Citroën Dyane: 29 PS, 700 kg ohne Steuergerät

Der Citroën Dyane 6-400 wog 700 kg und leistete 29 PS bei 300 kg Nutzlast. Trotz fehlender Elektronik hat er heute noch Fürsprecher.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Citroën Dyane: 29 PS, 700 kg ohne Steuergerät
Citroën Dyane: 700 kg, 29 PS und kein Steuergerät

Lohnt sich ein Auto ohne ABS, Airbag oder GPS? Das hängt davon ab, wen man fragt. Was sich messen lässt, ist das Gewicht, die Wartungskosten und die Haltbarkeit. Laut den im Diskussionsverlauf zitierten Daten gab der Citroën Dyane 6-400 ein Leergewicht von 700 Kilogramm mit vollem Tank an. Das zulässige Gesamtgewicht lag bei etwa 1.150 Kilogramm, was eine Nutzlast von rund 300 Kilogramm bedeutete – bei nur 29 PS. Manche behaupten, dass dieser Wagen heute mehr wert sei als halbe moderne Fahrzeugflotten.

Bescheidene Zahlen, unerwartete Leistung: Ein mit 400 Kilogramm Papier beladener Dyane – nach denselben Berechnungen über der Herstellerfreigabe – fuhr eine Steigung hinab mit 140 km/h, so zumindest der Bericht eines Insassen. Vor Jahrzehnten und mit der damaligen Bremsentechnik. Hier endet die Nostalgie und beginnt die Diskussion darüber, was wir eigentlich von einem Auto erwarten.

Warum wird ein Citroën Dyane ohne ABS und Airbags verteidigt?

Die Verteidigung solcher Fahrzeuge dreht sich nicht um mechanische Romantik, sondern um Kosten. Bei einem Citroën C15, so erzählt ein Forumsteilnehmer, kann der Zahnriemenwechsel am Straßenrand einer Industriehalle erfolgen; es sind nur zwei Riemen. Bei Dieselmotoren der Achtzigerjahre lief die Wasserpumpe angeblich über einen separaten Riemen, wobei dies eher eine Vermutung als gesichertes Wissen ist. Ersatzteile gibt es auf Schrottplätzen für wenig Geld. Die Luftkühlung gilt als Vorteil, falls einmal Wasser fehlt, obwohl im Thread auch angemerkt wird, dass sie recht ineffizient war. Wörtlich genommen ist dies das Argument für ein Fahrzeug, das auf Knappheit vorbereitet ist.

Dagegen steht die naheliegende Antwort: Sicherheit. Das am häufigsten verwendete Adjektiv ist nicht vintage, sondern etwas deutlich Negativeres. Nach den Standards vor fünf Jahrzehnten oder den heutigen lautet das Urteil einer der kritischsten Stimmen, dass es sich um ein schlechtes Auto handelte, und zwar nicht allein wegen des Alters. Aber die unbequeme Frage bleibt: Wenn der Dyane ein fahrender Sarg ist, was ist dann ein E-Scooter, der für einen anderen Teilnehmer gefährlicher ist als ein Motorrad?

Die Zuverlässigkeit, die alte Autos nie hatten

Hier bricht der Konsens tatsächlich zusammen. Mechanische Einfachheit bedeutet nicht Zuverlässigkeit. Vergaser verstimmten sich, Zündkontakte mussten regelmäßig eingestellt werden, Lampen fielen oft aus, Kupplungen hielten kurz, Zylinderköpfe neigten zu Rissen und Motoren mussten früher oder später instand gesetzt werden. Der Bericht eines Forumsteilnehmers, dessen Vater eine Werkstatt besaß, ist vernichtend: Ein solches Neuwagenauto wurde nach 60.000 Kilometern verkauft, weil es nur Probleme machte – und das, obwohl nur die Teile bezahlt wurden.

Andere setzen den Höhepunkt anderswo an: in den Neunzigern. Ein Auto der Achtziger sei okay gewesen, eines der Siebziger dagegen direkt schlecht. Die Liste der Citroën-Modelle innerhalb einer Familie – 2CV, Dyane 6 (600 ccm), Visa, AX 1.5D, ZX 1.9D, Saxo 1.5D, Picasso HDI – zeigt eine Markentreue über Generationen hinweg.

Gibt es Alternativen ohne Steuergeräte, die dem Zahn der Zeit standhalten?

Ja, und es muss kein Cabrio sein. Genannte Kandidaten sind ein Citroën C15 – günstig zu reparieren, mit vielen abgemeldeten Einheiten, die noch als Spenderfahrzeuge dienen –, ein klassischer Mercedes 300 D oder eine Honda CB mit einem CBR-Motor von 1998, die 200.000 Kilometer ohne eine Panne zurückgelegt hat. Das Muster wiederholt sich: Nicht das alte Auto wird wegen seines Alters verteidigt, sondern dasjenige, das ohne Diagnosecomputer repariert werden kann.

Die andere Seite ist wirtschaftlicher Natur. Ein modernes Auto fährt mehr Kilometer mit weniger Kosten und weniger Pannen, argumentiert einer der kritischen Teilnehmer gegenüber der Nostalgie. Was sich ändert, ist die Rechnung bei einem Ausfall: Die Maschine meldet Fehlercodes, und die Reparatur wird teurer, selbst wenn nur Teile ersetzt werden müssen. Die Kernfrage ist nicht, welches Auto seltener kaputtgeht, sondern welches einen auf einem Feldweg mit einem Korb Eier liegen lässt.

Kann der Verbrennermotor 2035 verboten werden?

Verboten wird die Neuzulassung, nicht der Besitz. So wird der Zeitplan interpretiert. Vergaser wurden praktisch bereits 1993 abgeschafft, doch fahren vergasergekühlte Autos fast drei Jahrzehnte später noch immer. In jenem Jahr wurden noch Renault Supercinco aus Lagerbeständen verkauft, und der Seat Marbella erhielt einen Katalysator auf dem klassischen Vergasermotor, um ihn bis 1997 zu verlängern. Die Norm kommt; der Fahrzeugbestand braucht viel länger, um ihr zu folgen.

Wo die Einschränkung laut einem Teilnehmer scheitert, ist im ländlichen Raum. Die steuerliche Belastung des Kraftstoffs kann erhöht werden, aber Fahrverbote außerhalb der Städte würden weite Teile des Landes lahmlegen, so die These. Und unbemerkt mischt sich eine immobilienwirtschaftliche Komponente ein: Wenn die Stadt teurer wird, muss jemand wegziehen, bevor die Preise im Umland sich verdreifachen.

Der Dyane kehrt nicht zurück. Aber solange neue Autos immer mehr wie Smartphones auf Rädern wirken und immer weniger wie etwas, das man ohne Computer reparieren kann, wird jemand auf den E-Scooter blicken und denken, dass es angesichts der Einsparungen fast besser wäre, beim alten Schätzchen zu bleiben.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (141 Antworten).

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