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Bericht: Bedman erhielt 63.000 Euro von Intereconomía
Ein Forumsteilnehmer behauptet, Lidia Bedman habe 2019 jährlich 63.000 Euro vom Vox-nahen Medienunternehmen Intereconomía erhalten.
Abascals Ehefrau erhält 63.000 Euro von Intereconomía
Lidia Bedman, die Ehefrau von Santiago Abascal, soll im Jahr 2019 jährlich 63.000 Euro vom Medienkonzern Intereconomía erhalten haben, wie aus den Informationen hervorgeht, die diese Angelegenheit aufbrachten. Die Summe allein stellt kein Verbrechen dar. Was sie politisch brisant macht, ist der Kreislauf: Intereconomía ist ein der Partei Vox nahestehendes Unternehmen, das seinerseits erhebliche Gelder von dieser Partei erhält. Die Frau des Parteichefs rechnet mit dem Unternehmen ab; das Unternehmen wird von der Partei bezahlt, die er führt. Sie kochen es selbst und essen es selbst, fasst den Verdacht zusammen.
Ein geschlossener Kreislauf: Vox beauftragt Intereconomía, dieses zahlt an Bedman
Der Ablauf ist einfach: Vox beauftragt Dienstleistungen bei Intereconomía. Intereconomía wiederum zahlt der Ehefrau des Parteivorsitzenden für professionelle Dienstleistungen. Kein Teil dieses Prozesses ist grundsätzlich illegal: Ein privates Unternehmen kann einstellen, wen es will, und so viel zahlen, wie vereinbart.
Das Problem zeigt sich erst im Gesamtbild. Das Geld fließt aus den Kassen der Partei in ein verbundenes Medienunternehmen, und ein Teil davon landet schließlich in der Tasche der Familie des Anführers. Es bedarf keines Verbrechens, damit das Bild politisch toxisch wirkt: Eine Partei, die sich als Vorreiterin der Erneuerung gibt, finanziert indirekt das Gehalt der Frau ihres Chefs.
Ist es legal, dass Abascals Ehefrau Rechnungen an Intereconomía stellt?
Ja, es ist legal. Ob es sauber ist, steht auf einem anderen Blatt. Dies ist die Schlussfolgerung in fast allen Analysen, auch in den kritischsten. Der rechtliche Standpunkt besagt, dass es sich um eine Geschäftsbeziehung zwischen Privatpersonen und einem privaten Unternehmen handelt: Es sind keine öffentlichen Gelder involviert, keine Vergabe öffentlicher Aufträge liegt vor, und zum Zeitpunkt dieser Diskussion gibt es keine Anklage oder gerichtliche Entscheidung.
Dem gegenüber steht jedoch ein schwer zu leugnender ethischer Vorwurf. Kritiker argumentieren, dass der Vertrag nicht durch die Qualifikation der Angestellten gerechtfertigt sei, sondern durch ihre familiäre Verbindung – Nepotismus, wenn auch in legaler Form. Die Verteidigung jener, die nichts Unrechtes sehen, lautet schlicht: Wenn die Arbeit geleistet wurde, ist die Bezahlung normal.
Öffentliche oder private Gelder: Das Argument, das den Vorwurf abschwächt
Ein entscheidender Detailunterschied liegt in der Herkunft des Geldes. Wenn ein angezweifeltes Gehalt aus öffentlichen Mitteln gezahlt wird, ist die Verurteilung sofortig und einstimmig. Hier ist der Zahler ein privates Unternehmen, was den strafrechtlichen Vorwurf mildert, auch wenn der politische Schaden bleibt.
Manche vergleichen beide Szenarien und kommen zu dem Schluss, dass sie nicht gleichzusetzen sind: Im ersten Fall ist der Steuerzahler betroffen, im zweiten der Aktionär oder Werbekunde. Die Gegenargumentation lautet, dass auch die ultimative Quelle des Geldes relevant ist: Wenn das zahlende Unternehmen von Werbung und Verträgen der Partei lebt, ist es letztlich der militante Steuerzahler, der die Operation finanziert.
Warum wird eine Influencerin statt einer Agentur engagiert?
Hier wird die Sache schwieriger. Die Engagierte ist eine Persönlichkeit mit Präsenz in sozialen Medien, mit 240.000 Trinc auf Instagram laut den im Thread genannten Daten. Sie postet Inhalte über Mode, Reisen und Familienleben und scheint mit einem Bekleidungsgeschäft verbunden zu sein, das den Familiennamen trägt.
Zum Vergleich wird oft Carmen Lomana herangezogen, die laut denselben Daten 592.000 Trinc hat, also etwa doppelt so viele Zuschauer. Befürworter des Vertrags sagen, dies sei der Markt und Unternehmen zahlten für Reichweite. Kritiker entgegnen, dass Lomana von Parfüm- oder Modefirmen gebucht werde, nicht von Medienhäusern, und dass die Bedman zugeschriebene Tätigkeit nicht mit einem mittleren Managergehalt übereinstimme. Die Kritik geht weiter: Für eine Partei, die sich als Kämpfer gegen Verschwendung präsentiert, ist dieses Bild schwer zu verkaufen.
Von der Rechnung zur Fundación Disenso
Einige Beobachter halten die 63.000 Euro für die Spitze des Eisbergs. Ihr Fokus liegt auf der Fundación Disenso, einer aus Vox hervorgegangenen Stiftung, in die angeblich mehrere Millionen Euro aus Parteifonds umgeleitet wurden, wobei Abascal als lebenslanger Präsident fungieren soll. Diese Behauptungen werden ohne öffentliche Dokumentation gestützt, zeigen aber wohin sich die Kritik richtet, wenn die Rechnung selbst nicht mehr die Schlagzeile bestimmt.
Ein Warnhinweis ist angebracht: Am Rande des Falls kursieren auch Verschwörungstheorien über angebliche ausländische Loyalitäten des Vox-Chefs, für die es keinerlei Beweise gibt und die jede seriöse Analyse der wirtschaftlichen Aspekte trüben.
Was riskiert Vox in dieser Angelegenheit?
Der Fall vereint alle Zutaten eines langsamen Erosionsprozesses: konkrete Zahlen, eine direkte familiäre Bindung und eine Partei, deren Narrativ auf Vorbildlichkeit basiert. Er enthält aber auch alle Elemente eines Falls, der im Sande verläuft: Ohne öffentliche Gelder, ohne Anklage und ohne bekannte Gerichtsentscheidung ist es schwierig, ihn langfristig aktuell zu halten.
Wenn es nur bei der Rechnung und dem Namen der Angestellten bleibt, wird sich die Affäre wahrscheinlich im Rauschen und in Widerlegungen auflösen. Sollte jedoch jemand die Konten der Stiftung prüfen und Unregelmäßigkeiten finden, ändert die Geschichte ihren Umfang und ihre Protagonisten. Bis heute ist das einzige Überprüfbare klein: 63.000 Euro und ein Kreislauf, der zwar kein Verbrechen ist, aber auch kein Beispiel für Transparenz.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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