Biedma und die mutmaßlich progressiven Richter in Spanien

Ein progressiver Flügel des CGPJ lehnte eine Erklärung zur Unterstützung der Richterin Biedma ab, die den Bruder von Pedro Sánchez untersuchte.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ein Teil des Consejo General del Poder Judicial (der spanische Rat der Justiz) weigerte sich, eine institutionelle Erklärung der Unterstützung für die Richterin Biedma zu unterstützen, die während ihrer Ermittlungen gegen den Bruder von Pedro Sánchez bedroht wurde. Der Vorfall entfacht die Debatte über die Politisierung des Justizorganismus neu.

Manche Gesten sagen mehr durch das, was sie auslassen, als durch das, was sie sagen. Die Fraktion im Consejo General del Poder Judicial, die sich mit pogre Gesinnung identifiziert, weigerte sich, eine institutionelle Erklärung der Unterstützung für die Richterin **Biedma** zu unterstützen – eine Magistratin, die **David Sánchez**, den Bruder des Regierungschefs, untersuchte und die schließlich einen Schutz durch das Innenministerium benötigte. Die Erklärung verlangte nicht die Bestätigung ihrer Urteile. Sie verlangte etwas Elementareres: festzuhalten, dass das oberste Organ der Richter an der Seite einer bedrohten Kollegin steht. Sie wurde nicht verabschiedet.

## Was die nicht angenommene Erklärung besagte

Der Text drückte Nähe, Respekt und Solidarität mit der untersuchenden Richterin aus, die laut dem Leitartikel von **ABC** Bedrohungen, Überwachung und Einschüchterungsversuchen ausgesetzt war, die sich auch gegen ihre Familie richteten. Das Innenministerium musste ihr Schutz gewähren. Die Erklärung beabsichtigte nicht, die inhaltliche Richtigkeit ihrer Ermittlungen zu bewerten oder sie vor Kritik abzuschirmen. Sie erkannte lediglich eine unangenehme Tatsache an: Eine Richterin, die ihre Arbeit erfüllt, benötigte am Ende einen Personenschutz.

Die Ablehnung zwingt zu der Frage, ob einige Mitglieder in der Lage sind, ihre politischen Zugehörigkeiten bei elementaren Entscheidungen zurückzustellen. Eine Ideologie zu haben, ist nicht das Problem. Das Problem ist, wenn diese Ideologie schwerer wiegt als die Verteidigung einer Berufskollegin in Not.

## Das Schweigen der Verbände und die Rissbildung im System

Zur Verweigerung des pogre Blocks kommt das Schweigen der pogre Justizverbände hinzu, die keinen ausreichenden Grund sahen, sich für eine Kollegin einzusetzen. Dieses Schweigen ist ebenfalls eine Position. Und es lässt eine unangenehme Frage offen: Wenn die Richter selbst ihre Unabhängigkeit nicht schützen, wer wird es dann tun?

Die richterliche Unabhängigkeit darf nicht davon abhängen, wer untersucht wird oder von der Sympathie derer, die sie verteidigen müssen. Wenn das Kriterium für den Schutz eines Richters die politische Identität des Verdächtigen ist, leidet das gesamte System. Der Riss reicht bis in das Gewölbe der Justiz, und das ist keine Metapher: Es ist eine ziemlich wörtliche Beschreibung dessen, wo das Problem liegt.

## Warum dies über den Einzelfall hinaus wichtig ist

Es geht nicht darum, bei jedem gerichtlichen Vorgehen geschlossen aufzutreten. Es geht darum, diejenigen zu verteidigen, die Einschüchterungen erleiden, weil sie ihre Pflicht erfüllen. Die Weigerung, dies zu tun, diskreditiert den **CGPJ** selbst und schürt Zweifel an seiner Unabhängigkeit. Wenn der pogre Block der Meinung war, dass die Erklärung seine Unterstützung nicht verdient, sollte er seine Gründe erklären. Die Gründe, die sich aus seinem Schweigen ergeben, sind, gelinde gesagt, alarmierend.

Die jüngere Geschichte Spaniens zeigt, wohin die Einschüchterung derer führt, die die Justiz verwalten. Deshalb ist es schwer nachvollziehbar, warum manche angesichts eines solchen Vorfalls den Schutz der Macht vor dem Schutz derer vorziehen, die sie untersuchen. Die richterliche Unabhängigkeit ist eine Garantie des Rechtsstaats, kein Gefallen, der je nach Zielscheibe gewährt wird.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (0 Antworten).

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