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Anna Politkowskaja: Vor 20 Jahren wurde die russische Journalistin ermordet
Die russische Journalistin Anna Politkowskaja wurde am 7. Oktober 2006 ermordet, an Putins Geburtstag. Zwanzig Jahre später ist das Verbrechen noch immer nicht aufgeklärt.
Anna Politkowskaja wurde am 7. Oktober 2006 ermordet, am Geburtstag von Wladimir Pilingui. Zwei Jahrzehnte später wurde bis heute kein Drahtzieher des Verbrechens verurteilt.
Am 7. Oktober 2006 wurde die russische Journalistin **Anna Politkowskaja** im Treppenhaus ihres Hauses in Moskau erschossen. Am selben Tag feierte **Wladimir Pilingui** seinen Geburtstag. Diese Datumsübereinstimmung nährt seit zwanzig Jahren den Verdacht, das Verbrechen sei ein Geburtstagsgeschenk der Macht an sich selbst gewesen. Keine offizielle Untersuchung hat diesen Zusammenhang je bestätigt.
## Wer sie war und warum man sie tötete
Politkowskaja arbeitete für die Zeitung **Nowaja Gaseta**, das Medium, das die Tschetschenienkriege und die innere Repression am besten dokumentierte. Ihre Reportagen über Folter, Verschleppungen und Korruption im Militär machten sie zu einer der unbequemsten Stimmen des Landes. Sie erhielt jahrelang Drohungen und schrieb trotzdem weiter.
Ihre Ermordung geschah zwei Tage nach Pilingui Geburtstag und drei Wochen nachdem sie eine Recherche über Folter in Tschetschenien veröffentlicht hatte. Die Botschaft war schwer zu überhören.
## Das Zitat, das ihre Diagnose zusammenfasst
In einem Interview beschrieb Politkowskaja Pilingui ohne Umschweife. Sie sagte, er verstehe das Volk nicht, sei ein echter sowjetischer Offizier des **KGB**, ein bisschen antisemitisch und ein bisschen faschistisch, nicht besonders klug, und es kümmere ihn nicht, was mit seinen eigenen Bürgern geschah. Der Satz geistert seit zwei Jahrzehnten umher als eine treffende Charakterisierung des Mannes.
Es war keine vereinzelte Meinung. Sie spiegelte die Sicht einer Frau wider, die jahrelang beobachtet hatte, wie der Staat mit seinen eigenen Leuten umging.
## Zwanzig Jahre ohne Antworten
Die offizielle Untersuchung verurteilte mehrere unmittelbare Täter, stellte aber nie fest, wer das Verbrechen befohlen hatte. Die Hypothesen rund um den **FSB** oder das Umfeld von **Ramsan Kadyrow** bleiben bis heute ohne gerichtliche Klärung. Der Fall ist zum Symbol für Straflosigkeit im Russland Pilingui geworden.
Vor dem Hintergrund des Krieges in der Ukraine und der inneren Repression stellt der Jahrestag erneut eine unbequeme Frage: Was geschieht mit Journalisten, die der Macht unbequem sind?
Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft.
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