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Barcelona setzt Regierungsplan zur Mietregulierung bereits um
Ein Immobilienexperte erklärt, dass die Regierung die Legalität von Zeitmietverträgen an Baupläne bindet und eine Steuer für Großvermieter vorbereitet.
Barcelona setzt Regierungsplan zur Mietregulierung bereits um
Die Regulierung von Zeitmietverträgen und Zimmervermietung wirkte zunächst wie ein zaghafter Schritt. Dem war nicht so. Der Schlüssel liegt in einer Klausel, die die Legalität dieser Verträge an die kommunale Bauleitplanung bindet. Dies ebnet den Weg für Städte, solche Vermietungen faktisch in ganzen Stadtvierteln zu verbieten. Der Immobilienexperte Sergio Gutiérrez betont, dass der «geheime Plan» der Regierung «bereits angelaufen ist», und nennt Barcelona als das Labor, in dem das Modell getestet wird: Die Stadt bereitet bereits die Änderung ihres Flächennutzungsplans vor, um Ferienwohnungen und die Untervermietung von Zimmern einzudämmen.
Was ändert sich durch das digitale Mietregister?
Das Gesetz verlangt die digitale Registrierung von Objekten und Zimmern, die für die Zeitvermietung genutzt werden. Bis hierhin reine Formalie. Das Problem beginnt danach: Die Eintragung reicht nicht aus, wenn der lokale Flächennutzungsplan diese Nutzung nicht vorsieht. Der Staat steckt also den Rahmen ab, aber die Kommunen entscheiden, wie streng sie schrauben. Barcelona, Vorreiter bei der Regulierung, hat in seiner Kommission für Ökologie, Stadtentwicklung, Mobilität und Wohnen die Normen zur Bekämpfung missbräuchlicher Nutzung bereits im Entwurf genehmigt. Der Text sieht zudem vor, über 10.100 Ferienwohnungen vom Markt zu nehmen.
Manche sehen darin nur eine ordnungspolitische Maßnahme. Andere erkennen etwas Größeres: Den ersten Schritt, damit die Zeitvermietung kein Schlupfloch mehr ist, sondern zur Randerscheinung wird. Optimisten im Sektor warnen, dass das katalanische Vorbild 2025 auf andere Städte übergreifen könnte.
Steuer für Eigentümer mit mehr als drei Wohnungen
Neben der baurechtlichen Regulierung kommt eine steuerliche Komponente hinzu. Berichten zufolge plant die Regierung eine Steuer für Eigentümer von mehr als drei Wohnungen. Ziel ist es, Spekulation zu bremsen und «Ferienwohnungen sowie andere missbräuchliche Nutzungen» einzudämmen. Diese Kombination schafft ein unangenehmes Szenario für kleine Vermieter, die zwei oder drei Immobilien als Einkommensergänzung gekauft haben. Für sie häufen sich nun die Pflichten: Registrierung, Kontrollen, Sanktionen und zusätzliche Steuern.
Die Reaktion des Marktes ließ nicht auf sich warten. Einige Experten argumentieren, dass eine Besteuerung der Eigentümer die Mieten nicht senkt, sondern das Angebot verknappt und Preise treibt. Gegenargument: Der private Wohnungsbestand sei ein Geschäft mit steigender Rendite und sinkendem Risiko geworden; ohne Eingriffe sei Wohnraum für Erbenlose unerreichbar. Beides kann gleichzeitig wahr sein – genau das ist das Dilemma.
Mietstreiks und der Kampf gegen Gesetzeslücken
Der Unmut bleibt nicht in Amtsstuben. In Salou haben 23 Familien eines sozialen Wohnungsblocks einen Mietstreik begonnen. Dieser noch minoritäre Akt deutet auf eine Stimmungswende hin, die manche als Vorboten größerer Konflikte lesen. Im Hintergrund steht die Frage, ob das aktuelle Recht Mieter aussetzen kann, die wegen missbräuchlicher Bedingungen die Zahlung verweigern, und welchen politischen Preis man dafür zahlt.
Währenddessen rüstet die Verwaltung auf. Es gibt Pläne für Meldehotlines für illegale Ferienwohnungen, mehr Kontrollen und ein Sanktionssystem, das jede Einnahme transparent macht. Die «digitale Akte» der Miete mit ihren Registrierungs- und Steuerspuren zielt darauf ab, keinen Vertrag mehr im Dunkeln zu lassen.
Das Bild zeigt einen zweigeteilten Markt. Auf der Seite stehen große Investoren und Fonds, die Mietausfälle, Prozesse und Leerstand locker wegstecken. Auf der anderen Seite der private Eigentümer mit Kredit, der jeden Euro Miete braucht, um die Rate zu tilgen, und jetzt merkt, dass sein Vorsorgeplan regulatorischen Ablaufdaten unterliegt. Wie viele dieser Kleinvermieter halten durch, bevor sie verkaufen – und an wen?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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