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Brent bei 100 Euro? Die Daten tragen diese Schlagzeile nicht
Brent notiert bei 65-75 Dollar, nicht bei 100 Euro. Die Seewege-Störung trifft die Frachtraten stärker als das Rohöl selbst. Warum spricht niemand über die Logistik-Inflation?
Der Brent-Ölpreis liegt bei rund 65-75 Dollar pro Barrel, was etwa 60-70 Euro entspricht. Meilenweit entfernt von den 100 Euro, die manche in den sozialen Medien als gegeben hinnehmen. Trotzdem hat sich die Erzählung, das Öl kehre in den dreistelligen Bereich zurück, bei denen festgesetzt, die auf die Störungen des Schiffsverkehrs im Roten Meer und in der Straße von Hormus verweisen.
Das Argument hat Substanz: Unterbrechungen wichtiger Routen verteuern Fracht und Versicherungen, doch die direkte Auswirkung auf den Barrelpreis ist geringer als befürchtet. Der Großteil des Rohöls wird umgeleitet, nicht vernichtet. Wer sich erinnert, dass Brent im Frühjahr bereits die 120 Dollar streifte, ohne dass Alarm geschlagen wurde, fragt sich, warum das Schweigen jetzt größer ist.
Die eigentliche Frage betrifft nicht das Öl, sondern die Inflation, die längst da ist. Der Logistik-Anstieg — langsamer, aber hartnäckig — schleicht sich in die Preise, ohne dass ihn jemand beim Namen nennt. Währenddessen verstrickt sich die öffentliche Debatte in Schlagzeilen, die nicht zu den Daten passen. Wann beginnen wir, über die wahren Kosten der globalen Instabilität zu sprechen?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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