warum eine .doc-Datei verrutscht und ein PDF nicht
Das technische Argument ist solide, und niemand bestreitet es. Eine .doc-Datei kann von Office unter Windows stammen, von Office auf dem Mac, von LibreOffice oder von irgendeiner kostenlosen Suite. Es genügt, sie in einer anderen Anwendung zu öffnen, und Tabellen und Bilder geraten durcheinander. Beim PDF nicht: Man kann es zwar mit Tools bearbeiten, aber beim Drucken verrutscht nichts, weil es in der Praxis eine Bilddatei mit selektierbarem Text ist.
Manche fügen eine weniger freundliche Nuance hinzu: Das PDF ist eines der Formate, mit denen sich Viren oder versteckte Skripte am besten einschleusen lassen. Und ein anderer verweist auf die physische Sicherheit des Geräts, mit dem klassischen Killer-USB-Stick, der den Rechner grillt, während der Kunde lachend davonläuft. Die PDF-Regel löst das nicht, aber sie verkleinert die Angriffsfläche für Katastrophen.
Das Geschäft mit den 30 Cent pro Kopie
Bei 0,30 Euro pro Auftrag bleibt kein Spielraum für viele kostenlose Nachdrucke. Wenn ein Dokument wegen eines Formatfehlers schiefgeht, zahlt jemand das Papier und den Toner. Und das ist meist nicht der Kunde. Das ist die ökonomische Lesart einer Praxis, die dem Nutzer in Wirklichkeit eine Arbeit aufbürdet, die früher der Copyshop erledigt hat: die Datei konvertieren. Das Schild verbietet das Drucken nicht, es verbietet das schlechte Drucken.
Der Trend geht einher mit anderen Einschränkungen, die in der Branche ebenfalls normal geworden sind: nur Barzahlung, keine USB-Sticks, und das Dokument per E-Mail oder WhatsApp. Jeder Tresen stellt sich sein eigenes Sortiment an Unbequemlichkeiten zusammen.
Der Kunde, der mit der falschen Datei kommt
Das Problem ist nicht das Format, sondern die Gewohnheit. Millionen Menschen schicken weiterhin die native Datei, weil sie eben zur Hand ist. Der Copyshop wird damit zur letzten Grenze, an der einen jemand zum Exportieren zwingt. Und da stellt sich die unbequeme Frage: Ist das eine vernünftige Einschränkung oder eine elegante Art, für dieselbe Arbeit zweimal zu kassieren?
Die Antwort hängt davon ab, wen man fragt. Nicht diskutierbar ist hingegen, dass das Schild keine Seltenheit mehr aus einem einzelnen Laden ist. Es wird zur geschriebenen Norm einer Branche, die vom Papier anderer lebt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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