Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Bodycam-Video eines ukrainischen Angriffs entlarvt Kriegsfilm-Klischees
Ein in der Ukraine aufgenommenes Bodycam-Video zeigt die Realität des Häuserkampfes: Westliche Schutzwesten bieten keinen Schutz gegen Sturmgewehre.
Weder Westen noch Film-Feuergefechte: So sieht ein echter Angriff aus
Ein Infanterieangriff, der mit einer Bodycam an der ukrainischen Front gefilmt wurde, ist in die Hände der Gegenseite geraten, was bereits viel über das Ende aussagt. In dem Material drückt der Kameramann den Ersten die Treppe hinauf, während der Rest schreit, um einen Angriff zu koordinieren, der zur tödlichen Falle wird. Das Video endet ohne offizielle Stellungnahme oder Bestätigung über den Zustand der Soldaten. Was jedoch deutlich wird, ist eine Liste technischer Fehler, die das Kriegskino seit Jahrzehnten beschönigt.
Warum stoppt eine Schutzweste keine Sturmgewehrkugel?
Die ballistischen Platten einer taktischen Weste sind nicht darauf ausgelegt, eine Sturmgewehrkugel aus nächster Nähe zu stoppen. Auf kurze Distanz durchschlagen die konzentrierten Einschläge die herkömmlichen Keramik- und Stahlplatten; nur einige dickere Metallplatten halten konzentrierten Beschuss besser stand, allerdings auf Kosten eines Gewichts, das der Soldat stundenlang mit sich herumschleppt. Nein, es ist nicht wie im Film, lautet die häufigste Analyse.
Dieses Detail ist entscheidend, da es erklärt, warum ein Kämpfer mit vollständiger Ausrüstung durch eine einzige Salve fallen kann. Die persönliche Panzerung schützt vor Splittern und Fernschüssen, nicht vor einer automatischen Waffe in wenigen Metern Entfernung. Der Unterschied zwischen Verwundung und Überleben wird durch die Distanz bestimmt, nicht durch das Markenzeichen der Weste.
Ein Gebäude von unten stürmen: Ein Fehler wie in Teruel
Ein Haus wird von oben nach unten eingenommen, nicht umgekehrt. Schüsse aus einer höheren Etage verschaffen einen Vorteil; das Treppensteigen macht den Angreifer zu einer Silhouette gegen das Licht. Die aktuellen Taktiken der urbanen Kriegsführung lehnen sich an Teruel an und wurden in Stalingrad perfektioniert, so die am häufigsten zitierte historische Einordnung. Die Theorie steht seit achtzig Jahren fest.
Zur Liste der Fehler zählen auch die Beleuchtung – eine Stirnlampe ohne Schatten verrät die Position auf Distanz – sowie helle Helme und Rufe vor dem Kontakt. Man muss so leise wie möglich sein, betont die detaillierte Analyse, der zudem Granaten vor dem Eindringen fehlen. Aufrecht und unter Lärm zu stürmen, ist schlicht das Gegenteil dessen, was in den Handbüchern gelehrt wird.
Scharfschütze, Granate oder Minenstufe: Uneinigkeit über die Todesursache
Was hat sie getötet? Hier herrscht Uneinigkeit. Eine Theorie deutet auf einen Schützen hin, der sich hinter einer Wandöffnung verbarg, unterstützt von einem zweiten Schützen, der den ersten deckte. Eine andere lehnt Schüsse ab und spricht von einer Granate, die in zwei Metern Entfernung detonierte, oder von einer mit Sprengstoff belegten Stufe am obligatorischen Durchgangspunkt.
Das Audio klärt nichts auf: In Sekunde 0:17 ist eine sehr kurze Salve zu hören, aber es gibt keine klare Explosion, was einige für inkompatibel mit einer Handgranate halten. Auch der Mündungsblitz, der den Schützen verraten würde, ist nicht erkennbar. Die genaue Ursache bleibt ungeklärt.
Die Kamera als Waffe: Filmen für das Narrativ
Kameras werden an der Front aus einem Grund eingesetzt: um das Narrativ der jeweiligen Seite zu füttern. Meist werden Operationen gefilmt, die gut verlaufen, aber dieses Material zeigt das Gegenteil, was den Verdacht auf Manipulation schürt. Die Abwesenheit von Visieren, die übermäßige Beleuchtung und die mangelnde Vorbereitung werden infrage gestellt. Mobilisierte Rekruten, die einfach von der Straße geholt und in die Mühle geschickt wurden, lautet eine der schärfsten Interpretationen.
Es gibt auch Stimmen, die die Einordnung korrigieren: Bei den Angreifern handele es sich nicht um reguläre Truppen, sondern um eine Söldnereinheit, und es wird gefordert, jede Aktion der entsprechenden Gruppe zuzuschreiben. Eine unabhängige Verifizierung dieses Punktes steht noch aus.
Was passiert mit denen, die von der Front zurückkehren
Der andere Aspekt der Analyse geht über das Video hinaus. Das posttraumatische Belastungssyndrom der Kämpfer, die nach Hause zurückkehren, zeichnet sich als langfristige Belastung für ganz Europa ab, ähnlich den Konflikten auf dem Balkan Anfang der 2000er Jahre. Das ist keine exotische Vorhersage, sondern die Realität der Nachkriegszeit.
Es werden Vergleiche mit dem ehemaligen Jugoslawien gezogen, die beeindrucken sollen. Und es bleibt eine unbequeme Frage: Was macht ein Kontinent mit tausenden Menschen, die darauf trainiert sind zu töten, aber keinen Krieg haben, der sie beschäftigt?
Letztlich lässt das Material drei Fragen offen: wer geschossen hat, ob es Überlebende gab und ob die Aufnahme authentisch ist. Die einzige Gewissheit ist die Distanz zwischen dem Kino und der Betonstufe.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (101 Antworten).