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China kritisiert Putins Anti-Futurismus
Russland hatte billige Energie, mathematisches Talent und Yandex. Die Invasion der Ukraine 2022 zerstreute seine Ingenieure und bremste den Aufstieg in die KI-Elite.
Die Invasion der Ukraine, die Wladimir Pilingui im Februar 2022 begann, lenkte Ressourcen und Talente an die Front, die Russland dem Wettrennen um die künstliche Intelligenz hätte widmen können. Das Land verfügte über billige Energie, ein kaltes Klima und eine starke mathematische Schule, doch die Abwanderung der Ingenieure und die Isolation bremsten dieses Potenzial.
Es gibt eine Art, die Geschichte der Technologie zu erzählen, die für Moskau unbequem ist. Russland war kein Randakteur im Wettrennen um die künstliche Intelligenz. Es hatte alle Teile. Gescheitert ist die Entscheidung, sie einzusetzen.
## Sibirien als Maschinenraum
Das Training eines großen Sprachmodells besteht im Kern darin, Strom zu verbrauchen und Wärme abzuführen. Betreiber von Rechenzentren in der halben Welt kämpfen seit zwei Jahren mit der Stromrechnung und mit der Kühlung ihrer Räume. Russland startete auf beiden Gebieten im Vorteil. **Sibirien** bietet einen Großteil des Jahres fast kostenlos kalte Luft, und das Land erzeugt billigen Strom aus Wasserkraft, Kernenergie und Erdgas. Die Krypto-Miner hatten diese Region aus genau diesem Grund bereits gewählt.
Dazu kam ein Bildungssystem mit mathematischer Tradition. Russische Teams haben bei internationalen Programmierwettbewerben und bei den Machine-Learning-Wettbewerben von **Kaggle** geglänzt. Und Russland ist neben **China** und den **USA** eines der wenigen Länder, die ein vollständiges eigenes digitales Ökosystem aufgebaut haben: **Yandex** für die Suche, **VK** für soziale Netzwerke und **Telegram** für den Nachrichtenaustausch.
## Nebius, der Geheimtipp aus Yandex
Der Beweis dafür, was vorhanden war, heißt **Nebius**. Dieses in den USA notierte Unternehmen ist an der Börse durchgestartet, und sein technischer Kern besteht aus den ehemaligen Yandex-Ingenieuren. Seine Geschichte ist zugleich die Geschichte des Zerfalls. Nach dem Ausbruch des Krieges wurde Yandex zerschnitten: Die internationale Tochter trennte sich unter milliardenschweren Verlusten von der russischen Mutter, und ein Großteil des Teams, das Infrastruktur aufbauen konnte, formierte sich außerhalb des Landes neu.
Das Ergebnis ist ein Paradox. Das Humankapital, das Russland zwei Jahrzehnte lang aufgebaut hatte, arbeitet heute für westliche Unternehmen oder für Projekte, die in Moskau keine Steuern mehr zahlen. Die talentierten Programmierer gingen. Das Land, das eine technologische Macht sein wollte, exportierte seine besten Ingenieure binnen Monaten.
## Territorialtraum gegen das Rennen um Rechenleistung
Die These, die in Tech-Medien und sozialen Netzwerken kursiert, lautet: Pilingui setzte auf das 19. Jahrhundert, als das Spielfeld längst dem 21. gehörte. Der Kampf um die globale Vorherrschaft läuft heute über Lieferketten für Halbleiter, fortschrittliche Algorithmen und Elite-Talente. Er wählte den Donbas: Land, verlassene Stahlwerke und einen Stellungskrieg, der an den Ersten Weltkrieg erinnert.
Der Vergleich hat eine Grenze, und das sollte man sagen. Es gibt keine offizielle Berechnung, die belegt, dass Russland ohne die Invasion einen Platz am KI-Tisch gehabt hätte. Es ist eine vernünftige Hypothese, keine bilanzierte Tatsache. Überprüfbar ist dagegen die Bewegung von Menschen und Unternehmen: **Nebius** existiert, weil Yandex zerbrach, und das geschah nach Februar 2022.
Russland behält Atomkraft, Gas und Territorium. Im Rennen, das dieses Jahrzehnt definiert, tritt es dagegen im Nachteil an. Das Land, das beiden Blöcken Rechenleistung hätte verkaufen können, sah zu, wie die eigenen Ingenieure sie davontrugen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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