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Arbeitslosengeld in Spanien kann mit Gehalt bis 1.350 Euro kombiniert werden
Ab dem 1. April 2025 können Arbeitnehmer in Spanien Arbeitslosengeld und ein Gehalt von bis zu 1.350 Euro gleichzeitig beziehen. Details zu Voraussetzungen und Risiken.
Arbeitslosengeld und Gehalt gleichzeitig beziehen: Der neue Zuschlag kommt im April 2025
Kann man arbeiten und gleichzeitig Arbeitslosengeld beziehen? Ab dem 1. April 2025 ist dies möglich, allerdings mit Vorbehalten. Die Reform des Arbeitslosengeld-Subsidiums (subsidio de desempleo), die von der Regierung mit den Gewerkschaften vereinbart wurde, beinhaltet einen Beschäftigungszuschlag (complemento de apoyo al empleo). Dieser ermöglicht es, die regulären Leistungen mit einer Beschäftigung in einem Arbeitsverhältnis zu vereinbaren – sei es in Voll- oder Teilzeit –, sofern das Gehalt 225 % des IPREM (dem öffentlichen Einkommensindikator) nicht übersteigt, was 1.350 Euro monatlich entspricht. Die Maßnahme, die als Schutz für Langzeitarbeitslose präsentiert wird, hat in Online-Foren eine intensive Debatte ausgelöst.
Voraussetzungen für die Kombination von Arbeitslosengeld und Arbeit
Dies gilt nicht für jeden. Das bezogene Arbeitslosengeld muss für einen Zeitraum von mehr als 12 Monaten gewährt worden sein, und es müssen mindestens neun Monate seit Beginn des Bezugs vergangen sein. Der Zuschlag kann für maximal 180 Tage (sechs Monate) bezogen werden, mit folgenden Beträgen: 95 % des IPREM (570 Euro) in den ersten sechs Monaten, 90 % (540 Euro) in den folgenden sechs und 80 % (480 Euro) für den Rest. Ab 2026 wird eine zusätzliche Grenze von 375 % des IPREM eingeführt.
Die zentrale Frage ist einfach: Fördert dies die Einstellung oder zementiert es Hungerlöhne? Einige behaupten, die Maßnahme dränge Unternehmen dazu, schlecht bezahlte Teilzeitstellen anzubieten, die der Arbeitnehmer durch die Leistungen ergänzt, was ein Reservoir an prekärer Beschäftigung schafft, die nicht ausreichend sozialversichert ist. Demgegenüber steht das offizielle Argument: Es handelt sich um eine Brücke für diejenigen, die seit Monaten aus dem Arbeitsmarkt ausgeschieden sind und ein Übergangseinkommen benötigen.
Die Berechnung, die den Enthusiasmus dämpft
Die Zahlen in den detailliertesten Analysen sind nicht gerade ermutigend. Ein Arbeitnehmer, der drei Jahre lang Beiträge gezahlt hat, erwirbt Anspruch auf 12 Monate Arbeitslosengeld. Wenn er beginnt, dies mit einem Teilzeitgehalt zu kombinieren, verbraucht er seine Leistungen, während er arbeitet: Jedes Jahr in dieser Dynamik kann zu einem negativen Saldo von zwei Monatsleistungen führen. Das heißt: Man arbeitet Teilzeit, verdient mehr als bei einer Vollzeitstelle, verbraucht aber seinen eigenen Puffer.
Das Ergebnis, so behaupten diejenigen, die die Berechnung detailliert durchgeführt haben, ist, dass man in einem Jahrzehnt sein Arbeitslosengeld aufgebraucht haben kann, ohne die berufliche Position verbessert zu haben. Und bei zwei Auszahlungen rechnet das Finanzamt (Hacienda) im nächsten Jahr ab: Das Unternehmen behält die Steuern so ein, als wäre das Gehalt das einzige Einkommen, und die Differenz wird in der Steuererklärung fällig.
Wer profitiert vom Beschäftigungszuschlag?
Der vorherrschende Verdacht richtet sich gegen die Unternehmen. Da die Leistung einen Teil des Gehalts abdeckt, schwindet der Druck, die Löhne zu erhöhen. Sie waren ohnehin schon zurückhaltend bei Gehaltserhöhungen; jetzt, mit dem Arbeitslosengeld im Rücken, noch mehr. Der Arbeitnehmer unterschreibt Teilzeitverträge, zahlt weniger ein, erwirbt weniger zukünftige Ansprüche und verbraucht Leistungen. Das Unternehmen zahlt weniger. Der Staat legt die Differenz drauf. Alle sind zufrieden, außer derjenige, der in fünf Jahren feststellt, dass sein Arbeitslosengeld verpufft ist.
Es gibt auch Stimmen, die dies als Schritt in Richtung eines bedingungslosen Grundeinkommens lesen. Die Kompatibilität zwischen Beschäftigung und Leistung, die Grenze von 1.350 Euro, die pogre Reduzierung der Beträge... Das Bild erinnert an ein garantiertes Mindesteinkommen, das als Beschäftigungsanreiz getarnt ist. Und einige verweisen auf den Wahlkalender: vorübergehende Zufriedenheit bis zu den nächsten Wahlen, wenn auch auf Kosten von mehr Steuern und Schulden.
Was passiert, wenn das Arbeitslosengeld endet
Das schwarze Loch der Maßnahme. Wenn das Arbeitslosengeld aufgebraucht ist, ist auch der Vorteil dahin. Der Arbeitnehmer, der sein Gehalt mit der Leistung ergänzt hat, steht ohne Sicherheitsnetz da und hat einen Teilzeitjob, der nicht zum Leben reicht. Der Übergang zum anschließenden Subsidium erfordert neue Beitragsanforderungen, die viele nicht erfüllen werden. Das Pflaster hält sechs Monate; das Problem hält Jahre.
Die Reform tritt im November 2024 in Kraft, aber dieses Kompatibilitätsregime beginnt im April 2025. Es bleibt abzuwarten, ob jemand es nutzt, um wieder in den Arbeitsmarkt einzusteigen, oder um die Leistung so lange wie möglich zu strecken. Die berechtigte Frage bleibt: Ist dies eine Brücke oder eine Falle in Form einer Hilfe?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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