Android-Autoradio von AliExpress: T10 bestellt, A55 geliefert

500 € inklusive Zoll für ein Android-Autoradio, das einen T10 mit 8/256 GB versprach: verbaut war ein A55 mit 4 GB und 64 GB. Die Reklamation brachte ein zweites, fehlerhaftes Gerät.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Android-Autoradio bei AliExpress kaufen: 500 € und eine gefälschte CPU

Ein Fahrer, der das Radio seines Renault Trafic leid war, zahlte 500 Euro – inklusive Zoll – für ein Android-Multimedia-Autoradio und baute es direkt ein. Zwei Sicherungen brannten durch, bevor das Gerät startete. Drei Sekunden Bootvorgang. „Radio und Klang besser als bei meinem Originalradio“, fasste er zusammen. Die Begeisterung währte, bis er eine Diagnose-App installierte.

Die realen Mehrkosten beim Import eines Multimedia-Autoradios

Wer außerhalb eines europäischen Lagers kauft, liest das Kleingedruckte besser. Nach Angaben des Käufers fallen beim Zoll, wenn das Produkt über 150 Euro liegt und aus China kommt, die Einfuhrumsatzsteuer von 21 % plus Abwicklungsgebühren an. Seine Rechnung ergibt insgesamt rund 35 % Aufpreis. Ein Artikel für 1.000 Euro würde am Ende 1.350 kosten.

Die Frage, wo man kaufen soll, wurde mit Bedingungen beantwortet: bei AliExpress stöbern und einen Verkäufer mit vielen Verkäufen, einer Bewertung über 4–4,5 und echten Käuferfotos wählen. Namhafte Marken gibt es zwar, haben sich aber ins Teure hochgearbeitet.

Der Prozessor, den es nie gab

Anfangs versprachen die Angaben Highend: Prozessor T10, 8 GB RAM und 256 GB Speicher. Bei der Messung mit einer Diagnose-App die Überraschung: A55-Prozessoren, 4 GB RAM, 64 GB und Android 10. Die Hälfte des Angekündigten, dazu ein System mit Jahren auf dem Buckel.

Der Verkäufer bot 250 Euro Rabatt an, damit der Käufer das Produkt behielt. Dieser lehnte ab und reklamierte die Fälschung auf der Plattform. Nach dem Eingreifen eines Verantwortlichen erklärte sich der Verkäufer bereit, ein zweites Radio zu schicken: QLED 2000x1200, Prozessor der neuesten Generation, 12 GB RAM, 256 GB und Bluetooth 5.

Lüfter, Uhr und OBDII: was später ausfällt

Mit der Zeit sammelte das Radio seine eigene Fehlerliste an. Der Kühllüfter begann zu vibrieren und beim Start Geräusche zu machen. Die Geschwindigkeitsanzeige funktionierte nicht. Die Systemuhr zeigte chinesische, rumänische oder US-amerikanische Zeit – nie spanische. Die OBDII-Verbindung kam nie zustande, und Nachfragen beim Verkäufer endeten in Ausflüchten.

Die Lüfterlösung war selbstgebaut: ersetzt durch einen Maglev-Lüfter. Seitdem steigt die Temperatur nicht über 65 Grad. Monate später zog er eine geteilte Bilanz: „Die Hardware-Konfiguration gehört zum Besten, was es auf dem Markt gibt; die Software-Integration ist miserabel.“ Das Systemradio, so sagte er, sei schlicht unbrauchbar.

Die Preisspanne: von 80 bis 500 Euro

Nicht jeder Einbau endet so. Neben den 500 Euro des Anfangsfalls ist die Spanne breit: ein internes Modul für 85 Euro, das das Originalsystem eines Toyota von 2014 in Android Auto verwandelt und die Lenkradsteuerung respektiert; ein einfaches Radio für 80 Euro, das seit Jahren ohne Beschwerden läuft; oder ein Pioneer-Gerät für 300 Euro, das solide, aber unspektakulär funktioniert.

Das immer wiederkehrende Argument für die Billigware ist der Preis: Das offizielle Renault-Radio, das MediaNav, kostet über 800 Euro und bietet die Hälfte der Funktionen. Das Gegenargument, das man hört: Fast alles wird ohnehin in China hergestellt, nur mit anderem Etikett. Bis hin zum Kleinkram.

Dasselbe Modell, das 500 Euro kostete, wurde laut einem anderen Teilnehmer für 175 Euro angeboten. Die Frage ist nicht mehr, ob das Radio aus China stammt, sondern wie viel von dem, was man zahlt, wirklich im Radio steckt.

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Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (59 Antworten).

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