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Bankoa-Einlage Tookam sinkt von 2,1 % auf 0,5 % effektiven Jahreszins
Das Angebot von Tookam startete mit einem Willkommenszins von 2,1 % TAE, sank jedoch auf 0,5 %. Undurchsichtige Gebühren und gebundenes Kapital enttäuschten Kunden.
Tookam startet mit 2,1 % TAE und endet bei nur 0,5 %
Wie lange hält ein Zinssatz von 2,1 % TAE wirklich? Bei Tookam dauerte es nur so lange, bis die neue Bank feststellte, dass sie nicht so viel zahlen muss. Bankoa — ein kleines baskisches Institut, das unter dem Dach des französischen Riesen Crédit Agricole steht — präsentierte sein Online-Banking mit einer Willkommensrate von 2,1 % TAE für drei Monate. Das Angebot war mit den tookets versehen, Punkten, die das Institut in Geld für soziale Zwecke umwandelt. Auf dem Papier übertraf das Angebot die damaligen Konditionen von ING oder Openbank. In der Praxis lief die Zeit jedoch bereits gegen die Kunden.
Die 2,1 % TAE für drei Monate und das Kleingedruckte
Die erste Falle war keine direkte Täuschung, sondern eine Laufzeitbindung. Die 2,1 % TAE galten für eine dreimonatige Festgeldanlage, bei der das Kapital bis zum Ende der Laufzeit gebunden war. Eine vorzeitige Abhebung führte nicht nur zum Verlust der anstehenden Rendite, sondern bedeutete auch den Verzicht auf bereits erwirtschaftete Zinsen. Wer ein flexibles Produkt erwartete, konnte sich nur irren; es war ein klassisches Festgeld, das als modernes Konto getarnt wurde. Das Geld war festgeschrieben. Drei Monate sind zwar keine Ewigkeit, aber im schnelllebigen Festgeldmarkt wiegt jede Bindung doppelt schwer.
Die undurchsichtigen Gebühren von Tookam
Das Vorvertragliche Informationsblatt, das Gebührenverzeichnis und die Währungsumrechnungsgebühren wurden zum Schwachpunkt. Kunden, die vorab die Kosten für Überweisungen, Geldautomaten oder Dollar-Käufe prüfen wollten, fanden auf der Website zwar ein fertig gestaltetes Design, aber keine leicht zugänglichen Dokumente. Die Verträge wurden per Post zugestellt statt digital — wenig überraschend für eine Bank, die sich als digital verkauft. Ein Kauf in Dollar endete mit einem Aufschlag, den ein Kunde auf 2 % über dem offiziellen Wechselkurs schätzte, ohne die entsprechende Klausel finden zu können. Zudem verlangte der Kundenbereich selbst nach der Validierung des elektronischen Personalausweises (DNI electrónico) weiterhin ständig Passwörter.
Von 2,1 % auf 0,5 %: Der Zinsschnitt vertreibt Kunden
Das Willkommensangebot konnte die Laufzeit nicht mit dem ursprünglichen Zinssatz abschließen. Im März 2016 sank der Zinssatz auf 1,95 % TAE, und kurz darauf verschwand das Produkt ganz vom Markt: Tookam strich die Willkommensrate und bot als einzige Option nur noch ein Verde-Festgeld mit 0,5 % TAE an. Der Absturz kam so schnell, dass einige Kunden nur einen Tag zu spät kamen. Die Reaktion war vorhersehbar: Geld abheben, Konto schließen und nach dem nächsten Angebot suchen. Da andere Institute damals höhere Zinsen boten, hatten mobile Sparer ihre Koffer bereits gepackt.
Frankreich zahlt 4 %: Warum zahlt Spanien nur die Hälfte?
Der Vergleich mit der französischen Muttergesellschaft war der häufigste Vorwurf. Während die spanische Tochter 2,1 % anbot, wurde das entsprechende Produkt auf der anderen Seite der Pyrenäen laut Beobachtern mit 4 % beworben. Die zynische Lesart — „hier zahlt man weniger, weil man es kann“ — kollidiert mit der damaligen These: Die Banco de España (die spanische Zentralbank) habe die Banken darauf eingeschworen, die Vergütung der Verbindlichkeiten nicht zu stark anzuheben. Sollte diese Koordination existiert haben, musste Tookam den Zins gar nicht massiv erhöhen; es reichte, die Konkurrenz zu übertreffen. Die implizite Schlussfolgerung: Die Margen werden nicht geteilt, sondern einbehalten.
Die Macht der Verbraucher beschränkt sich darauf, die Koffer zu packen und bessere Ufer zu suchen. Am Ende erzählt der Kalender selbst den besten Witz: Der Neuling, der versprach, mehr als alle anderen zu zahlen, brauchte weniger Zeit, um sich dem Standard der etablierten Banken anzupassen, als um einen treuen Kunden zu gewinnen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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