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Butan-Generator und Batterien: 12 kWh für den nächsten Stromausfall
Mit EcoFlow-Batterien und einem Butan-Generator übersteht eine Wohnung in Spanien mehr als einen Monat ohne Netz und spart fast 100 € monatlich.
Butan-Generator und Batterien: 12 kWh für den nächsten Stromausfall
Was kostet Licht, wenn der Strom ausfällt? In Spanien dauerte der längste Stromausfall der Geschichte weniger als 24 Stunden. Dennoch hat jemand in einer Stadtwohnung ein System installiert, das Kühlschrank, Router und Beleuchtung wochenlang am Laufen hält: zwei Lithium-Batterien, ein Butan-Generator und eine Montage, die so mancher Vorschrift widerspricht. Die Kosten amortisieren sich nicht durch Stromausfälle, sondern durch die Stromrechnung.
Das Kit, das sich mit dem Nachttarif bezahlt macht
Das Herzstück bilden zwei EcoFlow-Speicher – der größere mit 10.200 Wh Kapazität und ein weiterer mit 2.048 Wh –, zusammen etwa 12.000 Wh pro voller Ladung. Hinzu kommen ein Anbieterwechsel und ein zeitvariabler Tarif für Elektrofahrzeuge. Die angegebene Ersparnis liegt bei rund 100 Euro pro Monat, womit sich laut Aussage der Kaufpreis des Equipments amortisiert: Die Batterie lädt nachts im günstigen Zeitfenster und versorgt tagsüber das Haus. Ein Schienenprogrammator steuert, wann das Netz zugeschaltet wird.
Butan statt Benzin
Die Reserve für lange Ausfälle ist ein Inverter-Generator (Modell KS 1900i S) mit nominellen 1.900 W, die auf 1.600 W gedrosselt werden, um das Gerät zu schonen. Fünf Stunden Laufzeit laden die Batterien auf. Der Schlüssel liegt im Brennstoff: Eine Butanflasche reicht für 3,5 volle Ladungen, also etwa 42 kW, was mehr als einen Monat Energieversorgung bedeutet, wenn nur einige Stunden pro Woche geladen wird. Im Vergleich zu Benzin vermeidet Gas die Reinigung des Vergasers, das Leeren des Tanks und die Verwendung von Stabilisatoren. Das Handbuch spricht von Propan, aber die orange Flasche – 80 % Butan, 20 % Propan – funktioniert ebenfalls.
Das Kleingedruckte: Sicherheit und fremde Cloud
Hier kommt die Kritik ins Spiel. Die Installation – ein automatischer FI-Schutzschalter mit Überspannungsschutz, ein 32-A-Programmierer, automatische magnetothermische Sicherungen sowie Kabel mit 10 und 6 mm² Querschnitt – wurde aufgrund eines ersten Schaltplans als „elektrische Gefahr“ eingestuft. Die Gegenargumentation: Ein Installateur bewertete sie als „verbesserungswürdig“, und der Rest wurde nachträglich verstärkt. Auch die Abhängigkeit von der Hersteller-Cloud wird bemängelt: Die Konfiguration der Geräte erfordert ein Benutzerkonto auf einem Server, wobei die Sitzung nach 30 Tagen ohne Login verfällt. Die Gasableitung über den Lichthof verstößt übrigens gegen alle Vorschriften.
Zwei Jahre Vorräte und der alte Graben zwischen Stadt und Land
Die Diskussion verlagert sich auf den Rest des Kits. Es gibt Lebensmittelvorräte für zwei Jahre, gespeichertes Wasser sowie Filter, Aufbereiter und Destilliergeräte, um jedes Wasser trinkbar zu machen. Und die klassische Debatte flammt wieder auf: In einer abgeschlossenen Wohnung ist die Flucht eine Falle; auf dem Land plant man Verteidigung und Durchhalten. Das geteilte Rezept für einen langen Stromausfall umfasst eine Schrotflinte mit ausreichender Munition. Das Rohr einer Küchenabzugshaube dient als Schalldämpfer, damit der Generator kaum zu hören ist.
Letztendlich ist das System nicht für den bereits eingetretenen Stromausfall gedacht – dessen Besitzer erfuhr erst davon, als ein Freund anrief –, sondern für den, der vielleicht nie eintreten wird. Bis dahin steht die Butanflasche, die eigentlich den Generator speisen sollte, noch in der Küche. Da das Ende der Welt ohnehin auf sich warten lässt, lohnt es sich kaum, sie jetzt zu verbrauchen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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