Niederländer kaufen verlassenes Dorf in Burgos (Spanien): Geschäft oder Ruine?

Ein niederländisches Paar hat ein verlassenes Dorf in Burgos, Spanien, gekauft, um daraus ein Ökodorf zu machen. Spekulation oder Wiederbesiedlung? Die Fakten und Präzedenzfälle, die zählen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Zwei Niederländer kaufen Bárcena de Bureba: ökologische Belebung oder Spekulation mit Ruinen?

Ein Dorf in Burgos, Spanien, das fünf Jahrzehnte lang leer stand, hat neue Besitzer: ein niederländisches Paar, das daraus ein Ökodorf mit Esswald machen will. Das Geschäft stößt jedoch auf Skepsis bei denen, die sich an Dutzende ähnliche Projekte erinnern, die im Verfall endeten.

Der Kauf: Ruinen am Rand der Wüste de las Navas

Bárcena de Bureba, nördlich von Burgos, ist keineswegs ein Paradies. Laut Anwohnern sind alle Häuser in schlechtem Zustand, mit eingestürzten Dächern und unbefestigten Wegen. Das Dorf liegt am Rand der Wüste de las Navas, einer trockenen Gegend mit kaum Infrastruktur. Der genaue Preis ist unbekannt, doch Quellen aus dem Umfeld deuten an, dass das Paar mehr als 4.000 Euro für das gesamte Anwesen gezahlt hat – ein niedriger Betrag im Vergleich zu den Sanierungskosten.

Das Projekt: Ökodorf, Esswald und Luxustourismus?

Die neuen Eigentümer, in manchen Kommentaren als „proge Hipster" bezeichnet, wollen eine autarke Gemeinschaft mit ökologischem Anbau und touristischen Unterkünften schaffen. Dennoch ist es nicht das erste Mal, dass Ausländer verlassene Dörfer in Spanien mit dem Versprechen einer Regeneration kaufen. Ein Deutscher in Soria versuchte es vor dreißig Jahren – es funktionierte, bis die Subventionen ausliefen –, und eine niederländische Familie in Tarragona verschwand, nachdem sie drei Videos auf YouTube veröffentlicht hatte.

Spekulation oder Notwendigkeit der Wiederbesiedlung

Die Meinungen gehen auseinander. Die einen sehen ein Spekulationsgeschäft im ökologischen Gewand: billig kaufen, auf eine Wertsteigerung des ländlichen Marktes warten und verkaufen. Andere halten dagegen, dass zumindest jemand Geld investiert, wenn sonst niemand diese Dörfer will, und ihnen so vielleicht Leben einhauchen könnte. „Schwer, mit etwas zu spekulieren, das das Gestrüpp seit 50 Jahren auffrisst", fasst manche zusammen. An politischen Etiketten fehlt es nicht: für die einen „Linke", für die anderen „Kapitalisten".

Die echten Hindernisse

Abgesehen von der ideologischen Debatte sind die praktischen Probleme enorm. Die lokale und regionale Verwaltung stürzt sich meist mit steuerlichen und rechtlichen Anforderungen auf solche Projekte: Zufahrten, Wasser, Strom, Abwasser, Genehmigungen, Denkmalschutz. Manche erinnern daran, dass sich weniger als 10 km entfernt eine der größten Sprengstofffabriken Spaniens befindet, was zusätzliche baurechtliche Einschränkungen mit sich bringt. Und die spanische Steuerbehörde (Hacienda) hat seit 2022 klare Kriterien für die Bewertung solcher Immobilien, was die Steuern in die Höhe treiben kann.

Die Zeit wird zeigen, ob das ökologische Wagnis Fuß fasst oder zu einem weiteren Kapitel in der langen Liste der Fehlschläge wird. Vorerst überwiegt die Skepsis.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (81 Antworten).

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