Ayuso nennt PP-Vox-Housing-Priorität in Extremadura illegal

Ayuso bezeichnet die von PP und Vox in Extremadura vereinbarte nationale Vorrangstellung bei Wohnraumhilfen als illegal, während Kritiker auf ähnliche Praktiken in Madrid verweisen.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ayuso nennt PP-Vox-Housing-Priorität in Extremadura illegal
Ayuso stuft die von PP und Vox vereinbarte nationale Vorrangstellung im Wohnungsbau als illegal ein

Die Präsidentin der Autonomen Gemeinschaft Madrid, Isabel Díaz Ayuso, hat das Konzept einer „nationalen Priorität“ für Wohnungsbauförderungen, das die Partido Popular (PP) und Vox in Extremadura vereinbart haben, als „illegal“ bezeichnet. Die über einen Tweet eines nationalen Mediums verbreitete Erklärung eröffnet eine Front zwischen den beiden Parteien, die in mehreren autonomen Regionen gemeinsam regieren, und wirft die unbequeme Frage auf: Kann eine autonome Region spanische Staatsbürger vor Ausländern beim Zugang zu öffentlichem Wohnraum bevorzugen? Einige argumentieren mit Nein: Autonome Gesetze stehen unterhalb staatlicher Gesetze, und das Ausländergesetz verbietet Diskriminierung oder Bevorzugung aufgrund der Herkunft. Doch die Geste hat ihre politische Funktion bereits erfüllt.

Was genau das Ausländergesetz besagt

Das juristische Argument, das Ayusos These stützt, ist einfach: Autonome Gesetze haben einen niedrigeren Rang als staatliche Gesetze, und die Vorschriften zum Ausländerrecht verbieten es, Unterschiede in der Behandlung basierend auf der Nationalität festzulegen. Manche behaupten, dass das Konzept der „nationalen Priorität“ daher ein Luftschloss sei: Man kann dafür stimmen, man kann es ankündigen, aber man kann es nicht umsetzen, ohne zuvor das staatliche Gesetz zu ändern. Die PP in Extremadura hat keine Befugnis, eine staatliche Norm zu ändern, sodass das mit Vox unterzeichnete Abkommen in der Praxis in der Schwebe bleibt. Der Ball läge nun bei Alberto Núñez Feijóo, dem es obliegen würde, diese Reform im Parlament voranzutreiben, wenn er sie tatsächlich durchsetzen wollte.

Der Präzedenzfall aus Madrid, an den sich niemand erinnern will

Die Ironie des Falls besteht darin, dass einige behaupten, die Autonome Gemeinschaft Madrid habe in der Vergangenheit bereits ähnliche Maßnahmen angewandt. Es werden Mutterschaftsbeihilfen erwähnt, die ursprünglich auf zehn Jahre begrenzt werden sollten, nach politischem Druck aber auf fünf Jahre reduziert wurden, sowie Kriterien für den Zugang zu geförderten Wohnungen, die de facto als Priorität für Einwohner funktionierten. Befürworter des Abkommens in Extremadura argumentieren, dass sie nichts Neues erfinden: Sie kopieren lediglich, was in Madrid bereits praktiziert wurde. Kritiker von links entgegnen, dass dies ebenfalls illegal war, nur hat es niemand vor Gericht gebracht. Die Debatte ist also nicht neu: Es handelt sich um eine alte Spannung zwischen Rhetorik und tatsächlicher Anwendung.

Der doppelte Maßstab, den beide Seiten anprangern

Im Kern der Angelegenheit liegt ein gegenseitiger Vorwurf der Heuchelei. Ein Teil der Analyse weist darauf hin, dass die Maßnahme, wenn sie in Extremadura illegal ist, auch damals illegal war, als sie in Madrid angewandt wurde, und dass Ayusos Verurteilung spät und falsch kommt. Ein anderer Teil antwortet, dass der Unterschied darin bestehe, dass Vox nun von der PP verlange, eine Reform des Ausländergesetzes zu unterstützen, was die Ankündigung zu einem politischen Druckmittel mache, nicht zu einer bloßen Verwaltungsmaßnahme. Die grundlegende Frage lautet, ob die PP bereit ist, diesen Preis zu zahlen, oder ob sie, wie manche vermuten, Vox nur sagt, was diese hören wollen.

Was mit den Hilfen in Extremadura passiert

Kurzfristig wenig. Die angekündigte Maßnahme kann ohne vorherige Gesetzesreform nicht angewandt werden, und diese Reform steht nicht unmittelbar bevor. Was das Abkommen jedoch erreicht hat, ist, das Thema auf die öffentliche Agenda zu setzen und Ayuso zu zwingen, sich dagegen zu positionieren, was wiederum ihre Partner in Verlegenheit bringt. Das Ergebnis ist eine Paradoxie: Die Region, die am häufigsten ähnliche Instrumente genutzt hat, erklärt diese nun für illegal, wenn andere sie verwenden. Mit diesen Zutaten kann der Korb kaum fragiler sein. Und niemand scheint es eilig zu haben, ihn neu zu weben.

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (137 Antworten).

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