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Boiler am Wochenende ausschalten: So viel sparen Sie wirklich
Den Elektro-Boiler am Wochenende auszuschalten spart Strom, doch der Verlustverbrauch liegt je nach Dämmung zwischen 0,83 und 1,40 kWh täglich. Die Zahlen im Überblick.
Boiler am Wochenende ausschalten: Wie viel man wirklich spart
Lohnt es sich, den Elektro-Boiler am Freitag auszustecken und am Montag wieder anzuschließen? Diese Frage stellte ein Teilnehmer, der zudem vermutete, dass sein 30-Liter-Boiler in Wirklichkeit ein 50-Liter-Modell ist. Die kurze Antwort: Ja, Abschalten spart Strom, aber die Ersparnis hängt von mehr Faktoren ab, als man denkt. Die Rechnung ist nicht trivial: Ein 50-Liter-Boiler kann allein zum Warmhalten des Wassers zwischen 0,83 und 1,40 kWh täglich verbrauchen, laut Herstellerangaben, die in der Diskussion genannt werden. Multipliziert mit den Abwesenheitstagen macht sich der Betrag auf der Rechnung bemerkbar.
Wie viel Strom verbraucht ein Boiler allein zum Warmhalten?
Der Verbrauch eines Elektro-Boilers besteht aus zwei Komponenten: der Energie zum Erhitzen des genutzten Wassers und der Energie, die unterwegs verloren geht. Letztere will man durch Abschalten vermeiden. Die Hersteller veröffentlichen einen Verlustverbrauchswert, gemessen unter Standardbedingungen, der von Modell zu Modell stark variiert. In der Diskussion werden zwei 75-Liter-Beispiele genannt: eines mit 0,83 kWh täglich und eines mit 1,40 kWh täglich. Der Unterschied von 0,57 kWh pro Tag ergibt rund 200 kWh pro Jahr – allein durch bessere Dämmung.
Die Dicke der Dämmung ist entscheidend. Manche empfehlen Boilers mit 4-5 cm Polyurethan, denn 2,5 cm sind zu wenig, so deutsch das Material auch sein mag. Und steht der Boiler an einem kalten Ort, etwa auf einem Balkon, schießt der Verbrauch hoch. Deshalb wird empfohlen, ihn in der Wohnung aufzustellen, möglichst in einem Schrank, damit er weniger Wärme verliert.
Boiler am Wochenende ausschalten: Die Ersparnis, die niemand bestreitet
Die Logik ist einfach: Bleibt das Wasser ungenutzt heiß, schaltet sich der Boiler immer wieder ein, um die Temperatur zu halten. Schaltet man ihn aus, kühlt das Wasser ab und es wird kein Strom verbraucht. Bei der Rückkehr heizt er wieder auf. Lohnt sich das? Die geteilten Berechnungen sagen ja. Ein 50-Liter-Boiler mit einem Verlustverbrauch von 1,32 kWh täglich verbraucht im Jahr 481,8 kWh, was bei 0,15 €/kWh 72,27 € jährlich entspricht. Schaltet man ihn an abwesenden Wochenenden aus, kann die Ersparnis 20-30 % dieses Betrags betragen, je nachdem, wie oft man unterwegs ist.
Aber es gibt Feinheiten. Ein- und Ausschalten verbraucht nicht mehr als Dauerbetrieb, obwohl manche das glauben. Die Energie zum Erhitzen des Wassers ist dieselbe; vermieden wird nur der kontinuierliche Verlust. Allerdings kühlt das Wasser an einem sehr kalten Standort schneller ab und muss bei der Rückkehr stärker aufgeheizt werden – die Bilanz bleibt trotzdem positiv.
Zeitschaltuhren: Wann sie sich lohnen und wann nicht
Bei kurzer Abwesenheit reicht das manuelle Abschalten. Für den Alltag kann eine Zeitschaltuhr die Einschaltzeiten an die Duschzeiten anpassen. Manche programmieren den Boiler so, dass das Wasser um 7 Uhr morgens heiß ist und er den Rest des Tages aus bleibt. Es gibt Ersparnis, aber sie ist geringer als bei mehrtägigem Ausschalten. Wenn zudem mehrere Personen im Haushalt unterschiedliche Zeitpläne haben, wird die Programmierung kompliziert: Der Boiler müsste zweimal täglich eingeschaltet werden, mit den zusätzlichen Kosten.
Digitale Zeitschaltuhren erlauben mehrere Zeiträume. Manche bieten bis zu 7 Speicherplätze, sodass man den Boiler mehrmals täglich ohne manuelles Eingreifen ein- und ausschalten kann. Die Investition ist gering, die Ersparnis kann sich bemerkbar machen, vor allem wenn man die Wassertemperatur auf den tatsächlich benötigten Wert einstellt. Das Absenken des Thermostats von 60 auf 45 Grad reduziert Verluste und Verbrauch.
Geräusche des Boilers und andere Überraschungen
Nicht alles dreht sich ums Sparen. Ein Teilnehmer fragte nach einem lauten Geräusch beim vollständigen Öffnen des Warmwasserhahns. Eine konkrete Antwort gab es nicht, aber Kalkablagerungen wurden vermutet. In Regionen mit hartem Wasser setzt sich Kalk ab und kann Geräusche verursachen und die Effizienz mindern. Die Empfehlung lautet, den Boiler alle paar Jahre prüfen und gegebenenfalls austauschen zu lassen. Ein verkalkter Boiler verbraucht mehr, weil die Wärme schlecht ans Wasser abgegeben wird.
Auch die Sicherheit kam zur Sprache: Löst der Fehlerstromschutzschalter aus, darf man niemals den Erdanschluss umgehen. Diese Praxis, die als Notlösung erwähnt wurde, ist gefährlich und kann zu Unfällen führen. Jeder Eingriff sollte von einem Fachmann durchgeführt werden.
Alternativen: Wärmepumpe und Gas
Wenn der klassische Elektro-Boiler nicht mehr ausreicht, gibt es Alternativen. Eine Wärmepumpe für Warmwasser verbraucht laut der Diskussion zwei- bis dreimal weniger als ein konventioneller Boiler. Der Preis liegt bei etwa 400 Euro, doch die langfristige Ersparnis kann das ausgleichen. Eine weitere Option ist ein Butan-Durchlauferhitzer, der allerdings eine Anfangsinvestition erfordert (etwa 400 Euro für Gerät, Installation und Bescheinigung) und den Aufwand mit den Gasflaschen mit sich bringt. Letztlich hängt die Entscheidung vom Nutzungsverhalten und vom Standort ab.
Am Ende hat die ursprüngliche Frage eine Antwort: Den Boiler bei mehrtägiger Abwesenheit auszuschalten spart Strom, und zwar einiges. Eine andere Frage ist, ob die Ersparnis den Aufwand rechtfertigt, sich ans Ein- und Ausstecken zu erinnern. Dafür gibt es Zeitschaltuhren. Oder das Gedächtnis, das manchmal öfter versagt als das Thermostat.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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