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Bilbao: Foto von 79 Festnahmen entfacht Migrationsdebatte neu
Ein Bild von 79 Festnahmen in Bilbao, 75 davon Maghrebiner, öffnet die Debatte über Einwanderung und Kriminalität im Baskenland neu. Ist es ein Fake oder eine echte Zahl?
Bilbao: Das Bild der 79 Festnahmen, das die Migrationskluft wieder öffnet
Ein Foto, das 79 wegen Raubüberfällen in Bilbao festgenommene Personen zeigt, von denen 75 aus dem Maghreb stammen sollen, kursiert erneut in den sozialen Medien und hat die Debatte über Einwanderung und Kriminalität im Baskenland neu entfacht. Das Bild stammt von den Aste-Nagusia-Festen 2023, wurde ursprünglich vom Politiker Alvise Pérez auf seinem Telegram-Kanal veröffentlicht und taucht seitdem immer wieder auf, mit zunehmender Schärfe.
Der Ursprung der Kontroverse
Die Aufnahme, die einige Nutzer als wiederaufgewärmten Fake bezeichnen, zeigt eine Gruppe von Personen, die von der Ertzaintza (baskische Regionalpolizei) festgenommen wurden. Laut den begleitenden Nachrichten sollen 75 der 79 Verhafteten Maghrebiner sein. Polizeiliche Ermittler haben diese Zahlen jedoch nicht bestätigt, und Kritiker des Bildes sehen darin eine aus dem Zusammenhang gerissene Information, die darauf abzielt, die Migrantenbevölkerung zu kriminalisieren.
Der politische Kontext schürt die Stimmung zusätzlich. Bei einer Wahlkampfveranstaltung erklärte der Vorsitzende der PNV, der Partei, die in Koalition mit der PSE regiert, der nächste lehendakari (baskischer Regierungschef) könne García oder Hassan heißen – eine Aussage, die als Zeichen für Vielfalt gedeutet wurde. Die unabhängistische Partei EH Bildu wird von manchen Kreisen beschuldigt, eine unkontrollierte Aufnahmepolitik zu betreiben.
Zahlen, die nicht aufgehen
Jenseits des Bildes speist sich die Debatte aus Makrodaten. Im Zentrum steht das Verfahren zur Regularisierung von Migranten: Rund 500.000 Personen seien regularisiert worden, von 840.000, die nach bestimmten Schätzungen die Voraussetzungen erfüllten. Der Zusammenhang zwischen diesen Regularisierungen und der Kriminalitätsrate ist jedoch ein heikles Terrain, auf dem offizielle Berichte auffällig fehlen.
Eine Kluft, die sich nicht schließt
Fest steht: Das Bild, echt oder nicht, ist bei einem Teil der Bevölkerung angekommen, der in der Einwanderung eine Bedrohung sieht. Während die baskische Regierung darauf besteht, dass es keinen Zusammenhang zwischen Herkunft und Kriminalität gibt, werden nach Nationalität aufgeschlüsselte Daten nicht veröffentlicht. Solange das nicht geschieht, wird das Foto der 79 Festnahmen weiter als politisches Meme kursieren, das die Meinungen spaltet. Und was schlimmer ist: Ohne offizielle Zahlen kann jede Seite das Bild weiter nutzen, um ihre Vorurteile zu bestätigen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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