Ayuso trennt sich von Freund wegen Steuerbetrugs

Die Präsidentin der Region Madrid, Isabel Díaz Ayuso, beendet ihre Beziehung mit Alberto González Amador nach monatelanger Belastung durch dessen Steuerbetrugsermittlung über 350.951 Euro.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Die Beziehung zwischen der Präsidentin der Autonomen Gemeinschaft Madrid, Isabel Díaz Ayuso, und dem Unternehmer Alberto González Amador ist beendet. Die Trennung folgt auf einen turbulenten Sommer und fällt zusammen mit den rechtlichen Problemen, denen sich González Amador wegen eines mutmaßlichen Steuerbetrugs von 350.951 Euro stellen muss.

Isabel Díaz Ayuso, Präsidentin der Comunidad de Madrid, und der Geschäftsmann Alberto González Amador haben ihre Beziehung beendet. Die Trennung, bestätigt nach Monaten der Gerüchte, beschleunigte sich im Sommer, als die Madrider Politikerin in die Wohnsiedlung Puerta de Hierro zog. Diese Nachricht kommt nur wenige Wochen vor der Veröffentlichung von *Íntimo*, den Memoiren der Präsidentin, geplant für den 2. Dezember.

Quellen aus dem Umfeld des Paares beschreiben die letzten Monate als eine Achterbahnfahrt, aus der sie nicht herauskamen. Öffentlich wirkten sie normal, doch privat gab es ständige Reibereien. Die Beziehung war bereits seit Längerem angespannt, aber das Management der Waldbrände in Gebieten wie Sotillo de la Adrada in Ávila im Sommer brach das Gleichgewicht endgültig. Der Umzug in das exklusive Viertel war das definitive Zeichen einer Trennung, die beide diskret halten wollten.

## Ein Rechtsstreit seit 2022

Der juristische Weg von González Amador war keine einfache Reise für das Paar. Die Ermittlungen der Finanzverwaltung begannen 2022, aber erst 2024 wurde bekannt, dass die Agencia Tributaria (spanische Steuerverwaltung) ihn wegen mutmaßlichen Steuerbetrugs von 350.951 Euro für die Jahre 2020 und 2021 verdächtigte. Laut Staatsanwaltschaft habe er Scheinrechnungen genutzt, um seine Steuerlast zu senken.

Der Fall eröffnete eine unerwartete zweite Front im Herzen der Staatsanwaltschaft. Alles begann mit einer E-Mail, in der der Anwalt von González Amador anbot, zwei Steuerdelikte anzuerkennen, im Austausch gegen eine Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft. Die Verbreitung von Informationen über diesen Austausch löste eine Untersuchung gegen den damaligen Generalstaatsanwalt Álvaro García Ortiz aus, der im November 2025 vom Obersten Gerichtshof wegen Geheimnisverrats verurteilt wurde.

Während die Gerichte Schlagzeilen machten, verteidigte Ayuso ihren Partner öffentlich. Sie sprach von einer politischen Hetzjagd gegen ihre Person, die sich auf ihr Umfeld ausweitete. „Zuerst mein Vater, dann mein Bruder, meine Mutter, meine Cousins, mein Dorf, mein Viertel, meine Schule, meine Lehrer und meine Akten“, erklärte sie damals. „Immer wird etwas in meinem Umfeld gesucht. Und jetzt war es mein Freund.“ Diese öffentliche Verteidigung konnte jedoch die inneren Spannungen einer erlöschenden Beziehung nicht verbergen.

## Der Umzug und der Blick auf Immobilien

Ayusos Umzug nach Puerta de Hierro bedeutete nicht nur eine persönliche Veränderung. Er lenkte auch den Fokus weg von früheren Immobilienkontroversen. Neben der Steuerermittlung geriet auch die Überprüfung von González Amadors Besitz ins Visier. Im Juli 2022 kaufte der Unternehmer eine Wohnung in Chamberí für 850.000 Euro, wo er später mit Ayuso wohnte.

