Brave, der Browser, der weniger Werbung und mehr Privatsphäre verspricht: Realität oder Trugbild?
Ein Nutzer fragt sich, ob Brave weniger ausspioniert als Google. Sechs Jahre später löst der Browser dieselbe Debatte aus. Die Erfahrung zeigt: Er blockiert Werbung zuverlässig, vor allem auf dem Smartphone, wo Chrome unerträglich geworden ist. Doch die Websites wehren sich: „Deaktiviere deinen Werbeblocker“ ist das neue lästige Banner, das auf Medien wie Libertad Digital erscheint.
Die Leistung: unzählige Tabs ohne Abstürze
Wer ihn mit vielen Tabs testet, bestätigt, dass er die Last gut verkraftet. Die Werbung verschwindet komplett, was Opera irgendwann nicht mehr bot. Das Problem: Manche Seiten erkennen die Blockierung und lassen dich nicht surfen, ohne sie zu deaktivieren. Für viele ist die Lösung, am PC Firefox mit uBlock zu nutzen und auf dem Handy Brave – oder sogar Chrome ohne Blocker für diese Seiten zu verwenden.
Die große Frage: Spioniert er oder nicht?
Während manche behaupten, Brave sei genauso aufdringlich wie Chrome, verweisen andere darauf, dass sein Schöpfer derselbe wie der von Firefox ist – das schafft Vertrauen. Fakt ist: Brave basiert auf Chromium, der Engine von Google, was zwangsläufig Misstrauen weckt. Für die ganz Paranoiden gibt es Brave Origin, eine KI-freie Version für Linux, die jungfräuliches Surfen verspricht.
Alternativen und Bastellösungen
Unter Android können Nutzer mit gerootetem Handy auf AdAway zurückgreifen. Andere bevorzugen Blokada oder NetGuard, die es auf F-Droid gibt. Kiwi Browser taucht ebenfalls als Alternative auf, doch viele kehren zu Brave zurück. Der Konsens: Jeder Browser außer Chrome verbessert das Erlebnis auf dem Handy, aber die Privatsphäre bleibt ein halb verlorener Kampf.
Vor diesem Hintergrund ist die Entscheidung eine persönliche. Brave blockiert Werbung kompromisslos, doch Bequemlichkeit hat ihren Preis: Websites, die dir die Tür vor der Nase zumachen. Und der Schatten von Chromium schwebt immer darüber.
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