Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Chronische Überbelegung: Vier Menschen, ein einziges Bett
Die Überbelegung wird chronisch: Betten werden im 8-Stunden-Schichtbetrieb für 100 Euro angeboten, in 70 Quadratmetern leben teils sechs Personen. Der Wohnungsmarkt in Spanien ist am Limit.
Chronische Überbelegung: Vier Menschen, ein einziges Bett
Schichtweise schlafen ist ein alter Trick, der wieder kursiert. Die Überbelegung – vier Personen, die sich ein einziges Bett in einem Zimmer teilen – ist längst kein Einzelfall mehr in der Großstadt: Sie taucht auch in Wohnungsanzeigen kleiner Dörfer auf. Ein Teilnehmer bringt es auf vier Worte: „Vier und ein Bett“. Die Szene ist unbequem, weil sie ein größeres Problem offenbart: Die Wohnung ist zum Flaschenhals für alles andere geworden.
Wie viele Menschen passen in eine 70-Quadratmeter-Wohnung?
Was früher ein Studentending war – ein Zimmer zur Miete –, ist inzwischen Normalität. Es gibt Fälle von sechs Personen auf 70 Quadratmetern, mit ganzen Familien, die in Wohnungen gestapelt leben, die nie dafür gedacht waren. Das Phänomen macht keinen Unterschied mehr zwischen teuren Vierteln und Stadtrand: Die Anzeigen „Zimmer zu vermieten, mit Küchen- und Badmitbenutzung“ häufen sich auch außerhalb der Großstädte. Das Zimmer, der letzte Zufluchtsort des bezahlbaren Wohnens, ist zum Aushängeschild eines Marktes ohne Angebot geworden.
Das Geschäft mit dem Bettenverleih im Schichtbetrieb
Da ist die Rechnung, die unter den einfallsreichsten Vermietern die Runde macht. Ein Etagenbett wird für 200 Euro im Monat vermietet. Wird dasselbe Bett aber im Acht-Stunden-Schichtbetrieb für 100 Euro angeboten, könnten drei verschiedene Mieter es an einem Tag nutzen: Dasselbe Möbelstück brächte 300 Euro. Eine Wohnung mit vier Zimmern und je vier Etagenbetten ergibt 16 Betten, die mit 200 Euro 3.200 Euro einbringen; mit dem Schichtsystem wären es 4.800 Euro, und die Wohnung würde 48 statt 16 Menschen beherbergen. Die komplette Aufschlüsselung, Platz für Platz und Schicht für Schicht, ist eine regelrechte Ingenieurskunst der Überbelegung.
Wer ist schuld an der Überbelegung: der Staat, der Vermieter oder die Migrationspolitik?
Hier zerfällt die Diagnose in mehrere Lager. Das eine hält das Bauland für den Ausgangspunkt: Der Staat entscheidet, wo, wann und wie viel gebaut wird, und hat jahrelang wenig entschieden, was das Angebot stranguliert und die Preise in die Höhe treibt. Das zweite verweist auf illegale Untervermietung: In den sogenannten „pisos patera“ (Überteuerten, überbelegten Sammelunterkünften für Migranten) werden Wohnungen zimmerweise untervermietet, manchmal von den Mietern selbst statt vom Eigentümer, während das Eigentumsrecht ausgehebelt wird und Verträge nicht eingehalten werden. Und ein drittes macht den Migrationsdruck verantwortlich, mit Schätzungen von 500.000 Menschen pro Jahr, die ein Dach über dem Kopf brauchen; dagegen steht die Erinnerung daran, dass auch Spanier nach der Krise 2010 in London oder der Schweiz Wohngemeinschaften bildeten.
Das „cama caliente“ – das warme Bett im Schichtbetrieb –, ein alter Trick, kehrt ohne jede Verlegenheit in die Immobiliensprache zurück.
Solange das Wohnungsangebot – Bauland, Genehmigungen, Neubau – nicht ausgeweitet wird, wird die Überbelegung kaum zurückgehen. Mit dem demografischen und touristischen Druck, der in dieselbe Richtung wirkt, spricht alles dafür, dass die Betten weiter rotieren werden. Kein Rezept hat bisher den Praxistest bestanden.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (67 Antworten).
Eine Frau wurde wegen Überbelegung einer Wohnung in Spanien verhaftet: 12 Personen in drei Zimmern für 10 Euro pro Tag, mit Kontrolle über Wasser und Strom.
Das Mietangebot in Spanien ist seit 2020 um 61 Prozent gesunken, in Barcelona sogar um 90%. Sieben Akteure profitieren von der künstlichen Verknappung.
Ein weißer Mann sticht auf eine schwarze Frau ohne erkennbaren Grund ein, und die Medien schweigen. Die millionenschweren Subventionen und die Kosten von 4.000 € pro Monat für eine Residenz
Bad Bunny füllt das Bernabéu in Spanien, während sich die Geopolitik zuspitzt. Ist er ein Produkt zur Massenablenkung? Eine ökonomische Analyse des Phänomens und seines Geschäfts.
Der Jemen schließt Bab al-Mandab. Europas Lieferketten verlängern sich um einen Monat, doch der Ölpreis ignoriert die Blockade. Eine Analyse der realen Folgen.