Black Graduations: Wenn die Abschlussfeier zur Show wird

Virale Videos von Black Graduations in den USA lösen Kontroversen aus: berechtigte Freude oder Symptom des bildungspolitischen Niedergangs? Eine Analyse eines Phänomens, das po

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die Show der Black Graduations: Kultur oder Verfall?

Virale Videos von afroamerikanischen Schülern, die ihren Highschool-Abschluss mit Tanzen, Schreien und Springen feiern, haben die Debatte über den Verfall akademischer Rituale in den USA neu entfacht. Was die einen als berechtigten Freudentaumel sehen, ist für die anderen der Beweis, dass die Kultur der Leistungsgesellschaft zerfallen ist.

Von der Feierlichkeit zur Party in der Turnhalle

Die Aufnahmen, die an mehreren amerikanischen Highschools gemacht wurden, zeigen Dutzende junger Leute, die über die Bühne springen, Saltos machen oder tanzen, während sie ihr Diplom in Empfang nehmen. Das ist nicht die übliche stille Toga-und-Barett-Zeremonie. Die Szene erinnert eher an ein Konzert als an eine akademische Feier. Und die Reaktion in den sozialen Medien ließ nicht lange auf sich warten: Kommentare reichen von Spott —"sie sehen aus wie Affen"— bis hin zur soziologischen Analyse: "Das Problem ist nicht die Hautfarbe, es ist die Kultur".

Hinter dem Spektakel liegt eine unbequeme Frage: Was ist ein Abschluss wert, wenn die Verleihung selbst zur Performance wird? In den USA wird diese Debatte schon seit Jahren geführt. Manche führen an, dass Noteninflation und der Druck, Minderheiten zum Abschluss zu bringen, dazu geführt haben, dass viele Schüler das Ende der Sekundarschule ohne minimale Kompetenzen erreichen. "Wenn man die Abschlüsse verschenkt, wundert es nicht, dass die Zeremonie wie ein Zirkus aussieht", fassen manche Analysen zusammen.

Ein Trend, der auch nach Spanien kommt?

Der Schatten der kulturellen Nachahmung liegt über der Debatte. In Spanien gehören bei Abschlussfeiern im Kindergarten bereits Tänze und Choreografien dazu, aber so etwas wie das, was aus den USA kommt, hat man hier noch nicht gesehen. Manche Beobachter prophezeien, dass, wenn der amerikanische Einfluss so weitergeht, wir bald ähnliche Veranstaltungen an Schulen mit hohem Migrantenanteil sehen werden. "Erst der Perreo auf den ESO-Feiern, dann das Tanzen bei der Zeugnisübergabe", spotten sie.

Die eigentliche Frage ist jedoch weniger die Hautfarbe als die Entwicklung hin zu einem Bildungssystem, das Selbstbestätigung über Anstrengung stellt. Wenn jeder minimale Erfolg —das versetzte Jahr, der Abschluss— mit demselben Enthusiasmus gefeiert wird wie eine bestandene Staatsprüfung, wird die Geste bedeutungslos. Und die Zeremonie wird nebenbei zu dem, was manche "eine Zooveranstaltung" nennen.

Die Zahl, die nicht aufgehen will

Abgesehen von den Videos gibt es eine unbequeme Tatsache: Nach manchen Quellen schlossen bis vor wenigen Jahren kaum 5% der schwarzen Schüler in bestimmten Schulbezirken ab; jetzt, mit "Equity"-Politiken, sind die Quoten drastisch gestiegen. Zufall oder nicht, das Niveau der Feiern ist im gleichen Maß gestiegen. Die Frage, die in der Luft bleibt: Stehen wir vor einem echten Fortschritt oder vor einer Schönfärberei der Zahlen?

Das Spektakel ist eröffnet. Und während die einen sich kugellachen, fragen sich die anderen, wann die Bildung aufgehört hat, ein sozialer Aufzug zu sein, und zur Jahrmarktsattraktion wurde.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (85 Antworten).

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