Auto in Rumänien anmelden um Madrid Bußgelder zu umgehen

Die Anmeldung eines Autos in Rumänien zur Umgehung von Verkehrsstrafen in Madrid funktioniert nicht: EU-Sanktionen werden durchgesetzt und ZBE-Kameras erfassen Verstöße weiterhin.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Auto in Rumänien anmelden um Madrid Bußgelder zu umgehen
Das Auto in Rumänien anmelden, um die Bußgelder in Madrid zu umgehen: der Shortcut, den es nicht gibt

Kann man ein Auto in einem anderen EU-Land anmelden und in Spanien fahren, wobei man Verkehrsstrafen und Zugangsbeschränkungen für Madrid umgeht? Diese Idee kursiert als angeblicher Shortcut: ein fünfzehn Jahre alter Golf IV mit rumänischem Kennzeichen, spanischem Führerschein und der Erklärung, dass man im Ausland lebt und nur auf Durchreise ist. Das Problem ist, dass dieser vermeintliche Trick bei genauer Betrachtung der Vorschriften zusammenbricht. Verkehrsstrafen innerhalb der EU werden eingezogen, und die von Kameras in Umweltzonen kommen genauso an.

Was der ursprüngliche Ansatz vorschlägt

Die Ausgangsthese ist einfach: Ein altes Auto in Rumänien anmelden, in Madrid fahren, ohne die Zugangsbeschränkungen einzuhalten, und darauf vertrauen, dass die Strafen nicht eingetrieben werden können. Das Argument lautet, dass ein Fahrzeug mit ausländischem Kennzeichen, gefahren von jemandem mit spanischem Führerschein, der behauptet, im Ausland zu wohnen, außerhalb der Reichweite der spanischen Verwaltung liegt. Es überrascht, dass das noch niemandem eingefallen ist, fasst der Ansatz zusammen.

Die häufigste Antwort ist, dass dieser Shortcut bereits erfunden wurde und nicht funktioniert. Wenn ein kommunaler Beamter ein ausländisches Auto anhält, wird die Sanktion sofort hinterlegt, andernfalls wird das Fahrzeug stillgelegt. Dies ist keine Interpretation: Die Verkehrsordnung schreibt vor, dass die Sanktion sofort zu zahlen ist, widrigenfalls das bei der Übertretung benutzte Fahrzeug stillgelegt wird.

EU-Verkehrsstrafen werden tatsächlich eingezogen

Die zweite Front betrifft die per Post zugehenden Strafen. Es gibt direkte Erfahrungen: Ein Fahrer erhielt Geschwindigkeitsradarstrafen aus Deutschland und musste sie bezahlen. Der Schlüssel liegt darin, dass es eine europäische Vereinbarung zur Zusammenarbeit bei der Eintreibung von Verkehrssanktionen gibt, sodass eine unbezahlte Strafe in einem anderen Land genauso verfolgt wird wie eine von der DGT (Dirección General de Tráfico), einschließlich Pfändung, wenn nicht gezahlt wird.

Das bedeutet nicht, dass alles mit derselben Effizienz eingezogen wird. Am leichtesten entziehen sich elektronische Mautgebühren oder Strafen in Umweltzonen, da es nicht immer ein gleichwertiges grenzüberschreitendes Vollstreckungsverfahren gibt. Die wiederholte Empfehlung lautet, fristgerecht mit Rabatt zu zahlen, genau so, als wäre die Strafe spanisch. Die Ersparnis durch Nichtzahlung ist eine Illusion mit Verfallsdatum.

Wann man angehalten wird und wann nicht

Hier liegt die Nuance, die den Plan zunichte macht. Kein kommunaler Beamter hält ein Auto wegen Einfahrt in eine Umweltzone an: Diese Strafen werden von Kameras ausgestellt. Die Kontrolle hängt nicht davon ab, ob man dein Gesicht sieht oder einen spanischen Führerschein hat. Die Kamera liest das Kennzeichen und die Sanktion geht per Post.

Der einzige reale Vorteil einer ausländischen Anmeldung ist die Schwierigkeit, den Fahrer zu identifizieren. Bei Foto-Strafen hat die Verwaltung Probleme, die Übertretung einer bestimmten Person zuzuordnen, wenn das Bild unscharf ist oder das Gesicht nicht klar erkennbar ist. Nach dem Bericht eines Teilnehmers, der sich auf einen deutschen Polizisten beruft, ist es unter Fahrern aus osteuropäischen Ländern üblich, eine andere Person anzugeben, und deutsche Behörden erkennen Schwierigkeiten an, nachzuweisen, dass diese Angabe falsch ist. Aber das vermeidet die Strafe nicht: Sie wird auf einen anderen Namen übertragen.

Das Grundproblem: der Wohnsitz

Die spanischen Vorschriften verpflichten Einwohner, ihr Fahrzeug in Spanien anzumelden. Es gibt eine Frist von drei Monaten, auch wenn das Auto bereits in einem anderen EU-Land registriert ist. Mehrere angesammelte Strafen nach Ablauf dieser Frist können dazu führen, dass das ausländische Kennzeichen von Amts wegen gelöscht wird. Der Schwindel hat also ein administratives Verfallsdatum.

Ein weiterer Kostenfaktor ist die Versicherung. Mit ausländischem Kennzeichen und spanischem Wohnsitz zu fahren, erschwert die Deckung, und ein Unfall mit einer schlecht ausgestellten Police lässt den Fahrer ungeschützt. Die Ersparnis bei der Strafe wird zu einem viel größeren Problem, wenn es zu einem Unfall kommt.

Die Alternative, die funktioniert: Oldtimer

Gegen den rumänischen Shortcut gibt es einen legalen Weg, Zugangsbeschränkungen zu umgehen: das Auto als Oldtimer anmelden. Das Mindestalter beträgt nicht dreißig Jahre, wie oft wiederholt, sondern zwanzig. Ein klassisches Fahrzeug ist von den Einschränkungen der Umweltzonen befreit und muss alle zwei Jahre die ITV (Inspección Técnica de Vehículos) bestehen.

Das Hindernis sind nicht die Ersatzteile. Für beliebte Modelle wie einen Polo von 1994 oder einen Corsa B gibt es White-Label-Teile zu niedrigen Preisen: ein Zahnriemensatz mit Wasserpumpe ab 45 Euro, vordere Bremsbeläge ab 14 Euro. Das Problem ist der Papierkram: Man muss einem Oldtimer-Club beitreten und eine Liste von Formalitäten erfüllen, die die meisten abschreckt. Die Bürokratie, nicht die Wartung, bremst die legale Formel aus.

Die unbequeme Schlussfolgerung

Der Shortcut existiert in der Theorie, zerfällt aber in der Praxis. Verkehrsstrafen werden innerhalb der EU eingezogen, Kameras müssen dich nicht anhalten, und der Wohnsitz verpflichtet zur Anmeldung in Spanien innerhalb von drei Monaten. Bleibt nur der Trost, zu glauben, man habe etwas entdeckt, woran noch niemand gedacht hat. Wenn du gehst, sind sie schon fünfzehn Mal hin und zurück gewesen.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (117 Antworten).

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