Breites Bündnisdenken – und noch breiter (Teodoro León Gross in ABC)

In ABC argumentiert Teodoro León Gross, dass das Frente Amplio in Spanien kaum Sitze gewinnen wird, aber eine Schlüsselrolle spielt, indem es die Straßen für eine Volksfront aufwiegelt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Das Frente Amplio wird bei den Sitzen eine Restgröße sein, doch seine eigentliche Funktion besteht, so Teodoro León Gross in ABC, darin, die Straßen aufzuwiegeln – als Generalprobe für eine Volksfront, die Pedro Sánchez bereits vorgeschlagen hat, im Senat mit gemeinsamen Listen zu erproben.

Der ABC-Kolumnist **Teodoro León Gross** hält dagegen, dass das **Frente Amplio** an der Urne eine Restgröße sein wird, seine eigentliche Mission jedoch nicht im Kongress, sondern auf der Straße entschieden wird. In seinem Artikel erklärt Gross, die neue Wahlmarke der Linken links der PSOE werde ein „schlüsseliges Bündnisdenken" liefern und ihre Rolle sei es, „die Straßen in Brand zu setzen". Er fügt hinzu, man befinde sich „in der Generalprobe".

## Ein Name aus dem Südkegel

Gross weist darauf hin, dass das Label „Frente Amplio" aus dem Südkegel nach Spanien importiert wurde. Er erinnert daran, dass es zunächst uruguayisch war, mit **Líber Seregni**, und dort später mit **Tabaré Vázquez** und **José Mujica** Erfolge feierte. Später gelangte es nach Chile, mit **Gabriel Boric**. Der Kolumnist ordnet es in die von ihm so genannte unerschöpfliche Mutation der spanischen extremen Linken ein: Izquierda Unida, Podemos, Unidas Podemos, Sumar und nun dieses Frente Amplio. Gross nennt es paradox, dass der Name gerade dann ankommt, wenn seine Aussichten minimal sind.

Nach seiner Analyse wird das Wahlergebnis die nächste Realitätsdusche sein. Gross verweist auf einen Horizont von **acht bis fünfzehn Sitzen** und hält die Namenskombination für egal – er nennt **Irene Montero**, **Ada Colau** und **Gabriel Rufián** –, denn bleiben wird es eine Restgröße. Er fügt hinzu, dass ihre Mitglieder sich trotz dieser Schwäche weiterhin als Stimme des Volkes inszenieren werden.

## Die Straße als Hauptbühne

Der Artikel vertritt die Auffassung, dass das Frente Amplio gerade wegen dieser Schwäche eine Schlüsselrolle spielen wird: die Straße aufzuwiegeln. Gross schreibt, dies werde seine Funktion in der nächsten Legislaturperiode sein und seinen Akteuren ein wohltuendes Gefühl von Bedeutung verschaffen. Als Rückhalt nennt er die Klassen gewerkschaften, denen er den Aufruf zu einem Generalstreik gegen die Opposition zuschreibt. Wohnung, Bildung, Renten und Löhne führt er als mögliche Vorwände für Proteste an.

Gross betont, es gehe nicht um das Frente Amplio, sondern um das „Breite Bündnisdenken, oder ganz Breite". Sein Fazit: Die Mission werde sein, die Straßen in Brand zu setzen, und man befinde sich in der Generalprobe.

## Vom Frente Amplio zur Volksfront

Das eigentliche Ziel ist laut Gross eine **Volksfront**. Er erklärt, dies sei der Fahrplan von **Pedro Sánchez**, der sogar vorgeschlagen habe, die Formel im **Senat** mit gemeinsamen Listen zu erproben. Für den Kolumnisten ist das Frente Amplio nur eine Übergangs-Wahlmarke, die zum Scheitern verurteilt ist, bevor der Sanchismus die Volksfront der dreißiger Jahre wiederbelebt, die er als Erbe des Front Commun contre le Fascisme sieht.

Gross hält Bündnisdenken nicht für eine neue Idee, sondern für die Strategie, die Sánchez seit Jahren mit seiner Mauer-Rhetorik sucht: zwei abgeschottete, feindliche Räume. Diese Logik von „mit ihnen oder mit uns" habe es ihm ermöglicht, sich die Unterstützung der **PNV** und sogar von **Junts** zu sichern, weil diese **Vox** fürchteten. Er erwähnt die Präzedenzfälle des Pakts von Estella und des Tinell-Pakts. Er schließt mit der Warnung, die nächste Legislaturperiode werde von brennenden Straßen geprägt sein und „es wird in Spanien stark nach verbrannten Reifen riechen".

## Die wichtigsten Punkte

- Teodoro León Gross veröffentlicht seine Analyse am 16. Oktober 2026 in ABC.
- Gross sieht das Frente Amplio bei 8 bis 15 Sitzen.
- Der Kolumnist schreibt den Klassen gewerkschaften den Aufruf zu einem Generalstreik gegen die Opposition zu.
- Gross erklärt, Pedro Sánchez habe vorgeschlagen, gemeinsame Listen im Senat zu erproben.
- Der Artikel ordnet das Frente Amplio als Zwischenschritt hin zu einer Volksfront ein.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (0 Antworten).

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