Estás usando un navegador desactualizado. Es posible que no muestre este u otros sitios web correctamente. Debe actualizar o usar un navegador alternativo.
Landleben in Spanien: Günstige Miete, hohe Lebenshaltungskosten
In spanischen Dörfern ist die Miete oft niedrig, doch Auto, Einkäufe und soziale Kosten fressen den Vorteil auf.
Dorf oder Stadt: Die Wohnung ist billiger, das Leben nicht
Eine Zwei-Zimmer-Wohnung für 200 Euro im Monat in einem kleinen Dorf, das sich "nicht einmal bei vollem Glas" vermieten lässt. Das ist der Köder, der den Vergleich zwischen dem Leben auf dem Land und in einer kleinen oder mittelgroßen Stadt eröffnet. Das Problem, so sagen jene, die gerechnet haben, ist, dass dieser Preis nur die Immobilie abdeckt: Der Rest der Rechnung – Fahrten, Einkäufe, Dienstleistungen, soziales Leben – wird anderswo und mit Zinsen bezahlt.
Die Ausgangsthese lautet, dass Wohnraum das Einzige ist, was im Dorf günstiger wird. Alles andere ist gleich teuer oder teurer. Nach einer im Gespräch kursierenden Berechnung liegt die Miete für eine Zwei-Zimmer-Wohnung in einer ländlichen Gemeinde bei etwa 210-250 Euro pro Monat, während dieselbe Art von Unterkunft in einer typischen Binnenstadt zwischen 350 und 450 Euro kostet. Der Unterschied existiert, aber man muss sehen, was man damit kauft.
Die Zusatzkosten, die nicht in der Mietanzeige stehen
Der erste zusätzliche Aufwand ist die Mobilität. In einem Dorf ohne angemessenen öffentlichen Nahverkehr erfordert jede Erledigung, jeder Reaccionariorztbesuch, jeder Nicht-Grund-Einkauf ein Auto. Und es macht einen Unterschied, ob das Dorf 15 Kilometer von einer Stadt entfernt liegt oder eine Stunde. Wenn die Hin- und Rückfahrt über hundert Kilometer beträgt, kippt die Gleichung.
Der zweite Punkt ist der Handel. Ein einzelner Lebensmittelgeschäft im Dorf verkauft wenig, kauft teurer ein und gibt den Aufpreis an die Kunden weiter. Auch ambulante Händler sind nicht wettbewerbsfähig. In einer Stadt gibt es Konkurrenz; in einem Dorf mit wenigen hundert Einwohnern nicht.
Der dritte Punkt sind die Telekommunikation. Wer allein in bestimmten Dörfern lebt, muss sich auf den dominanten Anbieter mit seinem ADSL plus Festnetztelefon verlassen, während in der Stadt die Option eines günstigen ADSL besteht. Kleine Details, die sich summieren.
Das soziale Leben als Pflichtgebühr
Es gibt einen Kostenfaktor, der in keiner Kalkulation auftaucht: Integration. Im Dorf wird man markiert, wenn man nicht in die Bar geht, nicht an den Festen teilnimmt oder sich nicht zu den Runden anmeldet. Das soziale Leben dreht sich um Konsum in Bars und um Beiträge zu Festausschüssen, selbst wenn man nicht teilnimmt. Wer in einer Stadt lebt, kann es sich leisten, unsichtbar zu bleiben.
Es ist nicht nur ein Geldproblem. Es ist ein Intimitätsproblem. Im Dorf ist die soziale Kontrolle konstant, Gerüchte zirkulieren, und der Neuankömmling, der sich nicht an das Skript hält, wird ausgegrenzt. Die Empfehlung, die jene wiederholen, die seit Jahren auf dem Land leben, ist gebührende Distanz: Höflichkeit, gelegentliche Gefälligkeiten und jeder bleibt für sich.
Das funktionierende Dorf: 15 Minuten von der Stadt
Die Haltung, die an Boden gewinnt, ist die mittlere Lösung. Ein mittelgroßes Dorf, gut angebunden, nicht mehr als 20 Kilometer von einer Stadt entfernt, mit Supermarkt, Apotheke, Gesundheitszentrum ohne Warteschlangen, Schule und schnellem Internet. Dort sinkt die Miete und die Dienstleistungen sind nur eine kurze Autofahrt entfernt.
Der am häufigsten genannte Fall sind Gemeinden mit 5.000 Einwohnern neben einer wichtigen Straße, 40 Kilometer von einer Großstadt und 15 von einer Mittelstadt entfernt. Manche brauchen von dort weniger Zeit zu ihren Zielen als jemand, der direkt in der Stadt wohnt. Und das mit Grundstück, Gemüsegarten und Hühnern zum Preis einer Wohnung.
Die Rechnung kommt mit den Kindern
Die Ersparnis verdampft, wenn studiert werden muss. Im Dorf gibt es keine Universität, also zieht das Kind in die Hauptstadt. Nach einer im Gespräch kursierenden Berechnung liegen die Mindestkosten für die Unterhalt eines Studenten an einer öffentlichen Universität, einschließlich Unterkunft und Verpflegung, bei etwa 700 Euro pro Monat. Jahre günstiger Miete werden schlagartig in der Studienzeit bezahlt.
Hinzu kommen die Alterung und der fehlende Nachwuchs. Das Land leert sich sogar dort, wo es Arbeit in einer Fabrik gibt, und industrielle Jobs in ländlichen Gebieten werden oft über Zeitarbeitsfirmen und mit vorherigen Beziehungen vergeben, wie im Diskurs behauptet wird. Für eine Einzelperson oder ein Paar ohne Auto bleibt die Mittelstadt die einfachste Option: 400-425 Euro für eine anständige Wohnung und alles in Reichweite.
Die vollständige Berechnung, Posten für Posten, führt zu einer unbequemen Schlussfolgerung: Das Dorf ist nicht billiger, es ist nur bei dem Posten billiger, den man sieht. Die anderen werden mit Zeit, Auto und Isolation bezahlt. Und hier stockt die Analyse, weil bisher niemand die Rechnung genau aufgehen lassen konnte.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
Die ganze Diskussion lesen (116 Antworten).