Bitcoin trotzt Crash-Warnung: Kurs steigt um 15%

Bitcoin legt seit der Crash-Warnung um 15% zu und im Jahresvergleich um 75%, während ETFs das 12,5-Fache der täglichen Emission kaufen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Bitcoin trotzt Crash-Warnung: Kurs steigt um 15%
Bitcoin steigt um 15% trotz angekündigtem Zusammenbruch

Eine Nachricht warnte vor dem bevorstehenden Absturz von Bitcoin und behauptete, Beweise zu haben. Seitdem notiert der Vermögenswert 15% höher und verzeichnet ein Plus von 75% im letzten Jahr. Der einzige Crash betrifft die Glaubwürdigkeit des Vorhersagers.

Dieses Szenario wiederholt sich jeden Zyklus. Jemand behauptet Zugang zu Insiderinformationen, erwähnt hochrangige Kontakte und stellt den Kollaps als Fakt dar. Das Problem ist nicht der Fehler – Preisprognosen sind riskant –, sondern die verkaufte Sicherheit und die Verachtung für Fragen. Hier enthielt die Warnung auch eine Liste von Namen zum Anschwärzen.

Treffen mit hochrangigen Personen, keine Beweise

Die ursprüngliche Behauptung besagte, der Absturz werde durch ein Treffen mit hochrangigen Personen gestützt, belegt nur durch ein Bild. Der Text beschuldigte Konten, Investoren abzulenken, damit sie teuer kaufen und Geld verlieren. Keine dieser Aussagen wird durch überprüfbare Beweise untermauert. Weder der koordinierte Plan noch das Treffen existieren außerhalb dieses Screenshots.

Es ist ein klassisches Muster: Katastrophe ankündigen, Skeptiker als Komplizen darstellen und neue Daten festlegen, wenn nichts passiert. Fast drei Jahre später hat sich der Rückgang nicht materialisiert. Wer zum Zeitpunkt der Ankündigung kaufte, verdiente Geld; wer aus Angst draußen blieb, verpasste die gesamte Wertsteigerung.

Zahlen widerlegen die Prognose

Preise sind stur. Das Plus seit der Ankündigung liegt bei etwa 15%, im letzten Jahr übersteigt es 75% Gewinn. Das ist kein Detail: Die Warnung sollte Verluste vermeiden, hielt aber Gläubige vom besten Marktlauf fern.

Das bullische Argument basiert auf konkreten Zahlen. Spot-Bitcoin-ETFs würden das Äquivalent von 12,5-mal der täglichen Emission neuer Coins kaufen. Mit diesem Nachfrageüberhang auf ein Angebot, das sich alle vier Jahre reduziert, deutet das Szenario kurzfristig auf 100.000 Dollar hin. Manche sehen den Vermögenswert innerhalb weniger Jahre über einer Million Dollar als Wertaufbewahrungsmittel, wobei Zahlungen auf andere Netzwerke migrieren.

Verkäufe von Führungskräften, die Skeptiker zitieren

Unter den Signalen der Pessimisten sind Verkäufe großer Tech- und Banknamen wie Jeff Bezos, Bill Gates, Mark Zuckerberg, Jamie Dimon, Michael Saylor, Nancy Pelosi und Jensen Huang. Die Logik: Wenn Insider verkaufen, braut sich etwas zusammen.

Diese Überlegung hat einen Haken. Dass ein Manager Anteile seiner eigenen Firma verkauft, sagt nichts über die globale Risikobereitschaft aus. Im Fall Saylor widerspricht dies zudem seinen Käufen von Bitcoin zu Höchstpreisen mit Firmenkasse. Je nach Blickwinkel zeigen Signale in zwei Richtungen.

Warum erwarten manche einen Crash im März?

Drei Faktoren treffen zusammen. Erstens der Kalender: Die meistzitierte Prognose sieht den allgemeinen Einbruch um den 20. März, bei steigenden Renditen für Anleihen. Zweitens verkaufen Großvermögen seit Monaten. Drittens die politische Erzählung.

Hier kommt Geopolitik ins Spiel. Wahljahre in den USA sind selten gut für Crashes, daher sucht man externe Schuldige wie China mit stagnierender Wirtschaft. Auch alternative Szenarien werden diskutiert: Crash jetzt, Erholung ab Sommer, frische Wähler im November. 2008 zahlte der republikanische Mieter im Weißen Haus die Rechnung.

Was sagen jene, die einen Absturz ausschließen?

Die Marktinfrastruktur hat sich geändert. Spot-ETFs machen Bitcoin zu einem institutionellen Vermögenswert, getrieben von Flows unabhängig von Retail-Stimmung. Das Halving – die Halbierung der neuen Coin-Emission alle vier Jahre – verknappt das Angebot, genau wenn diese Nachfrage eintritt.

Auch Strategien unterscheiden sich. Eine Gruppe befürwortet Kauf nach mehr als 75% Preisverfall, da historisch dort die größten Renditen lagen. Andere erinnern daran, dass ohne Liquidität und erschöpfte Portfolios im Bärenmarkt diese Empfehlung zu spät kommt. Altcoin-Trader warten einfach ihre Chance, gleichgültig ob Bitcoin auf 110.000 steigt oder auf null fällt, ihr Horizont liegt bei sechs bis 24 Monaten.

Fast drei Jahre Warnungen, kein bestätigter Fall und ein Vermögenswert, der wieder mit Höchstständen flirtet. Die bleibende Frage ist nicht, wie stark Bitcoin steigt oder fällt, sondern was in diesen nie veraltenden Crash-Ankündigungen tatsächlich verkauft wird.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (132 Antworten).

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