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Aussehen zählt mehr als Status, besagt eine These
Eine These behauptet, dass nur 0,2 % der Männer als sehr attraktiv gelten und dass das Aussehen mehr wiegt als Status oder beruflicher Erfolg.
Das Aussehen entscheidet: Auch Frauen verlieren den Kopf für einen attraktiven Mann
Die These ist unbequem und widerspricht der wohlwollenden Erzählung moderner Beziehungen: Im Spiel der Anziehung wiegt das Aussehen eines Mannes schwerer als sein Lebenslauf, sein Konto oder seine Fähigkeit, ein Unternehmen zu gründen. Der Ansatz behauptet, dass Frauen keineswegs nach emotionalen Kriterien wählen, sondern auf einen attraktiven Mann mit derselben — oder größerer — Filterlosigkeit reagieren, die Männern bei einer schönen Frau unterstellt wird.
Ausgangspunkt ist eine Beobachtung zu Dating-Apps: Nur 0,2 % der Männer gelten bei Frauen als sehr attraktiv, womit die Mehrheit in einer Kategorie landet, die der Ansatz als praktisch unsichtbar beschreibt. Von dort aus verweben sich Hypergamie, Status und Aussehen zu einer Erklärung, die niemanden verschont.
Das Profil-Experiment mit der schlechten Bio
Das zentrale Argument stützt sich auf eine Reihe von Tests, die laut Darstellung immer dasselbe Ergebnis liefern. Ein sehr attraktiver Mann mit absichtlich perversos Biografie erhält binnen Stunden hunderte Likes. Nach dem Match schreibt er etwas so Direktes wie „Ich bin heute geil, treffen wir uns?“. Die meisten reagieren zunächst defensiv, doch ein „Ich bin eben direkt“ und ein Emoji genügen, damit die Antwort kippt.
Das beschriebene Ergebnis ist eindeutig: 99 % der kontaktierten Frauen zwischen 18 und 60 Jahren würden sich treffen. Egal ob hübsch oder unscheinbar. Alle, so diese Version, verlieren vor dem Aussehen den Verstand.
Das umgekehrte Experiment mit einer kanonisch attraktiven Frau funktioniert nicht genauso. Viele Männer lehnen ein Treffen ab: Manche halten es für einen Scherz, andere fürchten, ihre Organe zu verlieren, wieder andere fühlen sich unsicher oder finden, dass sie nicht ihr Frauentyp ist. Die Asymmetrie ist der Kern der Sache.
Die Werkstatt, die dank des Aussehens ihres Besitzers boomte
Die Geschichte enthält einen konkreten Fall als Illustration: Ein Freund gründete eine Werkstatt, ohne je in der Branche gearbeitet zu haben, und sie ist ein Erfolg, weil 80 % seiner anfänglichen Kunden Frauen waren. Sein einziges Alleinstellungsmerkmal war sein Aussehen. Die gezogene Schlussfolgerung: Ein gewisses Äußeres erleichtert das Leben mehr als eine Firma zu gründen und erfolgreich zu sein.
Die Liste der als entscheidend geltenden Attribute ist explizit: groß sein, Haare behalten, schöne Gesichtszüge und einen durchtrainierten Körper haben. Alles andere kommt von allein.
Frauen fühlen sich als die Auserwählte, wenn auch nur für einen Moment
Die angebotene psychologische Erklärung: Frauen fühlen sich als die Auserwählte, sei es auch nur für einen Augenblick, weil sie es wert sind. Das würde erklären, warum Frauen zwischen 50 und 80 mit gefälschten Profilen berühmter Personen betrogen werden, und warum depressiven Männern mit einer beliebigen Frau, die ihnen etwas Aufmerksamkeit schenkt, ein Strick gedreht wird.
Beim Begehren vertieft sich die Asymmetrie: Eine Frau, die sich mit einem Mann trifft, der ihr irgendwie gefällt, auch wenn nicht körperlich, kann mit genug Vorspiel erfüllenden Sens haben. Ein Mann mit einer Frau, die ihn körperlich nicht anzieht oder deren unabänderliche Fehler er verabscheut, wird kaum können.
Was das Aussehen nicht erklärt
Der Ansatz hat Befürworter und Kritiker. Manche fassen ihn mit der Logik des Rudels zusammen: Nur die dominanten Exemplare kommen zur Fortpflanzung, und in der menschlichen Art ist es nicht anders. Wenn du groß, schön und stark bist, klappt es sicher; mit Status und Geld erst recht. Andere ergänzen Nuancen: die tiefe Stimme, das dicke Portemonnaie oder die schlichte Tatsache, dass Frauen körperlicher sind, als zugegeben wird.
Der häufigste Einwand: Nichts ist neu unter der Sonne. Dass Frauen über einen hübschen Typen schmelzen und Männer über eine heiße Frau sabbern, hat sich seit Jahrtausenden nicht geändert. Das Neue liegt nicht im Befund, sondern in der Weigerung, ihn anzuerkennen.
Vor diesem Hintergrund lautet die Prognose: Die Debatte wird nicht enden. Solange die offizielle Erzählung darauf beharrt, Anziehung sei ein kulturelles Konstrukt, werden die Daten der Dating-Apps etwas anderes sagen. Oder auch nicht. Die Lücke zwischen Reden und Handeln wird selten mit Strenge gemessen.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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