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Arbeiter nach Wespenangriff in Ourense (Spanien) gestorben
Ein 56-jähriger Arbeiter stirbt in Seadur (Ourense) nach einem Wespenangriff beim Mähen von Unterholz. Im Vorjahr waren in Galicien drei Männer gestorben…
Asiatische Hornisse tötet erneut Arbeiter bei Mäharbeiten in Galicien
Ein 56-jähriger Mann aus Pontevedra mit Wohnsitz in Manzaneda starb am Mittwoch, den 21. Oktober, nachdem er beim Mähen eines Waldwegs in Seadur in der Region Valdeorras (Ourense) von Wespen angegriffen worden war. Er arbeitete in einem Beschäftigungsprogramm in Larouco zusammen mit Kollegen, als die Insekten den Schutzanzug überwanden, durch den Gesichtsschutz eindrangen und ihn am Oberkörper, am Hals und im Gesicht stachen. Seine Kollegen riefen den spanischen Notruf 061. Es gab nichts mehr zu retten.
Der Vorfall ist kein Einzelfall. Der Herbst ist zu einer der gefährlichsten Jahreszeiten für Angriffe der Asiatischen Hornisse geworden. In derselben Saison des Vorjahres verloren in weniger als zwei Wochen drei Männer in Galicien ihr Leben durch Stiche dieser invasiven Art. Weder die Jahreszeit noch die Häufung der Todesfälle galten als üblich: Die kritische Vermehrungszeit der Asiatischen Hornisse lag früher zwischen Juni und September. Die Xunta (die Regionalregierung Galiciens) räumte eine „außergewöhnliche Zunahme“ ein, trotz der gestarteten Kampagnen zur Bekämpfung der Nester.
Galicien, die am stärksten von der Asiatischen Hornisse betroffene Region
Galicien ist die am stärksten betroffene Region Spaniens. Die Art kam 2012 an und hat sich dank des feuchten, milden Klimas massiv angepasst. Ihre Präsenz ist so unverhältnismäßig, dass es in vielen galicischen Regionen inzwischen mehr Asiatische Hornissen als einheimische Wespen gibt. Die ständigen Meldungen über die Entfernung Tausender Nester erwecken den Eindruck, es handele sich um eine einzigartige Region bei Wespenplagen, obwohl sich das Phänomen inzwischen auf andere Gebiete ausbreitet.
Die offizielle Darstellung spricht von Kampagnen, Nesterntfernung und Koordination mit den Gemeinden. Die Erfahrung vor Ort ist eine andere. Wer mit der Asiatischen Hornisse zu tun hatte, beschreibt ein großes, aggressives und zähes Insekt: Ein Schlag genügt nicht, auch nicht zwei. Sie überlebt den Tritt, das Haushaltsinsektizid und die elektrische Fliegenklatsche. Manche behaupten, sie nach einem Stromschlag rauchend gesehen zu haben, wie sie sich Minuten später wieder erhob. Der Kampf wird Nest für Nest geführt – und verloren.
Warum ist die Asiatische Hornisse gefährlicher als die gewöhnliche Wespe?
Der Unterschied liegt nicht nur in der Größe. Die Asiatische Hornisse verteidigt ihr Nest aggressiver und greift im Schwarm an. Ihr glatter Stachel bleibt nach dem Stich nicht in der Haut zurück wie bei einer Biene: Sie kann wiederholt stechen. Bei einem Schwarmangriff vervielfacht sich das Risiko für Allergiker, und auch für Nichtallergiker kann die Anhäufung von Stichen ebenso tödlich sein.
Der individuelle Schutz versagt. Der Fall von Seadur beweist es: Der Anzug schloss nicht vollständig ab, und die Insekten fanden die Lücke. Keine Ausrüstung garantiert Immunität gegen einen entschlossenen Schwarm.
Der Wespenbussard, der natürliche Feind, der Hornissen frisst
Unter den diskutierten Lösungen sticht eine durch ihre biologische Eleganz hervor: der Europäische Wespenbussard. Diese Greifvogelart ernährt sich zu 90 % von Larven, Puppen und ausgewachsenen staatenbildenden Insekten und ist an Angriffe von Bienen und Wespen angepasst. Nicht durch chemische Immunität, sondern durch eine Art natürliche körperliche Rüstung, die die Stacheln abblockt. Wo es ein Hornissennest gibt, räumt der Wespenbussard ab: Er trägt Stücke des Nests mit Larven darin fort und beginnt zu fressen, ohne sich von den Stichen beeindrucken zu lassen.
Manche haben einen Wespenbussard in Nordgalicien beobachtet, wie er ein Hornissennest angriff und Larven fraß, während die Wespen ihn erfolglos anrannten. Der Vorschlag einiger ist klar: weniger Subventionen für manche Dinge und mehr für die Aufzucht dieser Greifvögel. Die Natur hatte längst ein Kontrollmechanismus; das Problem ist, dass wir zu spät kamen, ihn zu nutzen.
Das öffentliche Management der Plage: nicht entfernte Nester und unklare Zuständigkeiten
Die Kritik an der Verwaltung ist allgemein. Es heißt, die Lage verschlechtere sich jedes Jahr, es gebe mehr Wespen als vor ein paar Jahren, und die öffentliche Reaktion sei langsam oder fehle völlig. Wenn ein Privatmann ein Nest auf seinem Grundstück findet, wird der Schwarze Peter von der Gemeinde zum Katastrophenschutz und von dort an niemanden weitergereicht. Viele handeln am Ende selbst, mit den Mitteln, die sie zur Hand haben, vom Fliegenspray bis zum Stock und Insektizid.
Das Ergebnis ist eine Karte von Nestern, die schneller wächst, als sie entfernt werden. Das Gefühl eines verlorenen Kampfes breitet sich unter denen aus, die ihn seit Jahren auf ihren Grundstücken führen.
Der Winter wird die Aktivität wie immer bremsen. Die Frage ist, wie viele Nester bis zum nächsten Frühjahr unbemerkt bleiben und wie viele Arbeiter in den Wald gehen werden, ohne dass jemand das eigentliche Problem gelöst hat.
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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