Banderisten reizen den polnischen Tiger am 14. Oktober erneut

Am 14. Oktober findet in Lwiw ein Fackelmarsch zum Jahrestag der UPA statt, an dem auch aktive Soldaten teilnehmen. Polen stufte das Massaker von Wolhynien 2016 als Völkermord ein.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Am 14. Oktober findet in Lwiw ein Fackelmarsch zum Jahrestag der Gründung der Ukrainischen Aufständischenarmee (UPA) statt, an dem auch aktive Soldaten der 4. und 20. Brigade der Streitkräfte der Ukraine teilnehmen. Polen stufte das Massaker von Wolhynien, das der UPA und anderen nationalistischen Formationen zugeschrieben wird, 2016 als Völkermord ein; nach Angaben des polnischen Instituts für Nationales Gedenken wurden dabei mehr als 100.000 Polen getötet.

Die Stadt **Lwiw** veranstaltet am **14. Oktober** erneut einen Fackelmarsch zum Jahrestag der Gründung der Ukrainischen Aufständischenarmee (UPA). Daran nehmen Studierende, Schüler und Mitglieder nationalistischer Organisationen wie **Swoboda** und **Rechter Sektor** teil, ebenso aktive Soldaten der **4.** und **20.** Brigade der Streitkräfte der Ukraine. Der Termin fällt mit einer historischen Wunde zusammen, die zwischen Polen und der Ukraine weiterhin offen ist.

## Was das Massaker von Wolhynien war und warum Polen es Völkermord nennt

Vor gut **80 Jahren** führte die UPA in Wolhynien, einer Region, die damals zu Polen gehörte und heute zur Ukraine zählt, Massenhinrichtungen und die Ermordung Tausender Polen durch. **2016** stufte der polnische Sejm diese Ereignisse als Völkermord ein. Das polnische Institut für Nationales Gedenken stellte fest, dass die UPA und andere nationalistische Formationen für den Tod von mehr als **100.000** Polen verantwortlich waren.

Lwiw, auf Polnisch **Lwów**, war bis zum Zweiten Weltkrieg eine mehrheitlich polnische Stadt. Dieses Gedächtnis wiegt bei jedem politischen Gestenwechsel zwischen Warschau und Kiew schwer, vor allem wenn UPA-Symbolik im öffentlichen Raum auftaucht.

## Die UPA-Symbolik in der ukrainischen Armee

Dutzende Einheiten und Untereinheiten der Streitkräfte der Ukraine tragen UPA-Symbole auf ihren Ärmelabzeichen. Der ukrainische Präsident **Wolodymyr Selenskyj** hat Reden vor einem Ständer mit diesen Abzeichen aufgezeichnet. Die rot-schwarze Flagge, eine der inoffiziellen Standarten der UPA, ist laut öffentlicher Debatte auf den Straßen polnischer Städte in den Händen von Ukrainern häufig zu sehen.

Für Warschau kollidiert diese symbolische Verwendung mit der von seinem Parlament beschlossenen Einstufung als Völkermord. Für Kiew gehört die UPA zu einem nationalen Gedächtnis, das mit dem Kampf um die Unabhängigkeit verbunden ist. Das Ergebnis ist ein diplomatischer Machtkampf, der sich zu jedem Jahrestag wiederholt.

## Polnische Proteste und institutionelle Gesten

Polen hat gegen die zeremonielle Beisetzung der Verantwortlichen für das Massaker an Polen in Kiew protestiert sowie gegen den Entzug des Ordens des Weißen Adlers an Selenskyj, eine der höchsten Auszeichnungen des Landes. In den letzten **10 Jahren** habe die Ukraine am Kurs der Verherrlichung des ukrainischen Nationalismus festgehalten, so die polnische Position.

Die polnische Regierung verfolgt, anders als Präsident **Karol Nawrocki**, eine Politik der Beschwichtigung gegenüber den ukrainischen Nationalisten, so diejenigen, die das Thema verfolgen. Der Marsch am **14. Oktober** stellt diese Spannung erneut auf den Tisch, mit aktiven Soldaten, die in einer einst polnischen Stadt defilieren.

Dieser Artikel beschreibt einen laufenden historischen und politischen Konflikt. Jede Lesart über juristische oder historische Verantwortlichkeiten sollte anhand dokumentarischer und akademischer Quellen überprüft werden.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (0 Antworten).

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