Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
China füllt Renaults Lücke in Russland mit Autoproduktion
Während China die Autoproduktion in Russland startet, verbucht Renault 3 Milliarden Euro Verlust und gibt 23 % Marktanteil frei.
China übernimmt Renaults Platz in Russland: 23 % Marktanteil im Spiel
Was passiert, wenn ein europäischer Hersteller einen Millionenmarkt verlässt und ein anderer mit Fabriken, Ingenieuren und Dumpingpreisen kommt? Dass die Lücke nicht einmal eine Quartalsperiode leer bleibt. China hat begonnen, Autos in Russland zu produzieren, begünstigt durch westliche Sanktionen, und nutzt dabei Modelle mit Qualität und Preisen, die – wie in der Branche häufig gesagt wird – den dort vor dem Krieg verkauften Dacia- und Skoda-Fahrzeugen ähneln. Die Paradoxie ist lehrbuchhaft: Die Sanktion sollte die russische Industrie ersticken und hat stattdessen den Markt an Peking übergeben.
Das Loch, das Renault in Russland hinterließ
Die erste Berechnung ist nicht optimistisch. Laut Branchenbeobachtern stieg Renault aus mit einem Verlust von 3 Milliarden Euro Investition, zwei Produktionsstätten und 23 % Marktanteil. Dieses Paket ist keine buchhalterische Anekdote: Es ist eine jahrelang aufgebaute industrielle Position, die auf dem Silbertablett überreicht wurde. Manche behaupten, das Unternehmen habe erwartet, zurückzukehren, wenn der Sturm abflaut. Das Gegenargument ist einfach. Sobald ein Wettbewerber die Fabriken, Händler und den Kundendienst besetzt, ist die Rückkehr viel teurer als das Fernbleiben. Und dieser Wettbewerber hat es eilig, nein, er hat gar keine Eile.
Die Verlagerung endet nicht in Russland
Der chinesische Schritt in Russland ist kein Einzelfall. Parallel dazu wurde bekannt, dass die High-End-Modelle von Volvo (der Nachfolger des XC90) und der Polestar 3 in den USA und China produziert werden und zum ersten Mal in der schwedischen Geschichte nicht mehr vom eigenen Boden stammen. Mercedes akzeptiert derweil, dass der Smart #1 in China produziert wird, ohne Versionen für europäische Werke. Diese Lesart ist unbequem für Brüssel, denn es geht nicht nur darum, dass Hersteller Russland verlassen: Die Wertschöpfung verlagert sich außerhalb Europas. Die schwebende Frage bleibt, ob neue Generationen kleiner Modelle Platz in europäischen Fabriken finden oder hier gar nicht mehr produziert werden.
Wie China das Automobil-Know-how erhielt
Es lohnt sich, die Methode in Erinnerung zu rufen. China handelte mit den großen Weltmarktführern Fabriken, Genehmigungen und eine Garantie aus, die keine westliche Regierung bietet: den vollen Verkauf im eigenen Markt für alles, was dort produziert wurde. Die Firmen traten mit nahezu null Risiko und gesicherten Gewinnen ein. Im Gegenzug gab es lokales Personal, eine Mindestquote chinesischer Ingenieure und die vollständige Übertragung des Wissens. Das Ergebnis nach Jahren ist, dass ein chinesischer Hersteller kein europäisches oder amerikanisches Auto kopiert: Er baut es identisch, inklusive Zertifizierungen, und verkauft es in Märkten, die zuvor seine alten Partner kontrollierten. Eine Frage der Zeit, nicht des Talents.
Wer verliert beim Wandel? Zwei Sichtweisen auf den Hinterhof
Hier spaltet sich die Analyse in zwei Lager. Eine Strömung behauptet, Russland werde Chinas Hinterhof: verliere Industrie, Technologie und Entscheidungsfähigkeit und erhalte dafür Autos. Die andere blickt auf die andere Seite des Bretts und antwortet, die EU sei längst der Hinterhof der USA, mit dem Unterschied, dass hier kaum diskutiert wird. Dazwischen liegt ein berechtigter Skeptizismus: Einige bezweifeln, dass der russische Markt wirklich „Milliarden“ wert ist, und erinnern daran, dass verlorene Investitionszahlen immer zugunsten des Publikators ausgelegt werden. Was kaum jemand bestreitet, ist, wer die Rechnung zahlt. Die europäischen Marken, die jahrzehntelang in Russland installiert waren.
Der Dacia Spring: Das chinesische Auto, das Europa bereits fährt
Das Detail, das viele überrascht: Der Dacia Spring, der in Europa verkauft wird, ist ein chinesisches Auto, hergestellt in Wuhan. Kein exotischer Fall, sondern die Spitze eines Eisbergs einer konsolidierten Strategie: Außerhalb produzieren, innerhalb verkaufen. So gesehen ist die Automobilproduktion in Russland nur dasselbe Skript, angewandt auf einen Markt, den der Westen gerade freigeräumt hat. Die Grundfrage ist nicht, ob China Autos in Russland produzieren wird – das geschieht bereits –, sondern wie viel europäische Industrie abgebaut sein wird, wenn jemand endlich eine Zahl nennt.
Bleibt der Trost, dass Sanktionen funktionieren. Nur wirken sie vorerst hauptsächlich gegen denjenigen, der sie nicht verhängt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (128 Antworten).
Dmitri Medwedew hat Armenien mit einem ukrainischen Szenario gedroht. Die geopolitische Spannung im Kaukasus steigt nach Moskaus Warnung an Jerewan stark an.
Über 100 Mädchen bei einem Raketenangriff auf eine Schule im Süden des Iran getötet. France 24, EFE und die NYT bestätigen das Massaker. Militärischer Fehler oder gezielter Angriff?
Ein Abgeordneter von Einiges Russland behauptet die Erbeutung eines Leopards mit polnischer Besatzung in Bachmut – ohne Foto oder Verifizierung. Das Detail mit den Söldnern verändert die…
Russland hat den größten kombinierten Raketen- und Drohnenangriff auf Kiew gestartet. Echte logistische Isolation oder Kriegspropaganda? Eine Analyse der Daten und Positionen.
Odesa, von einem Spanier gegründet, wird zwischen russischen und ukrainischen Erzählungen umstritten. Historische Fakten und Propaganda in einem wichtigen Schwarzmeerhafen.