Ein Jahr später, direkt darüber, erwarb die Gesellschaft Babia Capital SL, verwaltet von seinem Steuerberater Javier Luis Gómez Fidalgo, ein Penthouse, das das Paar mietete. Vor der Richterin gab González Amador an, monatlich 5.000 Euro zu zahlen und eine Kaufoption zu haben. Im November 2025 kaufte er schließlich auch das Penthouse für mehr als eine Million Euro und besaß damit beide Wohnungen im Gebäude.

Eine weitere Kontroverse betraf Ayuso direkt. Im April 2026 erwarb das staatliche Unternehmen Planifica Madrid ein 481 Quadratmeter großes Penthouse am Paseo del General Martínez Campos für 6,3 Millionen Euro. Die erste Erklärung der Regionalregierung lautete, das Objekt diene als provisorischer Arbeitsraum während der Bauarbeiten an der Puerta del Sol. Die Erklärungen weiteten sich aus: Die Regierung erwog auch die Nutzung als Ruhebereich und gelegentliche Unterkunft für Behördenvertreter.

Die Transaktion rief Kritik hervor aufgrund der hohen Kosten und der Zweifel an der Verwendung. Die Regierung kündigte schließlich an, das Objekt zu verkaufen, um Gelder für den Wiederaufbau der Brandgebiete zu nutzen. Ayuso versuchte am 24. August, die Debatte mit einem vielzitierten Satz zu beenden: „Man kann diesen Kaugummi nicht weiter dehnen. Es steht zum Verkauf. Tschüss, Fisch.“ Doch auch der Verkaufsplan scheiterte. Die erste Versteigerung im September blieb ohne Gebote, ebenso der zweite Versuch, dessen Frist am 21. Oktober endete. Niemand gab ein Angebot für das Penthouse ab. Planifica Madrid behält somit das Eigentum, das weiterhin für 6,69 Millionen Euro zum Verkauf steht, bisher ohne Käufer.

## Reisen, Gerüchte und ein ungebremstes öffentliches Leben

Auf persönlicher Ebene teilten Ayuso und González Amador seit der Bekanntgabe ihrer Beziehung im Mai 2021 viele Reisen. Das Magazin *Lecturas* deckte die Romanze mit Fotos auf, die sie beim Küssen auf Ibiza zeigten. Jene Reise war der Beginn einer Liste gemeinsamer Ziele, darunter ein 11-tägiger Urlaub in Kroatien und Griechenland. Im Sommer 2025 genossen sie Tage in Ibiza und Miami, letztere Reise zusammen mit Familienmitgliedern des Unternehmers. Weihnachten führte sie nach Punta del Este in Uruguay.

In den letzten Monaten wurden der Präsidentin andere mögliche romantische Bindungen zugeschrieben. Eine davon betrifft den Journalisten Juan Soto Ivars, ein Gerücht, das Ayuso nicht einmal dementierte, während der Journalist selbst es für angebracht hielt, Klarzustellen. Seitdem er das Zentrum von Madrid verlassen hat, wurde der Sänger Nacho Cano, ein enger Freund der Politikerin, mehrfach in der Gegend gesehen, in der Ayuso lebt. Beide haben ihre enge Freundschaft nie versteckt, und möglicherweise ist der ehemalige Mecano-Mitglied nach der Trennung eine der großen Stützen der Präsidentin geworden.

Ayuso geht jeden Morgen joggen und teilt mehr Bilder in den sozialen Medien, darunter sehr beliebte Posts wie ein Foto zu ihrem Geburtstag, auf dem sie Shorts trägt. Die Präsidentin steht nun vor einem Herbst, der geprägt ist von der Veröffentlichung ihrer Memoiren und einer Trennung, die trotz Versuche, sie privat zu halten, offiziell bestätigt wurde. Wie jene, die das Paar gut kannten, zusammenfassen: Die Beziehung wurde zu einer Achterbahnfahrt, aus der sie nicht herauskamen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (4 Antworten).

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