Asiatische Läden: Debatte über steigende Preise und sinkende Qualität

Ein Forum diskutiert, ob die Preise in asiatischen Tante-Emma-Läden gestiegen sind und wie es um die Qualität steht. Beispiele für unterschiedliche Preisgestaltung bei Aluminiumfolie werden genannt.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Asiatische Läden: Debatte über steigende Preise und sinkende Qualität
Asiatische Läden sind nicht mehr so günstig: Steigende Preise und Zweifel an der Qualität

Der Durchschnittspreis für Drogerieartikel in den lokalen asiatischen Geschäften ist nicht mehr das Verkaufsargument, das er einmal war. Die Wahrnehmung, dass die von chinesischen Händlern geführten Ein-Euro-Shops ihre Preise erhöht haben, hat sich unter den Verbrauchern festgesetzt, die zudem die Qualität ihrer Einkäufe hinterfragen. Ein Nutzer fasst es schonungslos zusammen: «Ich war heute wieder in einem chinesischen Laden... merkt ihr nicht, dass die Chinesen die Preise stark erhöht haben?». Die Frage ist nun nicht mehr, ob sie billig sind, sondern ob sie es noch sind und zu welchem Preis.

Die Diskussion beginnt mit einer direkten Frage zu Drogerieprodukten — Bleichmittel, Raumdüfte, Ammoniak —, die traditionell der Anziehungspunkt dieser Geschäfte waren. Die überwiegende Mehrheit antwortet, dass der Preisvorteil im Vergleich zu den Eigenmarken der Supermärkte und deutschen Discountketten geschmolzen ist. «Reinigungsprodukte sind teurer als die Eigenmarken der Supermärkte», behauptet ein Teilnehmer, der zusätzlich eine persönliche Erfahrung beisteuert: Er führte selbst einen Ein-Euro-Shop und stellte fest, dass einige Artikel bei Lidl günstiger waren als bei den üblichen Großhändlern der Branche.

Aluminiumfolie für 0,60 Euro vs. 1,80 Euro

Irreführende Etikettierung ist eines der konkretesten Ergebnisse des Austauschs. Dieselbe Aluminiumfolie und derselbe Frischhaltefilm wurden in zwei Versionen verkauft: eine zum Verkauf für 0,60 Euro und eine andere für 1,80 Euro. Der Unterschied lag nicht im Material, sondern in der auf dem Karton gedruckten Zahl — eine «15» auf der billigen Rolle —, die die tatsächliche Länge der Rolle angab. Der Käufer zahlte das Dreifache für dasselbe Produkt mit anderer Verpackung.

Die Aufschlüsselung der Margen durch jemanden, der einen Mehrpreis-Shop besaß, widerlegt die Idee, dass der Händler, der billiger verkauft, auch am meisten verdient. Das Produkt, das für 0,60 Euro verkauft wurde, wurde für 0,41 Euro plus Äquivalenzzuschlag von 4 % eingekauft. Das für 1,80 Euro angebotene Produkt wurde für 1,35 Euro erworben. Die Branche, so lautet das Fazit, «ist heute ruinös»: Vor zehn Jahren verdiente man gut, aber die Sättigung mit asiatischen Läden an jeder Ecke hat die Margen bis zur Unhaltbarkeit komprimiert.

Warum erhöhen die Chinesen die Preise, wenn ihr Vorteil der Preis war?

Die häufigste Erklärung verweist auf eine Zwei-Phasen-Strategie. Zuerst die lokalen Händler durch Preise unter Kostenniveau ruinieren. Dann, nach Beseitigung der Konkurrenz, den Markt kontrollieren und die Preise erhöhen. «Die Chinesen nutzen eine Taktik, die darin besteht, zuerst alle lokalen Händler durch niedrige Preise zu ruinieren», stellt ein Teilnehmer fest, der anerkennt, dass die Annahme einer koordinierten Strategie aller chinesischen Händler in Spanien «eine sehr verschwörungstheoretische Theorie» sein könnte. Ein anderer formuliert es als Verdrängungsdynamik: Von Spaniern geführte Ein-Euro-Shops fielen nacheinander weg, verdrängt durch die asiatischen Läden, die nun den Raum ohne den Druck dieser Konkurrenten einnehmen.

Das Argument des unlauteren Wettbewerbs taucht mit Nachdruck auf, jedoch mit Nuancen. Es wird erwähnt, dass die Geschäfte die kommunalen Öffnungszeiten nicht einhalten, nicht bei der Sozialversicherung angemeldet sind und abgelaufene Produkte verkaufen. Dem widerspricht ein anderer Teilnehmer und entkräftet die Legende, dass sie keine Steuern zahlen: Es gibt ein Abkommen von 1992 zur Vermeidung der Doppelbesteuerung, ähnlich dem mit anderen Ländern geschlossenen, und wenn das Unternehmen in Spanien ansässig ist, zahlt es Steuern in Spanien. Der Vorwurf des allgemeinen Steuerbetrugs bleibt daher unbegründet.

