Ceuta putzt sich zwei Monate nach der Krise für das Königspaar heraus
Zwei Monate nach der Migrationskrise, die Ceuta überforderte, erwacht die Stadt laut Berichten in einem Forum mit Arbeitern, bewaffnet mit Hochdruckreinigern und Reinigungsmittel. Straßen, Gehwege, Plätze und Gärten sehen makellos aus. Frisch geschmückte Blumenbeete, Flaggen an offiziellen Gebäuden. Alles bereit für den Besuch des Königspaares. Die Frage, die über der Stadt schwebt: Warum wurde das nicht früher gemacht?
Der Kontrast zwischen Ceuta im Juli und Ceuta im September
Die Szene, die diejenigen beschreiben, die das Geschehen in Ceuta von innen verfolgen, ist die einer Stadt, die sich über Nacht verwandelt hat. Arbeiter mit Hochdruckreinigern und Reinigungsmittel säubern Straßen, Gehwege, Plätze, kleine Plätzchen und Gärten, die „makellos, ultra sauber“ sind, blütenweiße Blumenbeete, frisch geschmückt mit bunten Blumen und Zierpflanzen. Flaggen an zivilen und offiziellen Gebäuden. Der Kontrast zur Lage der vergangenen Wochen hat alle Alarmglocken zum Läuten gebracht.
Manche sind der Ansicht, dieser Putz- und Schmuckaufwand hätte viel früher erfolgen müssen. Der am häufigsten geäußerte Vorwurf lautet, der eigentliche Plan sei, dass die Ceutaner abhauen: „Sie haben sie diese Monate lang psychisch fertig gemacht, und was von ihnen übrig bleibt“, fasst eine der pessimistischsten Stimmen zusammen. Eine andere Strömung sieht darin reine Kosmetik: Die Menschen von einem Ort zum anderen zu verschieben, ohne sie zurück nach Marokko abzuschieben, löst nichts, es versteckt das Problem nur.
Der Königsbesuch als Katalysator der Reinigung
Der Besuch des Königspaares hat als Katalysator für die gesamte Aktion gedient. „Ceuta macht sich fein, um die Königin und den König von Spanien zu empfangen“, spotten die Skeptiker. Das am weitesten verbreitete Argument lautet: Wenn die Reinigung jetzt möglich war, dann wäre sie auch 24 Stunden nach der Krise möglich gewesen. Die Frage, die niemand so recht beantwortet, ist, warum damals nicht derselbe Apparat in Gang gesetzt wurde.
Eine Strömung geht noch weiter und behauptet, das Ganze sei ein Zirkus gewesen: Logisch wäre gewesen, alles so zu lassen, wie es war, damit die Behörden die echte Lage sähen. „Bedauerlich, sie hätten alles so lassen müssen, damit der König sieht, wie es wirklich aussieht“, fasst eine Haltung zusammen, die Empörung und politische Analyse vermischt.
Der eigentliche Unmut: der Umgang mit der Migrationskrise
Jenseits der Reinigung richtet sich der eigentliche Unmut gegen die politische Bewältigung der Krise. Ein Teil der Analyse besagt, dass der offizielle Besuch dazu dient, das Königspaar zu verherrlichen und es den „Opfern“ zu präsentieren, während die Verantwortlichen für das Geschehene ungenannt bleiben. Eine andere Strömung kritisiert die institutionelle Profilneurose und die Kriecherei gegenüber der Monarchie, mit Äußerungen, die eine tiefe Ablehnung des offiziellen Tamtams widerspiegeln.
Der Ärger erstreckt sich auch auf die lokalen Medien und Kanäle, die über Ceuta berichten. „Fast seit Beginn der Invasion schaue ich diesen Kanal aus Ceuta, und ich kann sagen, dass sie jetzt regierungstreuer sind. Entweder hat man sie zurechtgewiesen oder es war money, money“, merkt einer der Kommentatoren an. Der Verdacht, dass sich die Erzählung an die Macht angepasst hat, gehört zum allgemeinen Klima.
Die Gemeinschaften Ceutas und die institutionelle Choreografie
Der Besuch hat die verschiedenen Gemeinschaften der Stadt mobilisiert: die hinduistische, die christliche, die muslimische und die politische. Alle „begeistert über den Besuch der illustren Hochwohlgeborenen“, wie die ironische Beschreibung lautet, die durch die Debatte geistet. Die institutionelle Choreografie umfasst Flaggen, Blumen und eine herausgeputzte Stadt, die in scharfem Kontrast zur Härte der vergangenen Wochen steht.
Die Anekdote, die das Absurde auf den Punkt bringt: Jemand schlägt vor, der Besuch hätte am 3. Juli stattfinden sollen, mitten in der Krise, damit das Königspaar durch die Straßen gezogen und die echte Lage gesehen hätte. „Das wäre ein Knaller gewesen, wenn sie durch die Straßen von Ceuta gezogen wären“, ironisiert eine Stimme. Im Kern bleibt die Frage dieselbe: Warum jetzt ja und vorher nicht?
Die Stadt sieht makellos aus. Die Hochdruckreiniger haben ihre Arbeit getan. Die Blumen stehen am rechten Platz. Die Flaggen wehen. Und die Frage bleibt unbeantwortet: Wenn all das möglich war, warum hat es dann zwei Monate gedauert? Die Analyse bleibt genau dort stecken, an dem Punkt, an dem die Reinigung mit dem Besuch zusammenfällt und niemand die Übereinstimmung so richtig erklärt.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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