Ceuta: Militäreinsatz gegen Migranten ohne Gerichtsbeschluss

In Ceuta (Spanien) sammeln Soldaten Migranten ein, um sie ohne Gerichtsbeschluss abzuschieben. Die Flucht eines Migranten löst eine Debatte zwischen Sicherheit und Rechten aus.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ceuta: Militär nimmt Migranten ohne Gerichtsbeschluss und ohne Rücksichtnahme fest

Der Militärlaster ist gerade am Strand angekommen. Ein Migrant nutzt eine Unachtsamkeit, durchbricht die Absperrung und rennt zu der Treppe. Legionäre laufen ihm hinterher und bitten die Journalisten, ihm den Weg abzuschneiden. Der Mann entkommt. Die Szene, über die El Mundo berichtet, spielt am Wellenbrecher der San-Pablo-Lagerhäuser, einem der Punkte in Ceuta, an denen das Militär aufgegriffene Migranten zusammenzieht, bevor es sie zur Grenze mit Marokko bringt.

Der Militäreinsatz in Ceuta

Dort sitzen sie an die Mauer gelehnt, von Legionären umstellt, und warten auf eine Abschiebung, an der kein Richter beteiligt ist. Die Operation, Teil der Reaktion auf die jüngste Ankunftswelle, hat eine unbequeme Debatte neu entfacht: Wie weit darf der Staat gehen, um die irreguläre Einwanderung einzudämmen?

Die Grenze zwischen Sicherheit und Rechten

Manche finden, das Militär mache einfach nur seinen Job und die gesellschaftliche Geduld sei am Ende. „Endlich tut das Militär etwas“, heißt es dort. Andere gehen weiter und sehen in diesen Festnahmen einen verdeckten Ausnahmezustand, eine Entwicklung, die sie mit den GAL vergleichen (den staatlich getragenen Todesschwadronen des Spaniens der 1980er Jahre). Menschenrechtsorganisationen wiederum kritisieren, dass Menschen auf der Flucht kriminalisiert werden, und betonen: Die Form zählt – man darf Menschen nicht wie Ware behandeln.

Die verstörende Zahl: Der geflohene Migrant wurde nicht gefasst. Innerhalb von Sekunden erwies sich der gesamte Einsatz als verwundbar. Sollte ein Exempel statuiert werden, war die Botschaft genau die gegenteilige.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (11 Antworten).

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