Amazon beschränkt den Versand je nach Produkt und Verkäufer

Beim Einkauf auf Amazon Deutschland oder Großbritannien funktioniert alles, bis der Verkäufer ein Dritter ist oder das Produkt in eine sensible Kategorie fällt, so die Nutzer in der Diskussion.

Deutsch · Ursprüngliche Diskussion auf Spanisch · Veröffentlicht

Amazon beschränkt den Versand je nach Produkt und Verkäufer
Amazon blockiert keine Länder: Amazon blockiert Produkte und Verkäufer

Wer mit einem spanischen Konto bei Amazon Deutschland, Großbritannien oder Frankreich einkauft, dem gelingt das – bis es nicht mehr gelingt. Der entscheidende Faktor liegt laut den Teilnehmern der Diskussion weder an der Grenze noch am Zoll: Es kommt darauf an, wer den Artikel verkauft und um welchen Artikel es sich handelt. Wer jahrelang Elektronik, Videospiele oder Zubehör über die britische Domain gekauft hat, weiß das; wer versucht hat, ein Nahrungsergänzungsmittel oder einen deutschen Zauberwürfel zu bekommen, ebenfalls.

Das Muster, das sie beschreiben, ist einfach. Ist der Verkäufer Amazon oder ein Dritter mit der Logistik der Plattform selbst, klappt der internationale Versand meistens, so die Berichte. Ist es ein externer Verkäufer, meistens nicht. Und fällt das Produkt in eine der Kategorien, die Exportgesetze als sensibel einstufen – Chemikalien, Lösungsmittel, Öle, Waffenteile, Kinderartikel, Parfüms, Lebensmittel –, wird die Bestellung storniert, selbst wenn der Verkäufer Amazon selbst ist, wie manche Nutzer behaupten.

Welche Produkte die Grenze nicht überqueren

Die Liste der Ausschlüsse, von denen berichtet wird, ist länger als man denkt. Natürliche Präparate in Tablettenform, die es in Spanien zu kaufen gibt, aber nicht im spanischen Katalog stehen: blockiert. Zauberwürfel und deutsche Holzspiele zu Preisen weit unter den spanischen: blockiert. Babyartikel, Produkte für Kinder, Parfüms, ein Teil der Elektronik. Der Grund dafür sei kein logistischer Laune. Die USA wenden Exportvorschriften an, die viele Kategorien als sensibel einstufen, und die europäischen Tochtergesellschaften würden die länderspezifischen Verkaufsprotokolle übernehmen.

Der Fehler, den der Käufer sieht, erklärt selten etwas, so die Berichte. Es erscheint eine Meldung, der Artikel könne nicht an die angegebene Adresse versandt werden, oder schlicht ein Fehlercode ohne weiteren Kontext. Manchmal kommt eine E-Mail, die bestätigt, dass der Vorgang nicht möglich ist. Eine vorherige Warnung auf der Produktseite gibt es nicht, heißt es. Der praktische Weg, das zu prüfen, sei laut einem Nutzer, den Kauf zu simulieren und zu sehen, ob der Warenkorb die Adresse akzeptiert.

Die spanische Domain hat das Spiel verändert

Manche behaupten, der Start der spanischen Tochtergesellschaft sei mit dem Ende der grenzüberschreitenden Schnäppchen bei Elektronik und Videospielen zusammengefallen. Das Argument sei ein kommerzielles: Bevor es die lokale Domain gab, griffen spanische Käufer ohne inneren Wettbewerb auf die britische oder deutsche zurück. Danach hätte die Plattform Anreize, den Traffic auf die eigene Tochtergesellschaft umzuleiten. Andere bestreiten ein solches Verbot und verweisen auf etwas Prosaischeres: Das Pfund sei seit Monaten im Sinken begriffen, und Einkäufe über die britische Domain funktionierten auch heute noch problemlos, so ihre Behauptung.

Die Meinungsverschiedenheit lässt sich nicht mit Eindrücken klären. Sie klärt sich, indem man sich die Produktseite ansieht, die Zeile, die angibt, wer versendet und wer verkauft, und die günstigste Versandmethode wählt, wenn verfügbar, wie im Thread geraten wird. Dort fällt die Hälfte der Verschwörungstheorien in sich zusammen, und die andere Hälfte erscheint: diejenige, die von den Exportvorschriften jedes Landes abhängt.

Autos, Typisierung und der Mythos der Ersparnis

Das Extrembeispiel, das kursiert, ist das Automobil. Ein Auto in den USA zu kaufen ist günstiger, aber die Ersparnis verpufft im Prozess, so ein Nutzer: Die Typisierung für den Verkehr in Spanien erfordert die Übersetzung von Unterlagen und die Anpassung von Elementen wie der Farbe der Leuchten, des zusätzlichen Bremslichts oder des Blinkrhythmus. Die Rechnung für die Typisierung liegt bei etwa 500 Euro, wenn das Fahrzeug aus Europa stammt, und steigt auf 2.000 oder 3.000 Euro, wenn es aus den USA kommt, so dieselbe Rechnung. Wer neu beim Händler kauft, spart sich einen Teil des Verfahrens, weil der Verkäufer selbst die Umbauten zu einem niedrigeren Preis vornimmt, fügt er hinzu.

Die Parallele zum restlichen Katalog liegt auf der Hand: Der Ursprungspreis ist nicht der Endpreis. Zoll, Typisierungen und Verkaufsprotokolle fressen die Differenz auf. Die offene Frage ist, wie viel dieses Mehraufstands echte Vorschrift ist und wie viel kommerzielle Marge im Gewand der Gesetzeskonformität.

Auch verfügbar auf: English

Zusammenfassung einer Diskussion auf Burbuja.info - Foro de economía, actualidad y política., aus dem Spanischen übersetzt und vor der Veröffentlichung geprüft. Die ganze Diskussion lesen (21 Antworten).

Weitere Zusammenfassungen

Alle Zusammenfassungen auf Deutsch →

-
Volver