Zapatero war kein Linker, sagt das Forum

Wir diskutieren im Forum, ob Spaniens Ex-Regierungschef Zapatero wirklich links war – anhand seiner Wirtschaftsreformen und der Skepsis gegenüber der aktuellen politischen Erzählung.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Der Mythos der Linken: Warum Zapatero nicht hineinpasst

Die neueste Obsession im Forum ist nicht der Euribor, sondern die Umdeutung der jüngeren Vergangenheit: War Zapatero wirklich ein linker Ministerpräsident? Während die offizielle Erzählung sich angesichts der aktuellen Skandale von seinem Erbe zu distanzieren versucht, erzählen die Zahlen auf dem Tisch eine Geschichte von Kürzungen, Bankenrettungen und Verfassungsreformen, die mit dem sozialistischen Ideal wenig zu tun haben.

Die Bilanz, die die Erzählung widerlegt

Die kognitive Dissonanz ist vollständig. Ein Teil des Forums beharrt vehement darauf, dass Zapatero kein Linker ist, und führt eine Liste von Maßnahmen an, die unter jeder ökonomischen Analyse von der pogre Orthodoxie abweichen: von der Anhebung des Renteneintrittsalters von 65 auf 67 Jahre und dem Renteneinfrieren bis zur Verfassungsreform zur Absicherung der Schuldentilgung. Die Mehrwertsteuererhöhung von 16 % auf 18 % und die 5-prozentige Gehaltskürzung für Beamte sind die Punkte, die am meisten schmerzen bei denen, die noch immer eine ideologische Reinheit suchen, die es laut vielen nie gab.

Die Falle des ideologischen Etiketts

Für den durchschnittlichen Burbuja-Nutzer ist die Debatte, ob Zapatero links war oder nicht, ein Rauchvorhang. Die vorherrschende Haltung besagt, dass die Links-rechts-Achse ein Instrument zur Massenablenkung ist. Man argumentiert, dass nach dem Fall der großen Blöcke eine globalistische Sozialdemokratie übrig geblieben ist, die unabhängig von ihrer Farbe dieselben Ziele verfolgt. Die Linke, so heißt es, ist tot und begraben; was wir heute sehen, ist ein liberales Surrogat mit dem Segen der Herrschenden.

Ist dieser Distanzierungsversuch eine bewusste Strategie, um die Gegenwart weißzuwaschen, oder einfach die Erkenntnis, dass Ideologie letztlich nur Kosmetik ist? Die Frage, die in der Luft bleibt: Wird der Wähler weiter das Mantra kaufen, dass es beim nächsten Mal besser wird, während sich die ökonomische Realität über die politischen Farben hinwegsetzt?

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (64 Antworten).

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