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Arbeitsstandard: Die Wirtschaftstheorie des NS-Staats
Analyse des dem Dritten Reich zugeschriebenen Arbeitsstandards im Gegensatz zum Goldstandard und Gottfried Feders Zinskritik.
Der dem Dritten Reich zugeschriebene Arbeitsstandard
Eine Banknote sollte nur emittiert werden, wenn die Arbeit vorhanden ist, die sie deckt. Diese heute in Zentralbank-Lehrbüchern exotische Idee bestimmte laut dieser Analyse die Wirtschaftspolitik des Dritten Reiches zwischen 1933 und 1945. Der Ausgangspunkt war nicht der Goldstandard oder die Staatsverschuldung, sondern der Arbeitsstandard, auch Reichtumsstandard genannt: Die Geldmenge musste exakt dem realen, greifbaren Reichtum des Landes entsprechen. Wenn der Staat Kredit schaffen wollte, musste er zuerst Reichtum schaffen. Und öffentliche Arbeiten, so das Argument, zahlten sich selbst.
Was der Arbeitsstandard war und seine Verbindung zum Nationalsozialismus
Die theoretische Architektur wird dem deutschen Ökonomen Gottfried Feder zugeschrieben, Autor des Manifests zur Brechung der Zinsknechtschaft, wo er zinstragende Kredite als „teuflische Erfindung des Suprakapitalismus“ bezeichnet. Darauf basierend wurde die nationalsozialistische Wirtschaft auf drei Säulen reduziert: Abschaffung des Zinses, Ersetzung des Goldstandards durch den Arbeitsstandard und Unterordnung des individuellen Wohls unter das Gemeinwohl, das Motto Gemeinnutz geht vor Eigennutz.
Das zentrale Argument lautet, dass im Finanzkapitalismus Geld Reichtum erzeugt, während in diesem Schema die Arbeit ihn erzeugt. Daher könnten Steuern drastisch gesenkt oder sogar abgeschafft werden, denn wenn der Staat Schulden loswird und den Zins eliminiert, braucht er keine Steuereinnahmen mehr für den Schuldendienst.
Wie die Wirtschaft des Dritten Reiches organisiert war
Die Wirtschaftsstruktur der Weimarer Republik wurde nicht transformiert, sondern interveniert. Konzerne, Handelskammern, Industriegruppen und Privateigentum kleiner und mittlerer Unternehmen wurden respektiert, mit Festlegung von Marktpreisen und Verstaatlichung strategischer Sektoren, Banken und Monopole. Korporatismus nach faschistischem Muster wurde verworfen und das Führerprinzip durchgesetzt.
In der Landwirtschaft wurde diese als wirtschaftliche Basis behandelt, und eine privilegierte Klasse von Bauern mit unveräußerlichen, unteilbaren Höfen geschaffen, die per Erstgeburtsrecht weitergegeben wurden. Im Arbeitsbereich wurden Streiks verboten, Gewerkschaften aufgelöst, und die Deutsche Arbeitsfront, gegründet im Mai 1933, vereinte 25 Millionen Mitglieder. Freizeit wurde über Kraft durch Freude organisiert, das zu einem der weltweit größten Reiseveranstalter wurde.
Warum es verboten wurde: Das Argument der finanziellen Kontrolle
Die unbequemeste These besagt, dass der Nationalsozialismus eher wegen seiner Geldpolitik als aus anderen Gründen verurteilt wurde. Churchill wird in The Second World War (Bern, 1960) zitiert: Das „unverzeihliche Verbrechen“ Deutschlands vor dem Krieg war der Versuch, seine Wirtschaftsmacht aus dem Welthandelssystem zu lösen und einen eigenen Wechselkursmechanismus zu schaffen. Hinzu kommt, dass die beiden Hauptursachen des Konflikts der Erfolg des deutschen Tauschsystems und Hitlers Ablehnung ausländischer Kredite waren.
Dies ist als solche zu nehmen: Eine Interpretation, die ohne dokumentarischen Kontrast präsentiert wird. Die Unterscheidung zwischen internationalen Finanzoligarchien und nationalen Industrieoligarchien—Krupp, Ford, IG Farben—dient dazu zu behaupten, dass die Unterstützung des Regimes vom produktiven Kapital kam, nicht vom spekulativen.
Der Mythos des Keynesianismus und das Erbe des Arbeitsstandards
Das Material lehnt die keynesianische Lesart ab und zitiert Bernhard Köhler, um zu behaupten, dass das Schicksal eines Volkes nicht durch die Wirtschaft bestimmt wird, sondern durch seinen Lebenswillen. Es fügt hinzu, dass wenn ein Volk beschließt, seinem Leben eine sozialistische Gestalt zu geben, sich die Wirtschaftsformen spontan ergeben. Die offene Frage bleibt, ob der Arbeitsstandard eine reale Geldpolitik war oder ein nachträglicher doktrinärer Konstrukt. Mit 27 Antworten und 636 Tagen Diskussion ist die Angelegenheit weiterhin ungelöst.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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