Qualität: Vom auslaufenden Tortenform bis zum 35-Euro-Koffer

Die Zeugnisse zur Produktqualität sind in einigen Fällen vernichtend und in anderen überraschend positiv. Eine Teilnehmerin berichtet, dass sie zerlegbare Tortenformen kaufte und beim Eingießen feststellte, dass die Flüssigkeit überall auslief: «Das Ding war schlecht gemacht». Eine andere Person erzählt, dass sie vor über einem Jahr aufgehört habe, dort einzukaufen, weil alles, was sie kaufte, nach vier Tagen kaputtging und neu gekauft werden musste. Kleidung ende, laut einem weiteren Zeugnis, «wie ein Küchen- oder Autowaschlappen nach dem Waschen».

Es gibt jedoch bemerkenswerte Ausnahmen. Kunststoffbehälter für Lebensmittel — Brotdosen und Vorratsdosen — werden in Spanien hergestellt und sind laut mehreren Teilnehmern eine der wenigen Dinge, die ihr Geld wert sind. Ein Nutzer detailliert, dass er 17 stapelbare IKEA-Brotdosen mit hermetischen Verschlüssen, hergestellt in Italien, für weniger als 20 Cent pro Stück besitzt. Die Paradoxie ist, dass das gute und billige Produkt nicht aus China kommt, sondern aus Europa. Auch Nagellack einer bestimmten Marke, Schwämme und Halogenlampen für Notfälle bestehen den Test.

Koffer: 35 Euro im Asialaden vs. 60 Euro im spanischen Geschäft

Der Preisvergleich bei Koffern ist einer der wenigen direkten Berechnungen in der Diskussion. Ein einfacher Marken-Koffer mit gleicher Rollenanzahl und ähnlichem Fassungsvermögen kostete 60 Euro in einem spanischen Geschäft und 35 Euro in einem asiatischen Laden. Der Unterschied ist erheblich, aber der Käufer fragt sich, ob die Haltbarkeit die Ersparnis rechtfertigt. Ein anderer Teilnehmer empfiehlt Marken wie Roncato oder Samsonite, «wirklich teuer, aber von überlegener Qualität und langlebig», und weist darauf hin, dass auf dem Encants-Markt in Barcelona die von Chinesen verkauften Koffer für 8 Euro (klein) und 12 bis 14 Euro (groß) zu finden waren.

Schuhe sind ein weiterer kritischer Punkt. Ein Nutzer berichtet, dass Turnschuhe, die für 10 Euro in einem Hypermarkt gekauft wurden, nach zwei Wochen Gebrauch Löcher bekamen, während ähnliche Schuhe früher zwei Sommer hielten. «Chinesisches Schuhwerk ist gefährlich», urteilt ein anderer, der Abstand zu solchen Schuhandlungen empfiehlt. Die gemeinsame Schlussfolgerung ist, dass diese Geschäfte für Notfälle geeignet sind — Toilettenpapier am Sonntagnachmittag, Kleber, Batterien —, aber nicht für geplante Einkäufe.

Warum gibt es in Deutschland keine asiatischen Läden wie in Spanien?

Die Frage nach dem Fehlen asiatischer Läden in Deutschland erhält unterschiedliche Antworten. Eine Theorie besagt, dass Deutschland chinesische Produkte ohne Sicherheits-, Gesundheits- und Qualitätskontrollen nicht zulässt, und dass keine davon bestanden werden, weshalb sie nach Spanien umgeleitet werden. Ein anderer Teilnehmer widerspricht und sagt, dass in Deutschland derselbe chinesische Müll mit demselben CE-Zeichen verkauft werde, und der Unterschied sei, dass dort türkische Händler das Niedrigpreis-Segment besetzen. Ein Dritter merkt an, dass in Deutschland keine asiatischen Läden nötig seien, weil es bereits Lidl gebe. Die Anekdote eines Reisenden, der in Berlin nur ein vergleichbares Geschäft fand, geführt von Deutschen mit Restbeständen nationaler Ware, verstärkt die Idee, dass das Modell des asiatischen Ladens spezifisch spanisch ist.

Der Hintergrund des Austauschs ist eine Spannung, die die gesamte Debatte durchzieht: Der individuelle Nutzen, einige Euro zu sparen, versus der kollektive Kosten, den Nahhandel und das industrielle Gewebe zu zerstören. «Wenn ich bei den Chinesen kaufe, trage ich zur Zerstörung des spanischen Handels bei», fasst ein Teilnehmer zusammen und fügt den Ruin der Sozialversicherung und Steuerhinterziehung als Folgen hinzu. Die Antwort eines anderen ist ebenso eindeutig: Ein echter Sparfuss geht nicht in den Asialaden, denn es ist die Low-Cost-Version des Konsums.

Die Frage bleibt offen: Wenn die Preise nicht mehr so niedrig sind und die Qualität weiterhin zweifelhaft ist, was hält dann das Modell?

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (109 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver