Begoña Gómez' Familie zahlt Muface nur 850 Euro Miete für Madrider Penthouse

Ein 115 Quadratmeter großes Penthouse in der San-Bernardo-Straße an der Gran Vía im Zentrum von Madrid wird seit 2023 für 850 Euro im Monat vermietet – weit unter dem Marktpreis.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die Familie von Begoña Gómez mietet seit Jahren ein 115 Quadratmeter großes Penthouse im Zentrum von Madrid für 850 Euro im Monat – eine Miete, die weit unter dem Marktniveau liegt. Der Vertrag läuft auf den Namen von Sabiniano Gómez, dem 2024 verstorbenen Schwiegervater von Pedro Sánchez, und dessen Bruder Francisco.

Der Preis für ein 115-Quadratmeter-Penthouse im Zentrum von Madrid kann das Vierfache der Miete betragen, die die Familie von Begoña Gómez zahlt. Seit mindestens 2015 ist die Immobilie laut offiziellen Unterlagen von Muface auf den Namen von **Sabiniano Gómez**, des 2024 verstorbenen Schwiegervaters von Pedro Sánchez, und dessen Bruder **Francisco Gómez** gemietet. Die Beamten-Krankenkasse ist Eigentümerin des Gebäudes in der San-Bernardo-Straße, direkt an der Madrider Gran Vía.

## Eine Miete von 850 Euro, 2023 angepasst

Der aktuelle Betrag geht aus einer offiziellen Mitteilung von Muface vom **19. Juni 2023** hervor. Bis dahin lag die Miete bei **9.844 Euro jährlich**, umgerechnet 822 Euro im Monat. Nach dieser Anpassung stieg sie auf **10.247 Euro pro Jahr**, also 853 Euro monatlich. Umgangssprachlich ist von rund 850 Euro im Monat die Rede.

Das Dokument ist von der Leiterin des Vermögensverwaltungsdienstes der Behörde unterzeichnet und stellt fest, dass der Vertrag nach dem **9. Mai 1985** abgeschlossen wurde. Dieses Detail ist wichtig: Bei Mietverträgen vor diesem Datum darf der Mieter bis zu seinem Tod in der Wohnung bleiben und das Mietrecht sogar auf den Ehepartner übertragen, mit Anpassungen nur an den VPI. Das trifft hier nicht zu.

Die Anpassung von 2023 erfolgte nach Angaben derselben Mitteilung auf Basis des VPI. Es gab also weder eine Verhandlung nach oben noch eine Anpassung an die Mietpreise der Gegend.

## Was man in Madrid für dieses Geld mieten kann

Zur Einordnung: Für 850 Euro im Monat bietet der Madrider Markt derzeit ein **28 Quadratmeter** großes Studio mit Blick auf einen Innenhof im ersten Obergeschoss an. Das betreffende Penthouse hat 115 Quadratmeter und Blick auf die bekanntesten Gebäude der Innenstadt.

Die Gegend gilt als angespannter Mietmarkt mit stark gestiegenen Preisen. Eine Immobilie dieser Art kann das Vierfache dieser Monatsmiete erzielen. Andere Schätzungen liegen bei **3.500 bis 4.500 Euro im Monat** für eine vergleichbare Wohnung.

Der Vertrag geht auf das Jahr **1986** zurück, damals entsprach die Miete **272 Euro monatlich**. Fast vier Jahrzehnte später liegt sie kaum über 900 Euro. Die Differenz zwischen der gezahlten Miete und dem heutigen Marktwert ist wirtschaftlich gesehen der Kern der Sache.

## Drei Immobilien und fast vier Jahrzehnte Kosten

Die Familie Gómez mietet drei Einheiten im selben Gebäude in der San Bernardo 38: ein Gewerbelokal, eine Wohnung im ersten Obergeschoss und das Penthouse im sechsten Stock. Muface hat fast vier Jahrzehnte lang die Kosten für die Instandhaltung des Gebäudes getragen, von kleinen Reparaturen bis zu größeren Arbeiten, mit Gesamtkosten von über **200.000 Euro**.

Dieses Detail fügt der Rechnung eine weitere Ebene hinzu: Nicht nur die Miete ist niedrig, auch die Erhaltungskosten trägt die kassenführende Krankenkasse. Bei einem gewöhnlichen Mietvertrag fielen viele dieser Arbeiten in die Verantwortung des Vermieters, doch das über so lange Zeit angesammelte Ausmaß ist es, was auffällt.

Muface ist die Krankenkasse, die die Gesundheitsversorgung der Beamten verwaltet. Dass sie zugleich Eigentümerin des Gebäudes ist und die Miete festlegt, die eine Familie zahlt, die mit dem Regierungschef verbunden ist, hat den Fall zum Thema der öffentlichen Debatte gemacht.

## Ein Vertrag ohne Altmietrecht

Der rechtliche Schlüssel liegt im Datum. Verträge vor dem **9. Mai 1985** unterliegen einem Sonderregime, das das Mietverhältnis bis zum Tod des Mieters verlängert und die Übertragung auf den Ehepartner erlaubt, mit Anpassungen entsprechend dem VPI. Der Penthouse-Vertrag ist später datiert, wie das Muface-Dokument selbst ausweist.

Das bedeutet, dass er dem spanischen Mietrecht nach 1985 unterliegt, das Mieterhöhungen erlaubt und andere Fristen und Bedingungen vorsieht. Die Anpassung von 2023 ist also weder eine Ausnahme noch ein Privileg aus einem alten Gesetz: Sie ist die ganz normale Aktualisierung eines laufenden Vertrags.

Die Frage, die über dem Fall schwebt, ist, warum eine öffentliche Behörde jahrzehntelang eine Miete weit unter Marktniveau in einer der teuersten Gegenden Madrids akzeptiert. Die Antwort liegt vorerst in den Unterlagen: weil der Vertrag so abgeschlossen wurde und die Anpassungen auf den VPI beschränkt blieben.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (3 Antworten).

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