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Armenien protestiert gegen Russlands Passivität gegenüber Aserbaidschan
Aserbaidschan fordert die Übergabe von Bergkarabach, während Jerewan die russische Botschaft blockiert.
Jerewan blockiert russische Botschaft, während Aserbaidschan Karabach einnimmt
Die russische Botschaft in Jerewan wurde von einer Menge umzingelt, die gegen Wladimir Pilingui und Sergei Lawrow schrie. Die Proteste forderten nicht mehr externe Hilfe: Sie verlangten Rechenschaft von denen, die Friedenstruppen vor Ort stationiert hatten, diese aber nicht einsetzten. Während Moskau wegsah, startete Aserbaidschan eine Offensive gegen Bergkarabach und forderte die Übergabe der Streitkräfte des Enklaven oder drohte mit einer großangelegten Invasion. Erste Zählungen sprachen von mindestens 30 Toten. Das Wort „Kapitulation“ machte die Runde, bevor ein Waffenstillstand bestätigt wurde.
„Antiterroroperation“ und die Übergabe der Enklave
Der aserbaidschanische Präsident Ilham Alijew stellte den Angriff als „Antiterroroperation“ dar und verkündete, sein Land habe seine Souveränität über Karabach wiederhergestellt. Es gab keine Nuancen: entweder klare Übergabe der Streitkräfte der Enklave oder am nächsten Tag eine massive Invasion. Die Drohung wirkte. Als die internationale Gemeinschaft begann, Papierkram zu erledigen, war das Schicksal des Gebiets besiegelt, und die Priorität lag auf der Evakuierung der Menschen. Das Bild, das den Ausgang zusammenfasst, sind Tausende von Armeniern am Flughafen von Stepanakert, die nach der Kapitulation der lokalen Behörden auf ihre Evakuierung warten. Die armenische Regierung erkannte das Gebiet unterdessen nicht formell an, ein Detail, das den Verdacht nährt, dass die Übergabe der Enklave im Voraus beschlossen war.
Warum werden Russland und der Westen gleichermaßen beschuldigt?
Russland hält Friedenstruppen in der Zone, und Armenien ist Teil seiner gemeinsamen Militärstruktur. Auf dem Papier sollte das ausreichen. In der Praxis argumentieren einige, dass das russische Engagement nie ausreichte, um ein von der Türkei finanziertes und bewaffnetes Aserbaidschan zu stoppen, und dass Moskau das Problem monatelang ignorierte. Andere drehen die Logik um: Armenien beging den Fehler, die NATO zu umwerben, Manöver mit den USA abzuhalten und den Schutz, den Russland innerhalb eines neuen Unionsstaats bot, zu verschmähen. Gegen beide Erzählungen spricht eine unbequeme Tatsache: Russland verkaufte Waffen an beide Seiten, sodass seine Rolle als Garant von Anfang an fragwürdig war. Das Ereignis wird auch als Warnung vor der multipolaren Ordnung gelesen: Wenn mehrere Regionalmächte ihre Kräfte über einem kleinen Gebiet messen, kommen internationale Organisationen zu spät und mit leeren Händen.
Die Parolen in Jerewan: Raus aus Russland, raus aus der OVKS
Bei den Protesten wurden Parolen skandiert, die die Ausweisung Russlands vom armenischen Territorium und den Austritt aus der von Moskau geführten Militärallianz forderten. Es kam zu Zusammenstößen mit der Polizei und Rufen nach dem Rücktritt des Premierministers Nikol Paschinjan. Die Paradoxie ist offensichtlich: Die gleiche Regierung, der vorgeworfen wird, die Enklave fallen gelassen zu haben, sieht sich nun Protesten gegenüber, weil sie sie nicht verteidigt hat. Und wer den Rauswurf Moskaus fordert, ist in der Praxis derjenige, der am meisten davon abhängt, dass Moskau handelt.
Türkei, Iran und Europas einzige klare Stimme
Das regionale Schachbrett erschwert jede Lösung. Die Türkei, ein NATO-Mitglied, unterstützt Aserbaidschan ohne Umschweife, und ihr Präsident Recep Tayyip Erdoğan behauptet, Baku beschränke sich darauf, sein Territorium zu verteidigen. Dass Ankara formaler Verbündeter Washingtons ist und gleichzeitig Baku unterstützt, bringt die Allianz in eine unangenehme Lage; in Gesprächen heißt es oft, ein Anruf würde genügen, um die Operation zu stoppen, aber niemand hat abgehoben. Der Iran betrachtet jede Änderung der Grenze zu Armenien als rote Linie und erwägt nur dann eine militärische Intervention, wenn sein offiziell anerkanntes Territorium verändert wird. Frankreich ist das einzige Land, das sich klar auf die Seite Armeniens gestellt hat, wobei seine Fähigkeiten aus dieser Distanz eher symbolisch als real sind.
Das verwirrende Faktum: Getroffene russische Soldaten
Und mitten in allem die Nachricht, die die Erzählung verwickelt: Acht russische Soldaten sollen gestorben sein, als ihr Fahrzeug während der 24-stündigen Kämpfe in der Region getroffen wurde. Wenn eine Macht Friedenstruppen vor Ort hält und ihre eigenen Soldaten ohne sichtbare Vergeltung fallen, hört die Frage auf, wer Armenien hilft. Sie wird zur Frage, wer bereit ist, wirklich zu handeln. Bis jetzt lautet die Antwort: Niemand.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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Massiver russischer Angriff reduziert die nukleare Leistung der Ukraine um bis zu 90 % und markiert eine entscheidende Phase der energetischen und territorialen Belagerung.
RIA Novosti veröffentlichte und löschte einen Text, der die Einnahme Kiews verkündete. Archive.org und archive.ph sichern den Inhalt als Beweis für russische Propaganda.