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Blutspende: Altruismus, Ideologie und eine Millionindustrie
Kostenloses Blut, Millionengeschäft: der Streit über Ideologie und Vergütung in den Blutspendezentren.
Kostenloses Blut, Millionengeschäft: Blutspende unter Beschuss
Blutspenden sind für den Empfänger und den Spender kostenlos, aber nicht für die Industrie, die das Blut weiterverarbeitet. Der Streit ist entbrannt: Die Spendezentren, die eigentlich neutral sein sollten, stehen im Zentrum eines ideologischen Konflikts, der nach Ansicht mancher konservative Spender abschreckt. Blut kennt keine Farben, aber das Klima offenbar schon.
Der Preis der Großzügigkeit
In Spanien ist die Blutspende altruistisch und unbezahlt. Das Plasma aus dieser Großzügigkeit landet jedoch in Medikamenten, die Pharmaunternehmen zu Laborpreisen verkaufen. Grifols, einer der Branchenriesen, macht Millionen mit einem Produkt, das die Bürger ohne Gegenleistung abgeben. Diese Asymmetrie sorgt für Unmut: Während die einen Charity als Tugend verteidigen, fordern andere einen regulierten Markt, in dem der Spender je nach Angebot und Nachfrage bezahlt wird.
Markt oder Nächstenliebe?
Manche behaupten, eine Bezahlung für Blut fördere die Spendenbereitschaft und nehme den Kampagnen ihren Bevormundungscharakter. Die Gegenseite hält dagegen, dass das spanische System auf Freiwilligkeit basiert und die Versorgung jahrzehntelang garantiert hat. Der Konflikt ist nicht nur wirtschaftlich, sondern auch politisch. Während der Pandemie wurde darauf hingewiesen, dass Ungeimpfte kein Krankenhaus betreten durften, aber Blut spenden durften. Ein doppeltes Maß, das Misstrauen nährt.
Auf die letzte Frage gibt es keine eindeutige Antwort: Wenn Blut eine kritische Ressource ist, kann man ihre Gewinnung der Ideologie überlassen? Unterdessen wächst das Plasmaprofitgeschäft weiter, und die Spender werden zunehmend skeptischer.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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