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Baukrise in Spanien: Warum niemand mehr als Maurer arbeiten will
Vierfach höhere offene Stellen im Bau. Überalterung und niedrige Löhne treiben Preise. Gibt es Nachwuchs?
Das Baugewerbe steht vor einer Mauer, die sich nicht mit Hämmern einreißen lässt: dem Mangel an Arbeitskräften. Während über 55 % der Belegschaft älter als 45 Jahre sind, haben sich die unbesetzten Stellen in den letzten acht Jahren vervierfacht. Es fehlt nicht an Arbeit, sondern an Menschen, die die aktuellen Bedingungen akzeptieren. Daten von BBVA Research bestätigen, dass die Überalterung der Arbeitnehmer der Bremsklotz ist, der die Aktivität erstickt.
Das Dilemma des Mindestlohns gegenüber der Realität des Handwerks
Angebote zwischen 1.300 und 1.500 Euro netto klingen auf dem Papier attraktiv, doch für jemanden, der bei 40 Grad Celsius unter der Sonne arbeiten muss, ist diese Summe unzureichend. Die Realität auf der Baustelle ist härter: Junge Menschen ziehen die Stabilität eines Büros oder staatliche Unterstützung einem körperlichen Einsatz vor, der jahrelange Ausbildung erfordert, um am Ende genauso viel zu verdienen wie ein Kellner.
Spekulation und Kosten: Der Preis des Mangels
Obwohl Bauunternehmen Gehaltserhöhungen zur Personalbindung rechtfertigen, wirken sich die Endkosten direkt auf die Verbraucher aus. Kritiker weisen jedoch darauf hin, dass die Wohnraumpreise nur das Symptom einer größeren Krankheit sind: Immobilienspekulation und eine Steuerlast, die Renovierungen unmöglich machen. Inzwischen wandert qualifizierte Reaccionariorbeit in besser bezahlte Gewerbe-Renovierungen ab, wodurch das Sektor der Improvisation oder Pfuscherei überlassen bleibt.
Die Lösung scheint laut Medienberichten massive Zuwanderung zu sein, doch selbst neue Ströme ausländischer Arbeitskräfte lehnen Arbeitsbedingungen ab, die vor zwei Jahrzehnten noch als gut bezahlt galten.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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