Behauptung: Der Iran-Krieg sei nur Inszenierung

Eine verbreitete Behauptung sagt, Iran, teures Öl und ein schwacher Dollar dienten dazu, Inflation zu verteilen. Der offizielle VPI liegt seit 2002 kumuliert bei 42 %.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Manche behaupten, der Konflikt mit dem Iran sei eine Inszenierung, damit die USA und ihre Verbündeten Öl und Inflation steuern können. Für eine solche Inszenierung gibt es keine Beweise, wohl aber Daten zu Rohöl, Dollar und VPI.

Die Idee, der Krieg mit dem Iran sei ein Schauspiel, kursiert als Verdacht, nicht als nachgewiesene Tatsache. Wer sie vertritt, verknüpft drei Elemente: Öl, Dollar und Inflation. Rohöl ist die am meisten gehandelte Ware im Weltverkehr, und ein hoher Preis stärkt die Einnahmen der Exporteure. Theoretisch erleichtert er auch die Schuldenlast der USA, die in eigener Währung ausgegeben werden.

## Teures Öl und Dollarschulden

Ein schwacher Dollar verteuert europäische Importe und trifft Länder, die Reserven in dieser Währung halten. Diese Notenbanken sehen sich gezwungen abzuwerten, um nicht an Wettbewerbsfähigkeit zu verlieren – daraus entsteht mehr Inflation. Die Kette ergibt rechnerisch Sinn, sie auf einen bewusst geführten Krieg zurückzuführen, ist etwas anderes.

Die ursprüngliche Botschaft geht weiter: **Trump** und **Netanyahu** hätten bereits die Bösewichter gespielt, und jetzt seien Regierungen der Eintracht dran, die Lage zu beruhigen. Das ist eine politische Lesart, keine Tatsache.

## Der VPI und die Zahl von 42 %

Die konkreteste Zahl ist die des VPI: kumuliert **42 %** seit **2002**. Darauf aufbauend rechnet mancher, dass die tatsächliche Inflation über **70 %** liegt. Diese zweite Zahl ist eine umlaufende Schätzung, keine offizielle Statistik, und sollte auch so behandelt werden.

Der offizielle Index misst einen bestimmten Warenkorb. Seine Methodik zu hinterfragen ist legitim; ihn als Betrug zu bezeichnen, ist eine Meinung, kein Ergebnis.

## Munition, Aufrüstung und gedrucktes Geld

Das andere Bein der Erzählung ist militärisch: Der Munitionsverbrauch diene als Vorwand, die europäische Aufrüstung voranzutreiben und mehr Staatsausgaben zu rechtfertigen. Diese Behauptungen sind nicht belegt und vermischen Verteidigungs- mit Geldpolitik.

Wenn Sie davon finanziell betroffen sind, konsultieren Sie vor Entscheidungen einen professionellen Berater.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (1 Antworten).

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