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Botín fordert Regularisierung von Migranten: mehr Menschen, mehr Kunden
Ana Botín befürwortet eine Regularisierung von Migranten, denn 'mehr Bevölkerung, mehr Kunden'. Eine Analyse der Wirtschaftsinteressen und der Kosten für den normalen Bürger.
Das Geschäft mit der Einwanderung nach Ana Botín: neue Kunden, alte Kosten
Die Vorsitzende der Banco Santander, Ana Botín, hat ein Thema wieder auf den Tisch gebracht, das die ideologische Linke beunruhigt, der wirtschaftsnahen Linken aber gefällt: die Massenregularisierung von Migranten. Ihr Argument war unmissverständlich: mehr Bevölkerung bedeutet mehr Kunden. In einem Umfeld demografischer Stagnation und Spannungen auf dem Arbeitsmarkt macht die Bankbranche keinen Hehl aus ihrem Appetit auf eine größere Konsumentenbasis. Doch der Vorschlag hat die Debatte darüber neu entfacht, wer von der Einwanderung gewinnt und wer verliert.
Der IBEX-Lobby für billige Arbeitskräfte
Es ist nicht nur Santander. Große IBEX-Unternehmen, der Arbeitgeberverband und Branchen wie Gastronomie und der Einzelhandel drängen seit Jahren darauf, die Migrationsströme zu flexibilisieren. Dahinter steht eine makellose kapitalistische Logik: mehr Arbeitskräfteangebot drückt die Löhne, und mehr Bevölkerung steigert den Konsum. Wie ein Analyst zusammenfasste: "Alle Unternehmer ohne Ausnahme sind begeistert." Sogar der Staat, durch mehr Beitragszahler in der Sozialversicherung, und Eigentümer, die steigende Mieten sehen, profitieren kurzfristig. Wer zahlt die Zeche? Der durchschnittliche Arbeitnehmer, besonders in ungelernten Bereichen, und der Steuerzahler, der die Belastung der bereits überlasteten öffentlichen Dienste trägt.
Gesundheit, Wohnen und Löhne: die versteckten Kosten
Kritiker der Massenregularisierung verweisen auf die Nebenwirkungen. Ein konkretes Beispiel: Im öffentlichen Gesundheitswesen Spaniens sind die Wartezeiten explodiert. Während man bis 2019 am nächsten Tag einen Termin beim Hausarzt bekam, kann der erste verfügbare persönliche Termin nun erst am 28. Februar sein, mit wochenlanger Verzögerung. Die Ankunft zugewanderter Fachkräfte hat das System teilweise entlastet, gleicht aber die höhere Nachfrage nicht aus. Beim Wohnraum ist der Druck noch deutlicher: Die Großstädte sind überfüllt, während das entleerte ländliche Spanien weiter entvölkert wird. Befürworter einer Einwanderungsbremse argumentieren, dass ohne sie Immobilienpreise und Mieten sinken, die Kaufkraft der Löhne steigen und die Überlastung von Schulen und Gesundheitszentren abnehmen würde. Ein Szenario, das frontal auf die Interessen der großen Immobilien- und Finanzvermögen trifft.
Die Konvergenz von Links und Rechts gegen den Durchschnittsbürger
Eine der Paradoxien der Debatte ist, dass die Position Botíns und der Großunternehmen mit der der Linksparteien übereinstimmt, die traditionell für die Aufnahme von Migranten eintreten. "Hier wählt niemand nach Ideologie, sondern nach Interessen", fasst eine immer wiederkehrende Analyse zusammen. Den Liberalen nützt Einwanderung, weil sie Arbeitskräfte verbilligt; Beamten, Rentnern und Linkswählern, weil sie die öffentlichen Ausgaben stützt. Der Durchschnittsbürger, der direkt mit den Neuankömmlingen um Arbeitsplatz und Wohnung konkurriert, gerät zwischen die Fronten. Die alte Rechts-Links-Dichotomie verschwimmt: Die Achse verläuft nun zwischen Patriotismus und Globalismus, oder schlicht, zwischen Reichen und Armen.
Botíns Vorschlag ist nicht neu, doch die schonungslose Art, ihn auszusprechen, hat eine Kluft wieder aufgerissen, die keine Regierung frontal angehen will. Die Regularisierung von Millionen Menschen kann die BIP-Zahlen und Bankbilanzen schönen; die Debatte darüber, wer die tatsächlichen Kosten des Manövers trägt, bleibt unbeantwortet.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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