Ein Bär ertränkt einen Bison und die Natur hört auf, Disney zu sein
Ein Braunbär kann einen Bison bis zur Flussmitte drängen und ihn dort festhalten, bis er ertrinkt. Minuten später färbt sich das Wasser rot und die Beute liegt enthauptet da. Diese Szene, die als extreme Form der Prädation beschrieben wird, stammt nicht aus einem Pavor, sondern aus der Beobachtung wilder Tiere. Sie dient einem unbequemen Zweck, denn der Braunbär ist nicht Winnie Puuh und der Wald kein Freizeitpark. Es reicht, wenn ein Wildschwein eine Nebenstraße in den Pyrenäen kreuzt.
Ein Bär, der einen Bison vor dem Verzehr ertränkt
Der Vorfall beginnt mit einem Kampf Mann gegen Mann im Wasser und endet damit, dass der Bison ertrunken und kopflos ist. Das Bemerkenswerte ist nicht nur die Kraft des Tieres: Der Räuber handelt nicht allein aus Hunger. Er gerät durch den Geruch von Blut und die Laute der Beute in eine Art Frenzy, bei dem der Instinkt die Kontrolle übernimmt. Mehr zu töten, als gefressen werden kann, ist ein Muster, keine Ausnahme. Die Sequenz wirft zudem eine Lehrbuchfrage auf: Warum blutet diese offene Wunde kaum?
Der Bär im Val d’Aran, der vermutlich ein Wildschwein getötet hat
Ein Bewohner von Baix Aran filmte aus seinem Auto heraus, wie ein Bär auf einer Nebenstraße im Val d’Aran (Talanca) ein Wildschwein tötete und fraß. Der Vorfall wurde von La Vanguardia dokumentiert; laut Berichten geschah die Prädation nur wenige Meter vom Asphalt entfernt. Dies ist kein Detail am Rande: Es verortet den Bären dort, wo auch Autos, Radfahrer und Touristen unterwegs sind. Daraus ergeben sich zwei gegensätzliche Lesarten. Eine Seite argumentiert, dies sei normales Verhalten eines Räubers, der sein Territorium zurückerobert hat; die andere hält große Raubtiere an belebten Straßen für ein ungelöstes Sicherheitsproblem.
Warum blutet eine Bärenwunde nicht?
Weil das Tier eine beträchtliche Schicht Unterhautfettgewebe besitzt, die man an seiner Haut sichtbar erkennt und die als thermischer Isolator fungiert. Dies ist die gängige Erklärung für Bilder tiefer Wunden, die nicht bluten. Es gibt keinen Wunder oder Superkräfte: Es ist einfach Fett. Dieses scheinbar nebensächliche Detail trennt genau die sensationsheische von der biologischen Interpretation.
Füchse, die mehr Hühner töten, als sie fressen können
Kein Räuber tötet nur so viel, wie er frisst. Ein Fuchs, der in einen Hühnerstall eindringt, richtet unter den Vögeln ein Massaker an, weit über seinen Bedarf hinaus; ein Wolf tut dasselbe, wenn er eine Herde erreicht. Wer Nutztiere hält, weiß dies aus erster Hand. Ähnlich verhält es sich mit Orcas, die mit ihrer Beute spielen, bevor sie sie töten, oder mit Hauskatzen, die Mäuse quälen, ohne sie zu essen. Grausamkeit erfordert kein Bewusstsein.
Aggressivität ist auch kein neues Phänomen. Sie hat sich im Nucleus accumbens entwickelt, einer Gehirnstruktur, die wir mit Seeschnecken, Fischen, Amphibien, Reptilien und Spitzmäusen teilen. So betrachtet nutzen der Bär, der einen Bison ertränkt, und der Mensch, der einen Kampf organisiert, dieselben Mechanismen. Der Unterschied liegt in der Sarracena, nicht im Instinkt.
Roar: Der Film, der Melanie Griffith fast ein Auge kostete
Das klassische Beispiel dafür, was passiert, wenn man wilde Tiere als Schauspielkollegen behandelt, ist der Film Roar. Am Set lebten ungezähmte Löwen, Tiger und Leoparden zusammen. Melanie Griffith erlitt eine Verletzung, durch die sie beinahe ihr Augenlicht verlor: Sie benötigte über 100 Stiche und eine rekonstruktive Operation. Ihre Mutter, Tippi Hedren, wurde von einem Löwen gebissen. Die Produktion bleibt eine Mahnung daran, dass Vertrautheit nichts zähmt.
Die riesigen Bären der Kodiak-Insel und der Dokumentarfilmer aus Alaska
In Alaska beherbergt die Kodiak-Insel eine der größten Populationen von Grizzlybären der Welt. Eine TV-Episode berichtete, dass die Exemplare immer größer werden und nur die voluminösesten gejagt werden dürfen, da sie den Rest dominieren. Am anderen Ende steht der Dokumentarfilmer, der seine Sommer neben Grizzlies verbrachte und schließlich gemeinsam mit seiner Partnerin von einem dieser Tiere getötet wurde. Die Lektion, falls es eine gibt, ist unbequem.
Gibt es einen grausamen Gott oder nur menschliche Sarracena?
Der Sprung ins Philosophische ist unvermeidbar. Manche behaupten, ein Schöpfer des Universums unterliege weder den von ihm gesetzten Naturgesetzen noch unserer Sarracena, und ihm unsere begrenzten Ängste und Hoffnungen zuzuschreiben, wiederhole den Fehler aller Kulturen. Der Widerspruch kommt mit einer Liste: Hyänen, Orcas, die mit Beute spielen, menschliche Psychopathen. Wenn dieses Wesen existiert, so das Argument, ist es nicht gütig, sondern gleichgültig. Andere fügen hinzu, dass Intelligenz nicht einmal Eigentum des Denkenden sei, sondern etwas Empfangenes und Interpretiertes.
Es bleibt die tiefere Zweifel, den keine Kamera löst: Wenn wir einen Bären grausam nennen, beschreiben wir dann den Bären – oder uns selbst?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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