Ayuso erhält schlechteste Corona-Note: 4,26

Das laSexta-Barometer gibt Ayuso die schlechteste Note für ihre Corona-Politik (4,26), Revilla die beste (6,36) vor den Madrider Wahlen am 4. Mai.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Ayuso erhält schlechteste Corona-Note: 4,26
Ayuso fällt durch mit 4,26 – Revilla führt mit 6,36

Das am Mittwoch, den 24. Februar 2021, veröffentlichte Barometer von lasensla stuft Isabel Díaz Ayuso als die schlechteste regionale Krisenmanagerin der Pandemie ein, mit einer 4,26 auf zehn. Ihr Gesundheitsminister Enrique Ruiz Escudero erreicht nur 4,29, und der Bürgermeister von Madrid, José Luis Martínez-Almeida, liegt bei 4,53. Keiner besteht. Am anderen Ende des Spektrums erzielt Miguel Ángel Revilla (Kantabrien) die höchste Bewertung mit 6,36, gefolgt von Guillermo Fernández Vara (Extremadura) mit 6,00.

Die Umfrage erscheint mitten im Vorwahlkampf für die Madrider Regionalwahlen am 4. Mai. Hier beginnt die politische Instrumentalisierung: Ein solcher Wert dient eher als Wahlkampfmittel denn als Managementdiagnose. Denn es ist eines, Infektionszahlen zu messen, und etwas anderes, Wahrnehmungen zu erfassen.

Was das lasensla-Barometer wirklich misst

Die Liste der Durchfaller ist lang. Juanma Moreno, Emiliano García-Page, Ximo Puig und Francina Armengol erreichen aufgrund ihrer Bewältigung der Gesundheitskrise keine Bestehensnote. Das Ergebnis ist unbequem für die Hälfte der spanischen Regionen: Wer über Schließungen, Öffnungszeiten und Kapazitäten entscheiden musste, wird systematisch unter 5 bewertet.

Es lohnt sich, einen Aspekt hervorzuheben, den die Publikation selbst anmerkt: Es handelt sich um eine Wahrnehmung, nicht um eine Prüfung. Gefragt wird nach dem Eindruck, den jeder Bürger von der Politik anderer Regionen hat. In einem Land, in dem die meisten Menschen nie in der Region waren, die sie bewerten, wird dieser Eindruck maßgeblich von den Medien geprägt. Das Ergebnis sagt weniger über Krankenhäuser aus als über Fernsehberichte.

Warum schneidet Madrid schlechter ab als andere Regionen?

In der Debatte wird argumentiert, dass Madrid darauf setzte, die Gastronomie offen zu halten und die Wirtschaftstätigkeit aufrechtzuerhalten, während andere Regionen lokale Lockdowns verhängten. Diese Entscheidung, von einigen kritisiert, wird von anderen verteidigt mit dem Verweis auf internationale Presseberichte: Ein Nutzer teilte einen deutschen Text, der darauf hinwies, dass die Infektionen in Madrid trotz gelockerter Maßnahmen sanken. Daraus entstand das Label vom „madrilenischen Wunder“, das ihr manche zuschreiben.

Einige behaupten, die Präsidentin habe den vernünftigsten Ausgleich zwischen Infektionen und Wirtschaft gefunden, während andere Regionen alles schlossen und die Inzidenz dennoch nicht eindämmen konnten. Demgegenüber steht das Argument, dass der Vergleich von Zahlen zwischen Regionen mit unterschiedlicher Bevölkerungsdichte, Altersstruktur und Belastung des Gesundheitssystems irreführend ist. Beide Positionen sind vertretbar. Selten werden sie jedoch gleichzeitig von derselben Person vertreten.

Die Todesfallzahl, die jede Seite anders nutzt

Hier wird die Debatte hitzig. Kritiker sprechen von mehr als 22.500 Toten unter madrilenischer Verantwortung, eine Zahl, die in anderen Versionen fast 23.000 erreicht. Der zentrale Vorwurf betrifft das Management der Seniorenheime. Andere Nutzer erinnern daran, dass auch in Kastilien-La Mancha, Kastilien-León, Aragonien, Extremadura, Katalonien, Valencia und Asturien Bewohner starben und alle diese Regionen denselben zentralen Gesundheitsrahmen teilten.

Eine weitere oft genannte Zahl ist die von 7.291 in Heimen verstorbenen Senioren, die Gegner der madrilenischen Verwaltung zuschreiben. Die Zahlenverwirrung ist so groß, dass jede Seite die für sie passende Statistik verwendet. Ohne offizielle Aufschlüsselung nach Heim, Datum und Ursache bleibt die Diskussion im Bereich des Glaubens.

Der 4. Mai: Von der Umfrage zum Wahlkampf

Die vorgezogene Wahl in Madrid machte jede Umfrage zum Vorwahlmaterial. Unter Gastronomen und Anhängern wurde die Präsidentin zum Symbol. Die Presse berichtete über den Empfang Ayusos in Barcelona, mitten im separatistischen Viertel, wo Gastronomen ihre Unterstützung forderten.

Die Berechnung ihrer Anhänger ist einfach: Wenn sie von allen medialen Fronten angegriffen wird, reagiert das Publikum gegenteilig. Dies ist die alte These des Trotzvotums. Falls sich dies bestätigt, wäre die Umfrage die beste kostenlose Werbung ihrer Karriere gewesen. Falls nicht, bleibt die 4,26 als erste Warnung vor echtem Verschleiß.

Korruption: Der ungebetene Gegenpunkt

Mitten im Austausch sanitärer Vorwürfe brachte jemand die Korruptionsgeschichte ins Spiel. Am häufigsten zitiert wird das Urteil im ERE-Fall mit 679 Millionen Euro Schaden, laut Kritikern der größte Korruptionsfall der jüngeren Geschichte. Auf der anderen Seite wird mit den 3,5 Milliarden Euro des andalusischen Falls geantwortet und die unbequeme Frage gestellt: Warum wird die Korruption der einen dokumentiert und die der anderen nur aus dem Gedächtnis zitiert?

Keine Seite hat diesen Streit gewonnen. Und das ist kein Detail, denn die Diskussion über die Pandemieberwaltung endete in einer Abrechnung aus Archivbeständen, die wenig über Intensivbetten aussagt.

Das Barometer wird monatelang zitiert werden, meist von denen, die es zuerst online sahen und nicht im Bericht. Ob die am schlechtesten bewertete Politikerin am 4. Mai gewinnt oder nicht, entscheiden die Urnen, nicht ein Durchschnittswert. Angesichts dessen, wie die Umfrage in jedem Lager gehandhabt wurde, kann man wetten, dass das Ergebnis als Bestätigung jeglicher vorheriger Aussage gelesen wird.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (213 Antworten).

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