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Ausländische Barzahler treiben Wohnungspreise in Valencia
Forum-Debatte: Ausländische Barzahler erhöhen die Wohnkosten in Valencia und treiben die Preise stadtweit.
Kaufrausch in Valencia: Ausländische Barzahler treiben die Preise
Der Immobilienboom in Valencia wird nicht von lokalen Käufern getrieben. Er wird von denen aus dem Ausland angeheizt, die ohne Hypothek zahlen und nicht verhandeln. Nach der Pandemie, als sich der Wohnungsmarkt in Deutschland oder Frankreich abkühlte, wurde Spanien zum Gegenstück: Hier stiegen die Preise für Wohnungen, und sie wurden verkauft. Das Phänomen hat einen Namen, einen ausländischen Akzent und eine unbequeme Konsequenz für Menschen mit spanischem Gehalt: Die Preise der gesamten Stadt steigen aufgrund dessen, was in nur vier Blocks gezahlt wird.
Wer kauft und warum alles andere teurer wird
Das Muster wiederholt sich. Kapital kommt von außen —Lateinamerika, USA, Nord- und Osteuropa—, konzentriert sich auf Gebiete nahe am Strand und zieht die Preise anderswo nach oben. Ein typischer Käufer braucht keine Hypothek: Er weist Einkommen nach, schließt eine private Versicherung ab und zahlt bar. Der Effekt reicht über die Küste hinaus, denn wenn Zentrum und Küste teuer werden, drängt es lokale Käufer in angrenzende Viertel.
Manche beziffern diesen Tropfen. Für jedes ausländische Paar, das sich niederlässt, ist die Rede von 150.000 Euro Direktinvestition in spanische Familien und KMU sowie etwa 15.000 Euro Steuern allein im ersten Jahr. Dies ist das Argument derer, die in diesen Ankünften eine Kapitalspritze sehen, keine Bedrohung. Dagegen steht das Gegenargument: Dieses Geld kompensiert nicht jene, die vom Markt ausgeschlossen sind, da ihr Lohn nicht mit einer Barzahlung konkurrieren kann.
Der Ibiza-Effekt: Reiche Alteingesessene, unter Druck gesetzte Andere
Vergleiche mit den Balearen tauchen früh auf. Wer Ödland besaß und ein Hotel baute, ist reich; wer darin Zimmer reinigt, nicht. Das Leben in angespannten Zonen verteuert sich für dortige Arbeiter, und Kinder, die vor Jahren verkauften, wollen nicht zu solchen Jobs zurückkehren. Das Ergebnis ist eine Touristifizierung, die Bewohner aus ihren eigenen Vierteln verdrängt.
Dies ist kein ausschließliches Problem Spaniens. In Frankreich, Großbritannien oder Italien können Angestellte mit Durchschnittseinkommen ebenfalls keine Wohnungen in Großstädten kaufen. Der Unterschied ist graduell, nicht prinzipieller. Und die oft genannte Lösung—geschützter Wohnungsbau mit Preisdeckelung und strengen Verkaufsregeln—stößt an eine rechtliche Grenze: Innerhalb der EU darf Unionsbürgern der Kauf eines Hauses in Spanien nicht verboten werden.
Die Geschichte vom großen Wurf und das Kleingedruckte
Auf der anderen Seite des Enthusiasmus liegt der Verdacht, dass Geschäfte mit laschen Regeln gemacht werden. Es wird berichtet, dass Ferienwohnungen gegen die Vorschriften operieren und Behörden wegsehen. Ein geteiltes Beispiel betrifft einen Investor, der online mit einem Projekt im Zentrum Barcelonas prahlt, das 3.000 Dollar monatlichen Cashflow auf einer Investition von 80.000 Dollar generiert, angeblich ohne behördliche Prüfung.
Die Kritik richtet sich nicht nur gegen ausländische Käufer. Sie zielt auch auf lokale Verkäufer, den Staat, der Steuern einzieht, und Vermieter, die Marktpreise verlangen. Die wiederkehrende Schlussfolgerung: Langansässige spüren diesen Wohlstand nicht; sie sehen ihn vorbeiziehen.
Zyklen, keine Prophezeiungen
Auch Vorsicht hat ihren Platz. Zwischen 2012 und 2020 gab es, wie ein Investor erinnert, weder ausländische noch nationale Käufer; plötzlich stiegen die Wohnungspreise um 80 % und wurden 2022 verkauft. Der Immobilienmarkt bewegt sich in Zyklen, und wer während der vorherigen Blase hoch gekauft hat, weiß das. Die bleibende Frage ist, ob das Ende diesmal anders sein wird oder ob sich das Muster mit einem anderen Akzent wiederholt.
Währenddessen setzt sich die Spannung im Alltag fest: Nachbarn finden keine Käufer, Akzente verändern die Klangkulisse der Viertel, und eine Verwaltung, die laut häufigster Beschwerde keinen Finger rührt, um Illegales zu sanktionieren. Mit diesen Zutaten ist die vorsichtige Prognose einfach: Wenn ausländisches Kapital weiterhin im gleichen Tempo einfließt und das Angebot nicht wächst, kommt die Anpassung über Preise oder Politik. Keiner dieser Wege ist schmerzfrei.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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